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„Wir erarbeiten für jeden Kunden die perfekte Datenbankstrategie“

6. Mai 2013 von Anja Paschke-Hess 0

Big Data kann für viele Unternehmen ein Katalysator für neue Geschäftsmodelle sein. Warum der Einstieg ganz leicht ist, erklärt Mathias Kaldenhoff, Leiter Solution Business Development (CoE) von SAP.
Sie sind noch nicht lange bei SAP, kennen daher die Außensicht. Schildern Sie uns doch bitte Ihre früheren Eindrücke zum Thema SAP und Datenbanken?

Kaldenhoff: Ich bin erst vor Kurzem von Oracle gekommen. Dort herrschte die Vorstellung, SAP sei ein langsames, unflexibles Unternehmen mit wenig Innovationskraft und hohem Beharrungsvermögen im klassischen On-Premise-ERP-Geschäft. So haben wir bei Oracle  die Echtzeitdatenbank SAP HANA nicht als Bedrohung,  sondern als Nischenprodukt betrachtet. Wir sahen es als nächsten Versuch von SAP, die Datenbasis unterhalb der ERP-Lösungen wieder mit einer selbst gebastelten Architektur zu erschließen und damit Oracle aus dem Datenbankmarkt hinauszudrängen.

Und wie schätzen Sie die Situation heute ein?

Kaldenhoff: Ich musste erst lernen, dass die gesamte SAP-Datenbankstrategie mit SAP HANA, SAP Sybase Adaptive Server Enterprise  (SAP Sybase ASE) und dem Server SAP Sybase IQ ein ganzheitliches Datenmanagement erschließt. Fakt ist: Die Herausforderungen von zum Beispiel Big Data und alle unsere Antworten mit der SAP Real-Time Data Platform sind für jeden Kunden relevant. In diesem Spannungsfeld steckt riesige Innovationskraft. Wir können heute mit unseren Kunden über Geschäftsmodelle sprechen, deren Realisierung früher enorme technische Investitionen bedeutet hätte. Investitionen, die zudem die Unternehmen in die Abhängigkeit zu einem Anbieter zwingen, verbunden mit einem technisch monolithischen Korsett. Unser Ansatz hingegen ist, gemeinsam mit dem Kunden die für ihn perfekte, flexible Datenmanagementstrategie zu erarbeiten. Er entscheidet selbst, was er wann in welchem Umfang benötigt. SAP kann Kundenanforderungen in jeder Projektphase bedienen, egal an welcher Stelle im Transformationsprozess ein Unternehmen steht.

Das heißt, Unternehmen können bei SAP in puncto Datenmanagement nach Bedarf einsteigen und müssen sich nicht vom Start weg auf ein Komplettsystem festlegen?

Kaldenhoff: Richtig. Es handelt sich um einen evolutionären Prozess. Häufig werden Lösungen für Big Data nach dem Motto verkauft: „Wir kennen deine konkrete Fragestellung nicht, aber wir haben die Antwort.“ SAP ist in der Lage, mit dem Kunden in jeder Phase des Lebenszyklus seiner IT über seinen Datenbedarf zu reden. Wir haben die Methoden und Produkte, um beispielsweise transaktionale Daten mit einem Business Warehouse zu verknüpfen. Über die SAP Real-Time Data Platform lassen sich Daten aus dem Neugeschäft mit strukturierten und unstrukturierten Daten aus OLTP-Datenbanken über Replikationsmechanismen zusammenführen. Wir helfen dabei, den Schritt aus einem laufenden System mit eng verdrahteten Transaktionen in neue Datenmanagementsysteme zu machen.

Inwieweit ist das schon bei den Kunden angekommen? SAP steht mit diesem Ansatz ja auch für Investitionsschutz.

Kaldenhoff: Die Kunden haben verstanden, dass wir mit offenen Karten spielen. SAP bietet eine Komplementär- und keine Ersatzstrategie an. Kunden können mit uns bedarfsorientiert den Marktanforderungen begegnen. Neben Daten aus klassischen ERP-Prozessen entstehen immer mehr Daten auch außerhalb der Unternehmensgrenzen – Fahrzeugdaten im Straßenverkehr oder Maschinen- und Messdaten in der Energieversorgung. Denken Sie nur an die Daten in den sozialen Medien. Wie lassen sich diese neuen Massendaten verarbeiten und sinnvoll nutzen?

Die SAP Real-Time Data Platform verteilt diese automatisch zwischen unseren Produkten, die für Analysen, Transaktionsdaten und für den mobilen Einsatz optimiert sind. Deren Leistungsfähigkeit hat sich am Markt bewährt. Hier sind wir mindestens auf Augenhöhe mit den Mitbewerbern. SAP steht dafür, aus einem Quellsystem heraus eine zentrale Sicht zu schaffen, egal ob es sich dabei um Echtzeitdaten, OLTP-Daten oder sogenannte kalte Daten handelt. Diese Datenintegration gelingt mit der SAP Real-Time Data Platform. Wir bieten einen Weg, ein klares Ziel und für den Kunden bekannte Bestandteile.

Wie finden Unternehmen den für sie passenden Einstieg?

Kaldenhoff: Wir holen jeden dort ab, wo er seinen Bedarf hat. SAP bietet heute weit mehr als Software, wir sind in jeder Phase eines IT-Projekts implementierungsfähig. Über das Value Engineering und die Design-Thinking-Methode können wir zudem gemeinsam mit dem Kunden individuelle Einsatzmöglichkeiten für neue Geschäftsmodelle vordenken oder entwickeln. Möglich macht das strategische Beratung bis ins kleinste Detail. Dem Markt gilt es zu vermitteln, dass SAP auch alle Datenprozesse außerhalb eines Unternehmens abdecken kann – in der Cloud, mobil, in sozialen Medien.

Eine Doppelfrage zum Schluss: Was ist künftig in puncto IT zu erwarten? Und warum sollten Unternehmen auf SAP vertrauen?

Kaldenhoff: Die nächste Welle der IT macht aus Unternehmen nicht mehr nur  Betreiber, sondern Teilhaber. Das heißt, sie steuern die betriebswirtschaftlich und ökonomisch relevanten IT-Prozesse selbst – und beschaffen sich den Rest über Dienstleister am freien Markt. Mit unserer Komplementärstrategie, die Neues und Altes verbindet, geben wir unseren Kunden in diesem Transformationsprozess viel Sicherheit. Ich denke, wir müssen dies noch stärker kommunizieren. SAP steht nach wie vor für deutsche Qualität und für ein enormes Leistungsspektrum. Bei Datenbanken ist das im Markt noch zu wenig bekannt. Denn nur wir können gemeinsam mit dem Kunden eine klare Strategie vom ERP über das darunterliegende Datenmanagement bis hin zu neuen Geschäftsmodellen anbieten.

Weitere Informationen:
Die SAP-Datenbankstrategie.
Chance Big Data: Warum die Datenbankstrategie mitentscheidet.

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