Vom Start weg erfolgreich

Feature | 27. Oktober 2004 von admin 0

Die b1 Consulting GmbH (kurz b1) startete im Jahr 2003 als Unternehmen, das SAP-Business-One-Dienstleistungen für kleine und mittelständische österreichische Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern anbietet – einem der größten Wachstumsmärkte in der Alpenrepublik. b1 bietet Lösungen und Dienstleistungen an, die von Beratung über Projektmanagement und Schulungen bis hin zur Implementierung reichen. Die Haupteinnahmequelle des Unternehmens ist allerdings der Dienstleistungsbereich.
b1-Geschäftsführer Helmut Hochberger sieht in SAP einen etablierten Marktführer. Die b1-Gründer hatten bereits Erfahrung mit SAP, erinnert sich Hochberger, ebenso wie mit Konkurrenzprodukten wie beispielsweise von Navision oder Sage. Als die Walldorfer dann mit SAP Business One ein neues, speziell für kleinere mittelständische Unternehmen ausgerichtetes Produkt auf den Markt brachten und hierfür einen neuen Vertriebsweg aufbauten, war die Entscheidung bei b1 schnell gefallen. Neben dem starken und zuverlässigen Markennamen macht die Zusammenarbeit mit SAP laut Hochberger auch deswegen Sinn, weil SAP Business One anwenderfreundlich ist, ein hervorragendes Verkaufsargument im SMB-Markt, das Produkt jene umfassende Funktionalität bietet, nach der die Kunden von b1 suchen und weil es einfach zu implementieren ist.
Dank der Schulung und Unterstützung von SAP konnte b1 bereits in den ersten neun Monaten seines Bestehens 15 Kunden gewinnen. Diese Kunden bestanden zur Hälfte aus Altkunden von SAP, die übrigen hat das Unternehmen selbst akquiriert. Der österreichische SMB-Markt trifft laut Hochberger „objektive Entscheidungen. Kleine und mittelständische Unternehmen führen keine langwierigen Produktbewertungsprozesse durch – dafür haben sie weder die Zeit noch das Geld. Wenn sie überzeugt sind, neigen sie dazu, ihre Kaufentscheidungen innerhalb sehr kurzer Zeit zu treffen. Zwei Vorteile – einfache Bedienbarkeit und hohe Funktionalität – machen SAP Business One zum idealen Produkt für jene SMBs, die nicht über die Zeit, das Budget oder das Umfeld für eine Implementierung großer ERP-Pakete verfügen.“

Zusätzliche Produktentwicklung nicht in Planung

b1 ist mit der Funktionalität zufrieden, die SAP Business One bereits bietet. Aus diesem Grund hat das Unternehmen bisher keine Add-On-Funktionalitäten entwickelt und plant, dies auch künftig nicht zu tun. Wo erforderlich, werde man zusätzliche Funktionen bei anderen SAP-Partnern einkaufen.
Ein früher Höhepunkt in der Geschäftstätigkeit von b1 war eine Implementierung für die EFP Holding AG, eine Gesellschaft mit mehreren Standorten in ganz Mitteleuropa. b1 lieferte EFP eine SAP-Business-One-Lösung mit dem Fokus „Customer Relationship Management“, die an eine bereits bestehende mySAP-All-in-One-Lösung des Kunden angekoppelt wurde. „Es ist eine ‚smarte‘ Lösung, weil sie die Schnittstelle mit mySAP All-in-One optimal nutzt und nur begrenzte Zeit für die Implementierung erforderlich war“, so Hochberger. „Zudem werden mehrere Sprachen unterstützt, was die Attraktivität des Produkts für kleinere, international orientierte Anbieter erhöht.“
b1 will die Nummer eins unter den Implementierern und Resellern für SAP Business One auf dem österreichischen und mitteleuropäischen Markt werden und in den nächsten drei Jahren 200 neue Kunden gewinnen. Das Unternehmen erreichte 2003 den Break-even und will 2004 mit einem Gewinn abschließen.

Einbindung in SAP R/3

Die Unternehmensplanungen sehen vor, dass b1 den Markt sowohl durch Direktvertrieb als auch durch die Gewinnung von Partnern zur Betreuung bestehender SAP-R/3-Kunden erschließt. Bei Letzteren erhofft sich das Unternehmen laut Hochberger Upselling-Chancen für kleinere Geschäftseinheiten oder Zweigniederlassungen, die dort keinen Bedarf für SAP R/3 haben, aber vielleicht SAP Business One als Schnittstelle zu ihrer Hauptverwaltung nutzen könnten.
Hochberger ist über die Hilfe von SAP beim Aufbau des Unternehmens und über die von SAP erzielten Ergebnisse erfreut und überrascht. „SAP war und ist in der Lage, einen einzigartigen und lokalisierten Support zu erbringen“, so Hochberger. SAP habe eine gute PR- und Marketingkampagne zur Förderung der Bekanntheit von SAP Business One entwickelt – „etwas, das wir alleine nicht hätten schaffen können“. Zudem ist Hochberger überzeugt, dass b1 sich die breite Infrastruktur von SAP zunutze machen kann, um mit allen SAP-R/3-Partnern in Kontakt zu kommen. SAP und b1 haben mehrere gemeinsame Marketinginitiativen entwickelt, darunter eine Kampagne, die speziell Dienstleistungsunternehmen ins Visier nimmt.
Im Allgemeinen ist Hochberger mit der Unterstützung zufrieden, die sein Unternehmen in puncto Marketing und Vertrieb von SAP erhalten hat. Bei den Schulungen sei jedoch noch etwas Feinabstimmung vonnöten – insbesondere, da die Partner für die Schulungen bezahlen müssten. Die Informationen, die b1 von SAP erhalte, seien mehr als ausreichend – manchmal sogar eine Überlastung.
„Im Großen und Ganzen gestaltet sich der Umgang mit SAP wirklich einfach. Und die Support-Mitarbeiter sind sehr zuverlässig“, führt Hochberger aus. „Auch unsere Berater sehen die SAP-Partnerschaft sehr positiv. Sie hatten mehr Arroganz von so einem großen Unternehmen erwartet. Stattdessen empfinden sie die Partnerschaft und die Mitarbeiter von SAP als offen und freundlich.“

Derek Davis

Derek Davis

Leave a Reply