World Tour 2010 Peking

Feature | 8. September 2010 von Perry Manross 0

SAP World Tour 2010: Peking als erster von vier Veranstaltungsorten in China

SAP World Tour 2010: Peking als erster von vier Veranstaltungsorten in China

Hera Siu betonte in ihrer Eröffnungsrede, mit den Keynote-Vorträgen, Demo-Stationen und Breakout Sessions der SAP World Tour in Peking wolle man die globalen Herausforderungen in einen lokalen Kontext bringen – und darlegen, wie Kunden und Partner diese gemeinsam mit SAP bewältigen könnten.

Bei den Gesprächen mit Kunden hat SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott eine Gemeinsamkeit festgestellt: „Alle möchten ihre Unternehmen wieder auf die Wachstumsschiene bringen.“ Die Wirtschaft suche nach neuen Märkten, wolle ihre Mitarbeiter stärker einbinden und ihre Kunden begeistern. Dafür gebe es vor allem drei Lösungswege, befand McDermott: Datenverarbeitung in Echtzeit, mobile Geschäftsabwicklung und Führungsstärke.

Ruf nach „Real-Time Business“

Den 15 Milliarden mit dem Internet verbundenen Geräten stünden eine Billion Sensoren zur Speicherung und Übermittlung von Daten gegenüber. Dies führe zu einem explosiven Datenwachstum, das sich alle anderthalb Jahre verdopple. McDermott bezeichnete die Möglichkeit, fundierte Informationen aus diesem Wachstum zu schaffen als „eine Jahrhundertchance”.

Vor allem mit neuen Technologien wie In-Memory sowie Business-Intelligence-Angeboten könne man diese Schubkraft für sich nutzen, so der SAP-Vorstandssprecher. Als Beispiel nannte er Proctor & Gamble. Der SAP-Kunde könne dank dieser Technologien direkt auf Vorstandsebene sehen, wie sich bestimmte Produkte verkauften und die Absatzzahlen unter anderem nach Marktsegement, Vertriebskanal, Region oder Land filtern.

Dadurch könne das Unternehmen marktübergreifend die eigene Leistung in den Vergleich zum Wettbewerb setzen, Bestände minimieren und Preise optimieren. McDermott resümierte: „Wir sind hier in China auch für Sie da, um Ihr Unternehmen zu digitalisieren. Somit können Sie ebenfalls als Musterbeispiel für ein ‘Best-Run Business’ mit Echtzeitsystemen vorangehen.“

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Während ihrer Keynote in China: Hera Siu

Kabellose Geschäftsprozesse – Freiräume für Mitarbeiter

Er verwies auf die Sybase-Pressekonferenz in der vergangenen Woche und unterstrich das Potenzial, das sich durch die Übernahme von Sybase ergebe. Vieles spiele sich außerhalb der Vorstandsetage ab. Unternehmen versuchten, Entscheidungen und Informationen auf ihre Mitarbeiter zu verlagern, um diesen damit zeitnahe Entscheidungen zu ermöglichen.

„Wenn Sie kabellose Geschäftsprozesse im Unternehmen einführen, ‚entkabeln’ Sie zugleich Ihre Mitarbeiter und geben ihnen Freiraum, um Großartiges zu leisten“, sagte McDermott.  Durch ihr ergänzendes Lösungsportfolio könnten SAP und Sybase beispielsweise End-to-End-Prozesse auf Servicemitarbeiter am Kundenstandort ausweiten, sodass diese stets den aktuellen Informationsstand hätten.

Auch werde es neue Möglichkeiten für Mobile Commerce sowie der Bezahlung über Mobilgeräte geben. Der Weg hin zu mehr Mobilität – in Form eines Gesamtpakets aus Unternehmenssoftware und neuen Business-Intelligence-Anwendungen, das jederzeit, auf jedem Gerät und an jedem Ort verfügbar sei – würde sich enorm auf die Produktivität der Mitarbeiter auswirken.

Merkmale von Marktführern

McDermott führte einige Merkmale an, durch die sich führende Unternehmen heute auszeichnen: Sie hätten schlankere Prozesse, setzen auf Zusammenarbeit in puncto Prozessen und Informationen und nutzen ihre branchenübergreifenden Geschäftsnetze. Zudem hätten sie die Notwendigkeit für nachhaltiges Wachstum, Risikomanagement und Compliance erkannt.

Der SAP-Vorstandssprecher verwies dabei auf die chinesische Erdölraffinerie Sinopec, die in ihrem Markt führend sei. Das Unternehmen sei in seinen 800 Niederlassungen 500 geschäftliche Themen angegangen und löste diese durch eine Standardisierung auf Grundlage von SAP ERP, Lösungen von SAP Business Objects und Sybase. Damit habe Sinopec die Distribution seiner Produkte verbessert, seine Bestände um 20 Prozent reduziert und seine Transportkapazitäten um mehr als 20 Prozent erhöht.

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Zusammenarbeit mit China

Bill McDermott

Bill McDermott setzt stark auf China

McDermott zeigte sich erfreut über den Fortschritt der Zusammenarbeit mit Chinas Ministerien für Informationstechnologie und Bildung und verband damit die Hoffnung, in ganz China neue Arbeitsplätze zu schaffen sowie weitere unternehmerische Potenziale zu erschließen.

Er betonte: „Wir streben weiteres Wachstum in China an und investieren deshalb in die Mitarbeiter und unsere hiesige Infrastruktur.“ Dazu gehöre auch die Entwicklung von Spitzensoftware – in China für China. So sei die für chinesische Kunden freigegebene Version von SAP Business One ein gutes Beispiel für diese Art von Innovation: Sie wurde in den SAP Labs China speziell für den chinesischen Markt entwickelt und auf die lokalen Anforderungen angepasst.

„Mit diesem Engagement zollen wir zum einen der Bedeutung Chinas als zweitgrößtem und am schnellsten expandierenden Wirtschaftsmarkt Anerkennung, zeigen damit zum anderen aber auch, dass dieser Markt Führerschaft und Innovation schafft, die in den Rest der Welt exportiert werden sollten.“

Nachhaltiges Wachstum

Die Präsidentin von SAP China, Hera Siu, führte Bill McDermotts Keynote weiter aus und erläuterte dem Publikum auf Mandarin die Säulen der SAP-Strategie: On Demand, On Device, On Premise sowie Orchestrierung. Sie nannte für jedes Konzept konkrete Produktbeispiele und verwies auf ein neues Analysetool, das bereits auf In-Memory-Technologie basiere.

Für das On-Demand-Segment führte sie SAP Carbon Efficiency beispielhaft an, das Kunden über eine Cloud-Infrastruktur zur Verringerung ihrer Kosten und ihres Schadstoffausstoßes einsetzen könnten. Sie hob einmal mehr die Synergien zwischen SAP und Sybase hervor und prognostizierte für die neuen mobilen Anwendungen ein schier grenzenloses Geschäftspotenzial.

Siu befasste sich darüber hinaus eingehend mit den Themen Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung. Sie betonte, wie wichtig es sei, dass Unternehmen ihrer Gesellschaft etwas zurückgeben. Apropos: Tags zuvor war SAP China als eines der „Top 50 Green Companies“ ausgezeichnet worden. „Dies würdigt unsere Umweltschutzbemühungen“, befand Siu.

Auf der nachfolgenden Pressekonferenz schilderte sie die bedeutende Rolle des Mittelstands in China. SAP habe in diesem Segment in den ersten beiden Quartalen von 2010 ein außergewöhnliches Wachstum vorgelegt. „Der chinesische Mittelstand hat begriffen, dass er kosteneffektiv arbeiten muss“, sagte Siu. Und auch für die SAP World Tour geht’s weiter in China: So macht sie noch im September und Oktober Station in Qingdao, Shanghai und Shenzhen.

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