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Wie ein Startup arbeiten

29. Januar 2015 von Kieran O’Connor 0

SAP Cloud for Planning gilt als EPM-Software der nächsten Generation. Entwickelt wurde die Cloud-Planungslösung von Gerrit Kazmaier und seinem Team. Passend zu den Anforderungen der Cloud-Produkte führen sie anstatt eines klassischen Ramp-ups eine schrittweise Markteinführung im ersten Quartal 2015 durch.

Gerrit Kazmaier scheint in diesen Tagen alles zu gelingen. Sein Entwicklungsteam SAP HANA Spatial war einer der Gewinner des ersten Hasso Plattner Founder‘s Award. Zudem ist er Development Manager von SAP Cloud for Planning, einem bevorstehenden Release der Software SAP Enterprise Performance Management (EPM). Wie ein Startup strotzt sein Team nur so vor Unternehmergeist und Energie. Die Cloud-Planungsanwendung, die ab dem 2. Februar erhältlich ist, basiert auf SAP HANA und gilt bereits als EPM-Software der nächsten Generation.

Gerrit Kazmaier, Development Manager von SAP Cloud for Planning: „Wir müssen handeln wie ein Startup.“

Gerrit Kazmaier, Development Manager von SAP Cloud for Planning: „Wir müssen handeln wie ein Startup.“

Kazmaier erklärt: „In der Beta-Phase haben wir etablierten Partnern in Nordamerika eine Testversion der Lösung bereitgestellt. Dazu gehörten unter anderem Deloitte und TruQua. Unsere Partner waren sofort begeistert und haben uns detailliertes und hilfreiches Feedback gegeben. Auch eine ausgewählte Gruppe von Kunden erhielt einen Einblick. Bei der SAP Conference for EPM in Chicago ließen wir die Bombe dann endgültig platzen und sorgten mit dem Preview für viel Aufregung in der Branche.”

Trotz der offensichtlichen Vorzüge des Produkts fällt besonders Kazmaiers Arbeitsweise auf. Er konzentriert sich voll auf sein Team und treibt das Projekt schnell und energisch voran. „Unsere Wettbewerber sind junge, kreative Firmen – um gegen sie eine Chance zu haben, müssen wir handeln wie ein Startup“, betont er.

Kein klassisches Ramp-Up-Verfahren

Kazmaier ist hochmotiviert. Außerdem hat er diesen Hyper-Antrieb, der in der Cloud-Entwicklung benötigt wird. Nach dem Ramp-up befragt, antwortet er: „Wir bauen eine Pipeline auf. Aber wir machen keinen klassischen Ramp-up. Meiner Meinung nach bedeutet Ramp-up: Ich bin noch nicht fertig und ich brauche eine Verlängerung meiner Entwicklungs-Deadline. Das passt nicht zu den Anforderungen der Cloud-Produkte. Anstatt eines speziellen Ramp-ups führen wir dann eine schrittweise Markteinführung durch.“

Und das Produkt? Es ist ein hochkarätiges Release, das den Auftrag hat, eine neue Welt der Analysen zu kreieren und Cloud-Analyseanwendungen zu definieren, die allesamt auf SAP HANA basieren – und für diese Lösungen verantwortlich zu sein.

Anwenderfreundliches Design steht an erster Stelle
SAP macht in puncto Design und Benutzerfreundlichkeit einen großen Schritt nach vorn (Ausschnitt aus SAP Cloud for Planning

SAP macht in puncto Design und Benutzerfreundlichkeit einen großen Schritt nach vorn (Ausschnitt aus SAP Cloud for Planning

„Keiner hätte geglaubt, dass die SAP in puncto Design und Benutzerfreundlichkeit einen so großen Schritt nach vorn machen könnte. Wir gehen mit gutem Beispiel voran und machen die Dinge einfacher“, sagt Kazmaier. Der Komplexität, die mit diesem Geschäft verbunden ist, begegnet das Team auf intelligente Weise. Es beobachtet Personen bei ihrer Arbeit und untersucht, wie sie interagieren. Welche Tools nutzen und bevorzugen sie? Welche Schwierigkeiten haben sie mit diesen Werkzeugen? Zusammenarbeit und anwenderfreundliches Design stehen an erster Stelle. Dies sei unerwartet für viele, denn die meisten Nutzer würden SAP-Software immer noch als kompliziert ansehen, sagt Kazmaier. Ihnen falle es schwer zu glauben, dass die SAP einen neuen Schwerpunkt habe und hier so kompromisslos sei.

Kazmaier: „Die Analysten waren erstaunt als sie die Demo sahen. Bei einer Pressekonferenz in Chicago fragten wir einen der einflussreichsten Analysten, wie die Zukunft des EPM aussehen würde. Und er sagte, sie sähe ziemlich genau aus wie das, was wir gerade in der Präsentation gesehen hatten. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Eine Startup-Kultur schaffen

Für Kazmaier ist es wichtig, eine Startup-Kultur zu schaffen, und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. „In der Entwicklung streben wir das an. Wir agieren nicht als eine separate Einheit, sondern wir holen Marketing, Sales und Presales ins Boot und pflegen enge Beziehungen zu jeder anderen Abteilung. Es ist die Art von Engagement, die man in einem kleinen Unternehmen vorfinden würde. Wir machen uns mit allen Aspekten der Wertschöpfungskette vertraut, bauen stabile Beziehungen auf und knüpfen ein enges Netzwerk. So entsteht das Vertrauen, das in einem Siegerteam so wichtig ist. In Anbetracht der Unterstützung, die wir erhalten haben, muss ich einräumen, dass es einfach ist, etwas Großes zu schaffen, wenn man auf den Schultern von Riesen steht.“

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Bildquelle: Shutterstock

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