Soccer team in a huddle

WEIG-Gruppe: Neue Geschäftsmodelle mit SAP S/4HANA

Feature | 20. September 2016 von Andreas Schmitz 55

Bei der mittelständischen WEIG-Unternehmensgruppe wird eine durchgängige Plattform neue Geschäftsmodelle auf allen Ebenen der Wertschöpfung möglich machen. Die technische Basis hierfür liefert SAP S/4HANA.

Altpapier sammeln, daraus Verpackungskarton oder Gipskarton fertigen und bedruckte Kartonverpackungen liefern: Das ist das Kerngeschäft der WEIG-Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Mayen bei Koblenz und einem zweiten Standort in Südamerika. Während Gipswerke weltweit den von WEIG gefertigten Gipskarton als stützende Hülle der Gipsplatte beziehen, sind der Verpackungskarton und die Verpackungen eher regional bezogene Produkte.

Digitale Transformation als Chance für erweiterte Geschäftsmodelle

Mit der digitalen Transformation kommen neue Herausforderungen auf die WEIG-Gruppe zu. „Transparenz verbindet sich mit Individualität und Verlässlichkeit“, lautet das Credo der WEIG-Gruppe. Digitale Technologien bringen das Unternehmen noch ein Stück näher an ihren Unternehmensleitspruch. Denn sie ermöglichen WEIG, Produkte künftig kundenindividuell zu fertigen und die digitalen Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette noch transparenter zu machen. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit, Kunden, Lieferanten und Partner mit in die Prozesse einzubeziehen und neue Optimierungspotenziale zu identifizieren. SAP Fiori-Apps mit ihrer anwenderfreundlichen Oberfläche sollen dabei künftig die Schnittstellen bilden.

Schnellere Entscheidungsfindung in der WEIG-Gruppe wie auch hin zu den Kunden verspricht sich der Leiter der IT Applikationen Marco Schüller von der neuen IT-Plattform. Sie basiert auf SAP S/4HANA und soll Kunden künftig ermöglichen, selbst neue Aufträge zu platzieren oder Lagerbestände einzusehen.

Go Live für SAP S/4HANA 1610 im Dezember 2016 geplant

Im ersten Schritt nahm die WEIG-Unternehmensgruppe bereits Anfang Juli 2016 die Finanz- und Einkaufsprozesse auf Basis von SAP S/4HANA in Betrieb. Deren Grundlage war SAP S/4HANA 1511. Doch die WEIG-Gruppe nimmt bereits am Beta-Programm für das neue On-Premise-Release 1610 teil, das im Oktober 2016 ausgeliefert wird. „Das wird uns den technischen Weg ebnen, als Plattformanbieter auftreten zu können“, ist Schüller überzeugt, der besonders auf das „Extended Warehouse Management“ gespannt ist und durch die Echtzeitverarbeitung auf Basis des neuen Datenmodells eine große Transparenz der logistischen Prozesse erwartet. Ein weiterer Vorteil wird sein, dass SAP Fiori-Apps über ihre anwenderfreundliche Oberfläche zur neuen Schnittstelle zwischen Vertrieb, Produktion und Kunden werden können. „Kunden bekommen über die SAP Fiori-Apps Zugang zum System – etwa um neue Aufträge einzugeben oder Lagerbestände einzusehen“, so Schüller. Er plant, bereits im Dezember 2016 mit dem neuen Release SAP S/4HANA 1610 live zu gehen.

WEIG-Gruppe: Neue Geschäftsmodelle mit SAP S/4HANA

SAP als Umsetzungspartner: Nähe zu Entwicklern

Das Risiko, einer der ersten Kunden weltweit zu sein, die das neue Release einsetzen, hält Schüller für beherrschbar. Für die Konvertierung des bestehenden ERP SAP ECC 6.0 hin zu SAP S/4HANA 1511 hatte der Kunde bereits eine Entscheidung getroffen, die sich im Nachhinein als richtig erwiesen hat: „Wir machen den Wechsel direkt mit SAP.“

Das Risiko, einer der ersten Kunden weltweit zu sein, die das neue SAP S/4HANA Release einsetzen, hält Weig für beherrschbar.

Zu Gute kamen ihm hier die neuen SAP S/4HANA Value Assurance Service Pakete der SAP-Geschäftseinheit Digital Business Services. Sie ermöglichen eine schnelle und effiziente Bereitstellung von SAP S/4HANA und sichern die Grundlage für die Einführung zukünftiger Innovationen. Denn sie decken alle Projektphasen und Einführungsszenarien für SAP S/4HANA ab. Dazu zählen Systemumstellung, Änderung der IT-Landschaft und Neuimplementierungen sowie sämtliche Betriebsmodelle: lokal (On Premise), in der Cloud und in einer hybriden Umgebung. Entwickelt wurde das Angebot „SAP S/4HANA Value Assurance Service Pakete“, um Kunden zu helfen, auf eine digitale Plattform umzusteigen, mit der sie ihre Unternehmensabläufe grundlegend verändern können. Mit den Servicepaketen steht ihnen das gesamte Know-how zur Verfügung, das der Bereich Digital Business Services und das umfassende Partnernetzwerk bieten.

Der 15-köpfige IT-Bereich bekam im gesamten Prozess vom Aufbau einer isolierten Testumgebung über die Erprobungsphase im Entwicklungssystem bis hin zur Liveschaltung im Produktivsystem Unterstützung von SAP. 

Sandbox, Entwicklungssystem, Go Live: Die dreistufige Einführung von SAP S/4HANA 1511

„Wir haben ein isoliertes System aufgebaut und daran geübt, wie man unser System aus der alten ERP-Welt auf SAP S/4HANA konvertieren kann“, erläutert Schüller das Prinzip der Sandbox. Darin eingeschlossen ist ein Prüfprogramm von SAP, das den Custom Code und die kundenspezifischen Einstellungen daraufhin testet, ob sie auch in der SAP S/4HANA-Landschaft tadellos funktionieren würden. „Die Customer-/ Vendor-Integration, also die Zusammenführung von Kunden und Lieferanten, hat zwar nicht auf Anhieb funktioniert“, berichtet Schüller, doch über SAP S/4HANA Value Assurance hat er bei diesem und vergleichbaren Problemen während der Konvertierung umgehend Unterstützung von SAP bekommen. „Der Vorteil liegt im direkten Draht zum Entwickler bei SAP“, erläutert Schüller, „das beschleunigt die Lösung von Problemen enorm.“

weig_grafik

Was waren die Ursachen für den Wechsel zu SAP S/4HANA? Schüller erinnert sich: „Die Performance des alten ERP-Systems SAP ECC 6.0 hatte nicht gestimmt und das SAP Business Warehouse lieferte Zahlen erst mit großem Verzug. Deshalb stellten wir uns die Frage, ob man nicht besser auf die von SAP strategisch fokussierte Lösung SAP S/4HANA wechseln sollte.“ Schon während der Sandbox-Phase verbrachte das Projektteam der WEIG-Gruppe zwei Tage pro Woche mit SAP-Experten. Innerhalb von sechs Wochen entstand ein Blueprint für die Finanz-, Controlling- und Materialmanagement-Prozesse im künftigen System. Das Entwicklungssystem basierte bereits auf den neuen Erkenntnissen. „Das haben wir zwei Wochen betrieben, ehe wir innerhalb von einem Wochenende im Produktivsystem live gehen konnten“, erinnert sich Schüller an die insgesamt fünf Monate dauernde Einführung von SAP S/4HANA 1511.Für die nächsten Schritte in der Roadmap (siehe Grafik) stellt sich Schüller eine ähnlich enge Absprache mit SAP vor. Dabei komme ihm entgegen, dass die WEIG-Unternehmensgruppe als Mittelständler schnell und flexibel Entscheidungen treffen kann. Nur so ist auch denkbar, dass die gesamte Produktion im Unternehmen bereits 2018 auf SAP S/4HANA umgestellt sein soll.

Weitere Informationen

Erfahren Sie mehr über unsere kostenlose Webseminarreihe.

Sie können SAP S/4HANA zudem hier kostenfrei testen.

Die folgende Broschüre enthält die wichtigsten Informationen über den “Weg zu SAP S/4HANA“. Bitte klicken Sie auf das folgende Bild.Aufmacher-S4-Bröschüre

Tags: , , ,

Leave a Reply