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Wie die Parkplatzsuche zum Vergnügen wird

Feature | 15. Januar 2016 von Michael Zipf 0

Mit SAP Vehicles Network lässt sich der Autoverkehr in den Städten reduzieren. Das senkt den Kohlendioxid-Ausstoß und schont die Nerven der Autofahrer.

Zum dritten Mal rollt der blaue Mittelklassewagen jetzt langsam die Straße entlang. Die Parkhäuser sind heute, am Samstag, bereits vollbesetzt und am Straßenrand macht kein Autobesitzer Anstalten, einen Parkplatz zu räumen.

In amerikanischen Städten fahren die Autofahrer im Schnitt acht Minuten suchend umher, bis sie einen geeigneten Parkplatz gefunden haben. Schätzungen gehen davon aus, dass die Parkplatzsuche für rund 30 Prozent der Verkehrsstaus und den entsprechenden Benzinverbrauch samt CO2-Ausstoß verantwortlich ist. Was wäre, wenn man seinen Abstellplatz vorab in einem für die geplanten Einkäufe gut gelegenen Parkhaus reservieren könnte?

Man kann. Mithilfe von SAP Vehicles Network. Mit dem neuen Cloud-Angebot können Unternehmen ihren Kunden durchgängige Fahrzeug- und Mobilitäts-Services anbieten, unabhängig vom Geräte- oder Fahrzeugtyp. SAP Vehicles Network ermöglicht es Autofahrern in Nordamerika, über digitale Bezahldienste oder per App Daten aus dem Internet der Dinge zu teilen, Zapfsäulen zu aktivieren, direkt an der Zapfsäule zu bezahlen, einen Parkplatz zu reservieren, Schranken zu Privatparkflächen zu öffnen und an gebührenpflichtigen Parkplätzen zu bezahlen.

SAP Vehicles Network nutzt die Möglichkeiten der SAP HANA Cloud Platform für das Internet der Dinge und bietet teilnehmenden Unternehmen und Partnern die Möglichkeit, neuartige Mobilitätsdienste und -Apps für Verbraucher zu entwickeln. So können Autofahrer noch mehr von mobilen und standortdatenbezogenen Services profitieren. Dieses neue, durchgängig digitale und mobile Benutzererlebnis erstreckt sich über die gesamte Fahrt und unterstützt die Fahrer sogar vor und nach ihrer Reise. Darüber hinaus bekommen App-Anbieter und Automobilhersteller mit SAP Vehicles Network in Schlüsselmärkten Zugang zu zehntausenden Parkgaragen und Tankstellen mit mobiler Bezahlmöglichkeit. So können sie Fahrern und Mitfahrern durch „digitale Brieftaschen“ und Apps von Drittanbietern ein integriertes digitales Erlebnis bieten, das alle Vorgänge rund um das Autofahren erleichtert.

Alleine in den USA gibt es mehr als 100.000 Parkhäuser mit Millionen von Parkplätzen. Ein Großteil wird von wenigen Parkhaus-Betreibern verwaltet. Ihnen ermöglicht die Technologie, in Echtzeit auf Kundenanforderungen zu reagieren und die Umsätze zu erhöhen: Wenn ein Autofahrer vorab einen Parkplatz direkt neben seinem Ziel buchen kann, spart ihm das Zeit und ermöglicht ihm eine stressfreie Anreise. Dafür müsste er aber bei der Parkgebühr eine Art „Bequemlichkeitszuschlag“ bezahlen.

SAP kooperiert bereits mit führenden Anbietern von Parkplatzreservierungen, darunter ParkWhiz und ParkingPanda, damit Fahrer schnell und effizient Parkplätze in der Gegend ihrer Wahl finden. Nach Abschluss erfolgreicher gemeinsamer Innovationsprojekte mit Unternehmen wie Volkswagen, Shell, VeriFone, Toyota und BMW hat SAP Partnerschaften mit Samsung Pay, Fidelity National Information Services (FIS), Zipline und P97 geschlossen, um zudem Lösungen für mobiles Bezahlen an der Zapfsäule zu entwickeln.

„Mit der SAP HANA Cloud Platform (SAP HCP) stellen wir unseren Kunden und Partnern eine offene Plattform zur Verfügung. Durch ein nahtloses, digitales Erlebnis bringt SAP damit die digitale Wirtschaft voran“, sagt SAP-Entwicklungsvorstand Bernd Leukert. Und schont so die Umwelt – und die Nerven der Autofahrer.

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Foto: Shutterstock

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