„Windows 8 verdrängt Android“

17. Juli 2012 von Andreas Schmitz 0

Gotthard Tischner, Vorstand des SAP-Partners und BI-Beratungshauses cundus AG

Herr Tischner, Ihre iPad-App cNews hat auf der Cebit 2012 den zweiten Platz in der SAP-Partner-Appiade gewonnen. Was hat sich seitdem getan?

Neu ist, dass sich jetzt Dokumente und aktuelle Daten selbst aktualisieren. Das besondere: Arbeitet ein Kollege abends an einem Dokument, ist es auch für die anderen sofort auf dem iPad einzusehen. Morgens kommt es einem vor, als hätte einem jemand das Dokument in die Aktentasche gesteckt. Grundsätzlich ist die App dafür da, Informationen für Entscheider so aufzubereiten, dass sie nicht nur auf einen Blick auf dem Schirm sind, sondern auch mit Kommentaren versehen werden können. Pdfs werden zu interaktiven Dokumenten und enthalten Diskussionen zu Sachverhalten. Zudem gibt es eine Push-Funktion: Dokumente sind offlinefähig.

Das Ganze funktioniert, ohne das Reporting neu aufzusetzen…

Genau. Management-, Vertriebsberichte und andere Dokumente liegen heute schon als Power Point, PDFdf oder in Business Objects Crystal Reports vor – monats-, wochen- oder tagesaktuell.

Wichtig ist, dass die App exakt in die SAP-Welt passt…

Bis Ende 2012 wollen wir die Software durch den SAP Zertifizierungsprozess bringen. Dafür wird die App getestet, in Hinsicht auf die Vollständigkeit der Dokumentation und die technischen Funktionen. Die Zertifizierung ist die Vorraussetzung damit die cundus-App auch in den Appstore der SAP aufgenommen werden kann.

Marktforscher von Forrester Research haben nicht nur herausgefunden, dass 85 Prozent der Führungskräfte bis 2012 Apps für Tablets und SmartPhones für Ihre Entscheidungsfindung einsetzen, sondern auch, dass 33 Prozent aller BI-Anfragen mobil gestellt werden. Der Markt der Apps ist vor allem einer für Business Analytics und Business Intelligence. Doch es gibt Hürden…

Ganz klar: Sicherheitsbedenken sind die Bremse, nicht nur bei den Entscheidern, besonders in der IT-Abteilung. Die Benutzergruppen, die iPads nutzen oder mit iPad arbeiten sollen, sind in der IT-Struktur gering vertreten. Die Herausforderung besteht darin, das zu ändern. Dazu bedarf es allerdings eines Umdenkens. T-Systems ist beispielsweise inzwischen so weit, ein Device Management – übrigens auf Grundlage der SAP Software Afaria – per Cloud als einfachen Service anzubieten.

Aktuell dominiert das iPad den Tablet-Markt. Sind hier auch die meisten Apps für den Business-Bereich zu erwarten?

Im Moment liegt das iPad ganz klar in Führung. Das iPad ist seit 3 Jahren am Markt und hat schon einen sehr guten Reifegrad erreicht. Die IT-Abteilungen in den Unternehmen können jedoch heute noch besser mit Geräten umgehen, die in den Security-Ansprüchen einem Laptop nahekommen, und das sind die kommenden Windows-8-Tablets. In den kommenden ein bis zwei Jahren wird es hier mit Windows 8 noch einmal einen wichtigen Schub geben. Zudem ist für die Unternehmen im Rahmen der TCO Diskussionen  der reine Anschaffungspreis der Tablets nicht das wichtigste Entscheidungskirterium. Wichtig ist eine gute Integration in die vorhandene Infrastruktur und Anwendungslandschaft.

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