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Wenn das Auto mehr kann als der Fahrer

Feature | 22. September 2015 von Stephan Brand 0

Das Internet der Dinge leitet ein neues, digitales Zeitalter ein. Die größten Möglichkeiten für die Automobilindustrie bietet das vernetzte Fahrzeug. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt präsentiert die SAP ihre Mobilitätslösungen.

Jede Sekunde werden Verbindungen hergestellt – zwischen Unternehmen und Kunden, Unternehmen und Maschinen, Kunden und Maschinen. Das Potenzial dieses symbiotischen Datenaustauschs ist so riesig, dass Branchen damit beginnen, ihre Produkte und Services zu überdenken. Die Automobilindustrie befasst sich mit folgenden Aspekten beim Internet der Dinge:

  1. Senden und Empfangen von Daten
  2. Ökonomische Speicherung von Big Data
  3. Analysen und Services für Big Data
  4. Entwicklung neuer Geschäftsmodelle
  5. Aufbau von Plattformen als Daten- und Dienstleistungsmärkte

Für Unternehmen ist es notwendig, sich mit ihren Services vom Wettbewerb abzuheben – vor allem in der Fertigungsbranche. Zudem können neu angebotene Dienstleistungen Unternehmen neues Leben einhauchen. Besitzer von Fuhrparks, Gabelstaplern, Landmaschinen und Nutzfahrzeugen möchten, dass ihre Fahrzeuge so effizient wie möglich genutzt werden. Das Leiten und Organisieren von großen Fuhrparks bedarf hoher Transparenz. Hier kommen die vernetzten Fahrzeuge ins Spiel.

Das vernetzte Fahrzeug – ein Schwamm

In vernetzten Fahrzeugen steckt viel mehr als nur die Fähigkeit, geradeaus zu fahren. Die heutigen Fahrzeuge haben einen 360-Grad-Rundumblick und können jegliche Informationen ihrer Umwelt wie ein Schwamm aufsaugen – so auch die Beschaffenheit des Bodens, sei es Asphalt, Erde oder ein Getreidefeld. Das vernetzte Fahrzeug liefert nicht nur wertvolle Informationen, das Fahrzeug selbst trägt ebenso einen hohen Wert in sich.

Inwieweit liefern diese Fahrzeuge einen Return on Investment? Hier sind einige Beispiele für verschiedene Fahrzeugtypen und die Szenarien, die sich durch die Vernetzung realisieren lassen:

  • Für Firmenwagen:
    • Kosten für Benzin, Reifen, Service und Wartung senken
    • Mobilitätsmix für Mitarbeiter durch besseres Verständnis der Fahrgewohnheiten verbessern
    • Wertvolle Einblicke in die Nutzung der Autos als mobile Vermögenswerte gewinnen
    • Mit SAP Vehicle Insights können Fuhrparkbetreiber ihre Flotte optimal verwalten.
  • Für gewerblich genutzte Fahrzeuge:
    • Fahrstrecken zu den einzelnen Produktionsstätten optimieren
    • Die Navigation im Hinblick auf interne Hindernisse wie Tore und Baustellen verbessern
  • Für Gabelstapler:
    • Echtzeit-Überblick über den Status der Gabelstapler-Flotte erhalten
    • Als Fuhrparkbetreiber Service-Level-Effizienz für Wartung und Reparatur steigern
  • Für landwirtschaftliche Fahrzeuge:
    • Daten aus verschiedenen Quellen auf einer einzigen Plattform integrieren und damit dem Landwirt einen zentralen Überblick ermöglichen
    • Anwendungen und Dienstleistungen schneller entwickeln und bereitstellen
    • Eine gemeinsame Datenplattform für alle Geschäftsprozesse zwischen Orginalteileherstellern, Lieferanten und Kunden bereitstellen

Das Fahrzeug über die Cloud vernetzen

Das vernetzte Fahrzeug ist ein dynamisches Konzept mit breit gefächerten Anwendungsoptionen. Die SAP-HANA-Cloud-Plattform bietet eine Plattform für jedes vernetzte Fahrzeug. Nutzer können sie verwenden, um Fahrzeugdaten zu sammeln und, was noch wichtiger ist, um Schwachstellen zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Die SAP liefert mit ihrer Technologie und Software die Basis, auf der sich Anwendungen und Dienstleistungen aufbauen lassen.

Man denke dabei nur an telematische Sensordaten. Fahrzeugdaten werden in Echtzeit über ein mobiles Netzwerk auf die SAP-HANA-Cloud-Plattform übertragen. Sobald sich alle relevanten Daten auf der Plattform befinden, wird ein ganzes Spektrum an Analysen durchgeführt. Erweiterte Analysen kombinieren die Telematik mit Prozess- und Geschäftsdaten aus Produktions-, Logistik-, CRM-, Handels-, Garantie- oder Versicherungssystemen im Backend. Die SAP nutzt ihre jahrzehntelange Erfahrung mit der Anwendungsentwicklung und bietet eine Geschäftsplattform als Service, auf der Unternehmen eigene Apps entwickeln können. Sie können sie sich mit ihren Services vom Wettbewerb aheben, die Endkunden besser verstehen und ihnen passgenaue Leistungen anbieten sowie Erkenntnisse gewinnen, die zu weiteren Innovationen führen. All diese Vorteile gelten nicht nur für die Automobilbranche – dieses Szenario lässt sich auf zahlreiche Branchen übertragen, bis hin zu Versicherungsunternehmen oder landwirtschaftlichen Betrieben.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf SAP Business Trends veröffentlicht.

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Bildquelle: Shutterstock

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