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Von Sensoren in Schuhen und Pasta mit Kirschgeschmack

18. Januar 2016 von John Hunt 0

Kundenbeispiele zeigen, wie jede Branche die Digitalisierung meistern kann.

Neunzig Prozent aller Vorstandsvorsitzenden glauben, dass sie ihr Geschäft digitalisieren müssen – doch laut einer Studie von MIT Sloan und CapGemini haben lediglich 25 Prozent von ihnen auch einen Plan. Der Präsident der Industry-Cloud-Organisation bei SAP, Pat Bakey, sagt, das Problem liege in der Frage des „Wie? – und die Antwort könne keine Einheitslösung sein. Darum hat seine Organisation 2015 viel Zeit investiert, ein digitales Rahmenwerk für alle Branchen zu erstellen.

Im Folgenden stellen wir einige der Branchenlösungen in kurzen Zusammenfassungen vor.

  • Hans Thalbauer, SVP Extended Supply Chain, erklärt, wie Lebensmittelhersteller ihre Branche dank der smarten Welt der 3D-Drucker neu gestalten. In seiner Präsentation testet ein Pasta-Hersteller ein Szenario, in dem Restaurantgäste ihr Gericht mit einer individuellen Pastavariante, etwa glutenfreier Pasta oder Pasta mit Kirschgeschmack, bestellen können.
  • In der Kosmetikbranche bietet der 3D-Druck eine ganz andere Vielfalt an Chancen und Gefahren, wie E.J. Kenney, SVP IBU Consumer Products, zeigt. In seiner Präsentation lernen wir, was es bedeutet, wenn jemand seine ganz eigene Lippenstiftfarbe kreieren kann. Das Experimentieren mit verschiedenen Styles begeistert die Kunden und die Hersteller sparen Kosten in Vermarktung und Vertrieb.
  • Georg Kube, VP für Industrial Machinery & Components, demonstriert, wie Harley Davidson bereits jetzt die Früchte seiner Digitalisierungsstrategie erntet. Dank einer neuen Fabrikanlage, in der Arbeitsplätze und Transportsysteme digital verknüpft sind, konnte das Unternehmen seinen fixen Produktionsplan von 21 Tagen auf 6 Stunden reduzieren. Gleichzeitig ermöglicht die Anlage den Kunden, mehr als 1.300 Produktvarianten selbst zu gestalten.
  • Ray Adams, Field Services Director bei IBU Chemicals, illustriert, wie Muntajat ohne jegliche Produktionskapazitäten zehn Millionen Tonnen an Petrochemikalien in 120 Ländern verkauft, vertreibt und wartet. Ähnlich wie Uber im Transportwesen und Facebook in der Medienwelt, zeigt Ray auf, wie Outsourcing weit über Geschäftsbereiche wie das Personalwesen und Finanzen hinausgehen kann.
  • Ein weit verbreitetes Thema über alle Branchen hinweg ist der Trend hin zu einer Bezahlung nach Resultaten. Joseph Miles, VP Life Sciences IBU, erklärt, wie ein großes Biotechnologieunternehmen ein Cholesterinmedikament nicht wie bisher anhand der Anzahl der Tabletten bepreist, sondern anhand des Ausmaßes, in dem das Medikament das Problem des Patienten behoben hat.
  • Michael Shomberg, VP Engineering, Construction and Operations, zeigt, wie ein großer Unternehmer im Mittleren Osten der Herausforderung gegenüberstand, entweder effizienter zu werden oder das Geschäft aufzugeben. Das Unternehmen entwickelte neue Sensoren, die ihm ermöglichten, die Auslastung zu überwachen und zu verbessern. Dank der neuen Entwicklung konnte das Unternehmen pro Jahr 15 Millionen US-Dollar einsparen und so wettbewerbsfähig bleiben.
  • Lori Mitchell-Keller, GM Consumer Industries, demonstriert, wie ein Sensor in der Schuhsohle die Erfahrung des Verbrauchers, des Einzelhändlers sowie des Herstellers revolutionieren könnte. Ein Sprung in der Effizienz könnte zu sinkenden Kosten bei gleichzeitiger Steigerung der Verkaufsprofite als auch der Kundenzufriedenheit führen.
  • Robert Cummings, Leiter der IBU Insurance, präsentiert, wie die Digitalisierung den Dienstleistungsbereich revolutioniert. Er behauptet, dass sich in den nächsten fünf Jahren wahrscheinlich mehr ändern wird als in der 350-jährigen Geschichte der Versicherungsindustrie. Günstige Sensoren und “Hyperconnectivity” erlauben es Versicherern, Risiken zu senken, was gleichzeitig niedrigere Prämien bedeutet. Dies steht im Gegensatz zur historischen Rolle der Versicherer, als die Kosten ganz einfach umgelegt wurden.
  • Falk Rieker, VP Banking IBU, zeigt, wie es ein Kreditinstitut names Kabbage in den USA geschafft hat, die Zeit zur Genehmigung eines Kredits vom Branchendurchschnitt von 20 Tagen auf nur 7 Minuten zu reduzieren. Gleichzeitig zeigt Falk eine Vision auf, wie Banken in Zukunft neue und rentablere Einnahmequellen erschließen können, zum Beispiel End-zu-End-Services beim Kauf des Eigenheims.
  • Mark Lehew, VP Sports & Entertainment IBU, berichtet über die Chancen, die Videos, Sensoren und tragbare Geräte in der Sportindustrie bieten. Diese Technologien könnten dabei helfen, Verletzungen vorzubeugen, das Coaching zu verbessern und das Spielertraining zu personalisieren. Mark erklärt, dass eine Verbesserung in einem dieser Bereiche für einen durchschnittlichen Profisportler, der im Jahr 2,6 Millionen US-Dollar verdient, einen enormen finanziellen Vorteil mit sich bringen kann.
  • Richard Whittington, SVP Media IBU, zeigt, wie die Anbieter von Inhalten ihre Video-Nutzer in die Lage versetzen, selbst den gewünschten Winkel der Kamera zu wählen.

Das Risiko, den Anschluss zu verlieren, ist angesichts eines neuen Paradigmas wie der Digitalisierung real. Seit Eröffnung des S&P 500 Index vor 60 Jahren sind bereits 440 Unternehmen ausgeschieden. Peter Maier, , General Manager für Energy & Natural Resources, ist überzeugt, dass SAP, auch dank der Arbeit der IBUs, „den Kunden nun zeigen kann, wie sie vermeiden, wie die Amazon-Konkurrenz zu enden“. Maier: „Die digitale Transformation endet nicht an Branchengrenzen. Sie eröffnet großartige Chancen innovativer Unternehmensmodelle für unsere Kunden – und ein großes Potenzial für unsere einzigartige Bandbreite an Industrielösungen auf einer einzigen Echtzeitplattform SAP HANA.“

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