Soccer team in a huddle

Zwei Beispiele für erfolgreiche Digitalisierung

21. März 2016 von Theresa Böhme 0

Wie gelingt Unternehmen die Digitalisierung ihrer Geschäftsfelder? Ob personalisierter Smoothie oder Fanerlebnis im Stadion: SAP zeigt anhand zwei konkreter Beispiele, wie digitale Transformation funktioniert.   

Die digitale Transformation verändert Unternehmen und Geschäftsmodelle. Ganze Branchen unterliegen dem Wandel. Neue technische Entwicklungen sind der Grund für das veränderte Verhalten von Endverbrauchern, die ihnen ganz neue und vielfältige Möglichkeiten des Einkaufens bieten.

Verbraucher definieren das Kundenbeziehungsmanagement neu

Für den Konsumenten von heute beginnt das Einkaufen nicht erst im Laden, sondern oft schon zuhause mit wenigen Mausklicks. Ob Smartphone oder Tablet – Kunden informieren sich heute omni-channel: in unterschiedlichen Kanälen, über verschiedene Endgeräte, Plattformen oder soziale Netzwerke – und das wann sie wollen und wo sie wollen. Wer bietet den günstigsten Preis, die besten Leistungen? Welcher Händler liefert schnell und zuverlässig? Welcher Anbieter hat die besten Empfehlungen in Bewertungsportalen und sozialen Netzwerken und wo erfährt der Kunde das beste Einkaufserlebnis?

Bei den Parametern Preis, Qualität, Leistung, Lieferzeit und -dauer wird der Kunde über das bestmögliche Angebot informiert sein und sich dafür entscheiden. Dieses veränderte Informations- und Konsumentenverhalten zwingt Unternehmen, sich anzupassen: Erfolgreich werden die Unternehmen sein, die Kunden ein individuelles, auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Einkaufserlebnis bieten – und zwar an jedem Berührungspunkt der Customer Journey.

Der Handel der Zukunft

Unter dem Motto „Live Business Is Simple“ zeigte die SAP auf der CeBIT ein konkretes Beispiel, wie Digitalisierung im Handel aussieht. Im Rahmen des Retail-Live-Szenarios wird das Einkaufserlebnis im Supermarkt der Zukunft präsentiert. SAP adressiert dabei die Herausforderung für Händler und Konsumenten in der digitalen Transformation. Die Verbindung der physischen und der digitalen Welt sowie die Schaffung eines durchgängigen und zielgruppenspezifischen Einkaufserlebnisses soll dabei ermöglicht werden.

Ein Supermarktregal mit Früchten und Gemüse, ein Smart Table mit einem Touchscreen und Tangibles sowie eine App für Mobile Devices bieten dabei drei unterschiedliche Einkaufskanäle als Einstiegsmöglichkeiten für den Konsumenten. Der Kunde registrierte sich über ein mobiles Gerät am Stand mit Name und Emailadresse, auf dessen Basis ein Benutzerkonto angelegt wird. Mit dem per E-Mail zugesandten QR-Code meldete sich der Besucher an einem der drei Einstiege an. Nach einer persönlichen Begrüßung konnten die präferierten Zutaten auf Basis von Informationen zu Herkunftsland und Nährwerte ausgewählt werden. „Die Empfehlungen und Services für den Kunden ließen sich beliebig erweitern. So könnte man noch Angaben über Allergien hinzufügen“, erklärt Julia Berghof, Projektleiterin Retail Live Scenario SAP. „Außerdem veranschaulicht das Szenario ein nahtloses Omni-Channel-Einkaufserlebnis. Der Händler generiert Produktempfehlungen gegenüber seinem Kunden basierend auf deren Nutzerverhalten.“

Im Supermarkt würde er beispielhaft vor dem Obststand auf Erdbeere, Mango und Banane klicken. Basierend auf der individuellen Auswahl wird ein Smoothie als Produktvorschlag generiert, welcher nach Bestätigung dem Benutzerkonto gutgeschrieben wird. An der Smart Vending Maschine kann dann der individuell  zusammengestellte Smoothie abgeholt werden.

Auch für Händler ergeben sich Vorteile. So kann ein Marktleiter ausgewählte KPIs analysieren, die aus verschiedenen Datenquellen zusammengeführt werden: der Heatmap (Verweildauer und Laufwege der Kunden), einer Analyse von Kunden-, Kassen- und Warenwirtschaftsdaten sowie der Auswertung von Werbekampagnen. Welche Warengruppen laufen weniger gut? Zu welchen Zeiten werden welche Produkte vermehrt nachgefragt? Wie sind die Laufwege der Kunden? Über die Technologie erfahren Händler nicht nur, was sich ihre Kunden wünschen, sondern erhalten über ein intuitives Dashboard zudem Echtzeit-Informationen über zentrale KPIs, Filial-Vergleiche, Aktionsanalysen und Informationen zu Kundentypologien. „Dementsprechend können sie Handlungsempfehlungen ableiten, das Angebot darauf ausrichten, Produkte weiter optimieren und so letztendlich Umsätze steigern“, erklärt Sami Sharif, BusinessDevelopment Manager Konsumgüterindustrie SAP.

Die Technologie hinter dem Retail Live Scenario nutzt Echtzeitinformationen und basiert auf SAP S/4HANA,  SAP Customer Activity Repository – mit SAP Merchandising for Retail and Wholesale Distribution, dem SAP-Hybris-Portfolio, Heat Map sowie Lösungen für Kundenmanagement und Handel.

Das herkömmliche CRM übertreffen

Für eine erfolgreiche Digitalisierung benötigen Unternehmen eine durchgängige IT-Infrastruktur, die es erlaubt, Datensilos zu aufzubrechen, sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten zu nutzen und Entscheidungen auf Basis von Echtzeit-Informationen zu treffen. Mit Softwarelösungen, die den kompletten End-to-End-Prozess bedienen, erlangen Unternehmen mehr Transparenz über ihre Kunden, um jederzeit agil und handlungsfähig zu sein. Mit den Lösungen von SAP S/4HANA für Marketing undVertrieb können sie ihr herkömmliches Kundenbeziehungsmanagement übertreffen.

Sensoren für ein besseres Fanerlebnis

Fußballspiele sind eine logistische Herausforderung: Besucherströme müssen überwacht und koordiniert und Parkplätze verwaltet werden. Auf der CeBIT veranschaulichte SAP, wie Technologie die Organisation vor, während oder nach dem Spiel vereinfachen kann. Das Szenario Live Stadium Experience verdeutlicht, wie mithilfe von Sensoren Unmengen an Daten über verschiedene Quellen erfasst und in Echtzeit ausgewertet werden können, um im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen zu treffen. Besonders nach dem Spiel ist es wichtig, Besucherströme zu koordinieren. Mit personalisierten Angeboten per App können etwa Besuchergruppen noch länger im Stadion gehalten und so stark frequentierte Bereiche aufgelöst werden. Wenn man weiß, dass der Fan Mittag gegessen hat, kann man ihm einen Nachtisch oder einen Besuch in der VIP-Lounge anbieten. So lässt sich mithilfe von Technologie die Sicherheit bei Fußballspielen erhöhen und das Fanerlebnis verbessern.

Fotos: SAP

 

Tags: , , ,

Leave a Reply