Wertschöpfung durch M2M

28. Februar 2014 von Claudia Linke 0

Foto: shock/Fotolia

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Die auf dem Mobile World Congress 2013 besiegelte Partnerschaft setzt auf die Kooperation mit Netzbetreibern wie Telenor, um den Machine-to-machine-Markt (M2M) voranzutreiben und das ganze Potenzial der vernetzten Gesellschaft auszuschöpfen. Als Schwerpunkt haben sich Ericsson, SAP und Telenor Connexion die vorbeugende Wartung von Industrieanlagen und Maschinen gesetzt und verfolgen dazu mehrere Projekte mit verschiedenen multinationalen Kunden.

Durch M2M-Vernetzung entstehen Big-Data-Bestände, die – wenn sie in Echtzeit verarbeitet werden – das Potenzial bergen, Geschäftsmodelle zu revolutionieren. Die vorbeugende Wartung schafft durch zweckgerichtete Datensammlung die Grundlage für systematisches Lernen, um die Konstruktion und Zuverlässigkeit von Produkten zu verbessern, Betriebsabläufe effizienter zu gestalten, Serviceeinnahmen zu erhöhen und nicht zuletzt die Kundenzufriedenheit zu steigern.

Vernetztes Cloud-Angebot gegen die Komplexität

In einer immer dichter vernetzten Welt müssen sich Netzbetreiber neue, innovative Einnahmequellen erschließen, indem sie Entwicklungen in anderen Branchen aufgreifen und sich als zentrale Akteure in der Cloud positionieren.  Gleichzeitig stehen zukunftsorientierte Unternehmen, die M2M-Lösungen implementieren möchten, vor dem Problem, sich mit verschiedensten Anbietern befassen zu müssen, um Komplettangebote mit geeigneter weltweiter Netzabdeckung zu finden. Durch ihre Kooperation können Ericsson, SAP und Telenor Unternehmen ein vernetztes Cloud-Angebot machen, das diese Komplexität beseitigt.

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Außerdem wurde eine gemeinsame Smart-Metering-Lösung für Versorgungsunternehmen auf der Basis von Ericsson Device Connection Platform, Ericsson BSS und Service Enablement sowie SAP-HANA-Analysefunktionen entwickelt, mit der Unternehmen neue vernetzte Geschäftsmodelle realisieren und die betriebliche Effizienz steigern können. Gartner sieht das Potenzial einer jährlichen Einnahmensteigerung von 2,01 Milliarden US-Dollar, wenn ein durchschnittliches Fortune-1000-Unternehmen die Nutzbarkeit seiner Daten um nur 10 % steigern würde.

Simon Paris, President Global Strategic Industries bei der SAP: „Unternehmen aus allen Branchen arbeiten daran, einen konkreten Nutzen aus dem Internet der Dinge zu ziehen. Echtzeiteinblick in Verbindung mit fortgeschrittenen prädiktiven Funktionen wird es Unternehmen erleichtern, Veränderungen vorherzusehen und sich an ständig wechselnde Bedingungen anzupassen. Dies verleiht ihnen die nötige Flexibilität, um am heutigen Markt bestehen zu können. Die SAP ist bestrebt, ein Netzwerk von Netzbetreibern und anderen Akteuren zu knüpfen, damit Unternehmen aus allen Branchen sich den Nutzen des Internet der Dinge und dadurch neue Einnahmequellen und Geschäftsmodelle erschließen können.

Mobile: Bis 2020 werden 50 Milliarden Geräte vernetzt sein

Douglas Gilstrap, Head of Strategy bei der Ericsson Group: „Dank dieser End-to-End-Lösung, die das Know-how und die Kanäle der SAP mit dem führenden Technologie- und Serviceangebot von Ericsson kombiniert, können Betreiber von der Effizienz einer vernetzten Gesellschaft profitieren.  Das spontane Interesse der Kunden bestätigt unsere Einschätzung, das bis 2020 50 Milliarden Geräte vernetzt sein werden, was neben anderen Vorteilen in einer reibungsloseren, schnelleren Geschäftsabwicklung resultieren wird.“ Per Simonsen, CEO von Telenor Connexion: „Nicht nur wir sehen erhebliche Einsparungen durch die Nutzung von Echtzeitdaten aus vernetzten Produkten. Dadurch können Unternehmen neue Geschäftsmodelle konzipieren und ihr Angebot stärker auf Services ausrichten.“

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