Roadmap BI-Software

Feature | 17. November 2010 von Christiane Stagge 0

Mit BI-Software Grafiken und Dashboards erstellen und Prognosen treffen. (Foto: Fotolia)

Software mit Hirn: Dashboards erstellen und Prognosen treffen. (Foto: Fotolia)

Daten aufrufen, analysieren, Prognosen treffen, Verkaufschancen ermitteln – mit BI-Software lassen sich nicht nur Berechnungen aufstellen, sondern auch Was-Wäre-Wenn-Szenarien konstruieren. Auf der TechEd 2010 in Berlin stellte Technik-Vorstand Vishal Shikka die neue Version BusinessObjects BI 4.0 vor. In speziellen Workshops hatten Besucher die Möglichkeit, einen Blick in die Zukunft zu werfen, was das SAP BusinessObjects Portfolio betrifft.

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SAP BusinessObjects BI 4.0

Mit der BI Suite von SAP lassen sich Daten abrufen, aufbereiten und analysieren. Die Software bietet Reportingfunktionen, interaktive Analysen, hypothesengestützte Analysemethoden (OLAP) und Funktionen zur Datenaufbereitung. Eine weitere Besonderheit: Nutzer können sich nicht nur Daten in tabellarischer Form anzeigen lassen, sondern auch interaktive Dashboards und Grafiken erstellen.

Die neue Version 4.0 zeichnet sich durch eine hohe Performance aus, denn sie ist für 64-Bit-Hardware vorgesehen. Laut SAP lässt sich die Software nun noch einfacherer in SAP NetWeaver Business Warehouse integrieren. BusinessObjects BI 4.0 läuft auf heterogenen Plattformen und Datenbanken. Die Software wird mehrsprachig: So ist die Version 4.0 nicht nur in Englisch, sondern auch in anderen Sprachen erhältlich.

Auch in der Bedienung hat sich einiges getan: Die Menüführung soll noch einfacher und intuitiver sein, so dass beim Releasewechsel das Personal nur wenig beziehungsweise kaum geschult werden muss. Tabellen werden in mehreren Farben ausgeliefert, so dass Anwender auf einem Blick erkennen, aus welcher Quelle die Daten stammen.

Mit dem Information Designer Tool können mehrere Datenquellen abgerufen werden. Das ermöglicht einen schnelleren Zugriff auf die benötigten Informationen.

Eine Neuerung für Admins: Das Plattform-Monitoring ist integriert. Verbesserungen soll es laut SAP auch im System-Monitoring und in den Audits geben. BusinessObjects BI 4.0 kann zudem in die Business Suite integriert werden.

BusinessObjects BI besteht aus Crystal Reports, Web Intelligence, Dashboards, BI Launch Pad und BI Workspace.

Mit Crystal Reports lassen sich interaktive Berichte erstellen und Was-Wäre-Wenn-Szenarien konstruieren. In der neuen Version taucht an der Seite die Ribbon Bar in der Bedienoberfläche auf. Alle Abfragen werden jetzt in einem einheitlichen Design dargestellt. Wichtig für global agierende Unternehmen: Die Reports werden automatisch in die jeweilige Landessprache übersetzt.

Web Intelligence ist mit neuen Charting-Funktionen und einer Toolbar ausgestattet. Außerdem bietet die neue Version erweiterte Interaktivitätsfunktionen für Ad-hoc-Analysen.

BusinessObjects Dashboards erhalten jetzt ein einheitliches Design.

Im BI Launch Pad gibt es verbesserte Filter- und Suchfunktionen, die lästiges Scrollen überflüssig machen sollen. Dank verbesserter Navigation ist es jetzt möglich, mit mehreren Dokumenten gleichzeitig zu arbeiten.

Upgrade auf Version 4.0

In seinem SDN-Blog gibt Greg Myers Tipps für das Upgrade auf BusinessObjects BI 4.0. Wenn eine Firma noch die alten Versionen XIr2 oder XI3.x im Einsatz hat, hilft der Upgrade Manager beim Releasewechsel. Laut Myers ist in Version 4.0 das Auditing Schema neu. Das bedeutet, dass alte Daten nicht ins neue Schema übernommen werden. Mit der neuen Version müssen Admins also das Auditing neu beginnen.

Roadmap: SAP BusinessObjects Enterprise Performance Management (EPM)

BusinessObjects EPM ist die Software für Strategiemanagement, Kostenmanagement, zur Steuerung der Lieferkette (Supply Chain) sowie für Planung und Konsolidation.

Mit Hilfe der Software lassen sich beispielsweise die Erfolge einer Marketingkampagne messen, Business-Pläne erstellen, Kontostände abgleichen, Ausgaben analysieren oder die Leistung einer Lieferkette messen (Supply Chain Performance Management).

Zur Zeit ist BusinessObjects EPM in der Version 7.5 verfügbar und lässt sich in BusinessObjects BI, NetWeaver BW und ERP Applikationen integrieren. Die Ansicht erfolgt über InfoView, SAP Portal, Enterprise Portals und Browser. BusinessObjects EPM unterstützt Web Intelligence, BusinessObjects Analysis, Crystal Reports, Crystal Dashboard Design (ehemals Xcelsius), BusinessObjects Explorer und Microsoft Office.

BusinessObjects EPM soll künftig als eine In-Memory-fähige Suite eingesetzt werden können, die das Finanzwesen und die operativen Geschäfte unterstützt. Sie soll problemlos an BusinessObjects BI, BusinessObjects GRC und Business Suite mit einem harmonisierten UI integriert werden können. Geplant sind außerdem ein einheitliches Web User Interface sowie ein gemeinsames EPM Add-in für Microsoft Office.

Außerdem sollen weitere Funktionen wie Financial Information Management, Process Controll und Risk Management hinzukommen. Langfristig werden Funktionen aus BusinessObjects EPM auch on Demand zur Verfügung stehen. Mobile Versionen sind ebenfalls geplant.

Bisher lässt sich BusinessObjects EPM in Business Suite und NetWeaver integrieren. Künftig sollen auch diejenigen die BI-Software nutzen können, die kein SAP im Einsatz haben.

Roadmap BusinessObjects Strategy Management

Die Software wird mit einem harmonisierten Web User Interface ausgestattet. Außerdem soll die neue Version einheitliche SAP-Produktstandards unterstützen. Geplant ist ein EPM-Add-in für Microsoft Office. Die Wertungslisten-Verwaltung soll verbessert werden. Zusätzlich wird die Software mit flexiblen Kaskadierungs-Konfigurationen und Scorecard-Konfigurationen ausgestattet sein.

Ausblick: SAP BusinessObjects Planning and Consolidation Version for SAP NetWeaver

Im neuen Release sind  SAP Master Data Governance for Financials und SAP BusinessObjects Risk Management integriert. Auch Microsoft Office 2010 wird künftig unterstützt. Das Erstellen und Verwalten von Reports soll vereinfacht und die Sicherheit erhöht werden. Neuerungen wird es auch im Bereich Planung und Szenario-Planung sowie in den automatisierten Performance-Analysen geben.

Vorschau: SAP BusinessObjects Planning and Consolidation, Version for Microsoft Platform

Auch die für Microsoft-Systeme optimierte Version ist mit einem harmonisierten Web User Interface ausgestattet und unterstützt einheitliche SAP-Produktstandards und Office 2010-Funktionen. Demnächst laufen Performance Analysen automatisch ab. Die neue Version unterstützt Unicode und 64-Bit-Hardware. Auch VMWare und Microsoft Technologien werden künftig unterstützt.

Plan: SAP BusinessObjects Financial Consolidation

Für künftige Releases soll  die Integration in die Business Suite verbessert werden, insbesondere was Master Data Integration, Financial Information Management und Masterdata Governance for Financials betrifft. Für die Veröffentlichung von Berichten und Grafiken wird es Verbesserungen in den XBRL Publishing Capabilities geben.

Roadmap: SAP BusinessObjects Profitability und Kostenmanagement

Die Software wird stets die aktuellste Version der Datenbank und des Betriebssystems unterstützen. Das Release beherrscht künftig das integrale Rechnungswesen. Kosten können übersichtlicher visualisiert und dargestellt werden. Sämtliche Ergebnisse lassen sich zu CSV-Dateien exportieren. Ein Client ermöglicht den Zugang von verschiedenen Umgebungen.

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1 comment

  1. Interessent

    ■BI-Software zum kostenlosen Download

    ist nicht (mehr) ganz richtig ! Die “Kampagne” wurde beendet….

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