Zeitgesteuerte Batch-Verarbeitung gefährdet Automatisierung von IT-Prozessen

Feature | 14. Januar 2005 von admin 0

Bereits rund 70 Prozent aller IT-Prozesse werden heute nicht mehr per Benutzer-Dialoge, sondern automatisch im Batch-Verfahren ausgeführt – mit deutlich steigender Tendenz, denn die Unternehmen versuchen Geschäftsprozesse mehr und mehr zu automatisieren und die teuren Dialog-Verfahren zu ersetzen. Job Scheduling-Experte ORSYP weist nun darauf hin, dass die wenigsten Unternehmen auf diese Herausforderung technisch schon eingerichtet sind: In vielen Fällen wird das Scheduling von Batch-Jobs entweder durch veraltete Mainframe-Lösungen oder durch Job Scheduler der Marke Eigenbau gesteuert.
Diese Lösungen arbeiten in der Regel nur zeitgesteuert. Datum und Uhrzeit sind aber für die komplexen Batch-Prozesse der heutigen IT ein viel zu grobes Raster, weil die zunehmende Automatisierung der IT-Prozesse eine Job-Steuerung mit wesentlich feinerer Granulierung erfordert. Für die komplexen Job-Ketten und Job-Netze moderner IT-Systeme – etwa in SAP – ist ein Event-basiertes Job Scheduling unerlässlich. Hier können beispielsweise die Beanspruchung von Ressourcen, der Empfang bestimmter E-Mails, das Auftreten von Fehlern oder programmierte Ereignisse in Anwendungen, zum Beispiel SAP-Events, die Ausführung von Batch-Jobs anstoßen. Ohne modernes, Event-basiertes Job Scheduling lassen sich die automatisch ablaufenden Prozesse nicht mehr adäquat steuern – Fehlfunktionen, vermehrte Ausfallzeiten und gegenseitige Blockaden von Jobs sind die unvermeidlichen Folgen.
“Damit sinkt die Qualität des IT-Betriebs und die positiven Effekte der Automatisierung werden wieder aufgezehrt”, erklärt Detlev Schmitz, Geschäftsführer von ORSYP Deutschland. “Ohne Event-basiertes Job Scheduling lässt sich die betriebswirtschaftlich gebotene Automatisierung der IT-Prozesse technisch nicht umsetzen. Hier werden die Unternehmen in nächster Zeit ihre Systeme umfassend nachrüsten müssen.”

Quelle: ORSYP

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