So gehts III: Umstieg SAP R/3 auf ERP6

Schritt-für-Schritt Anleitung: Umstieg von SAP R/3 auf ERP 6.0 (Collage: grasundsterne)
Schritt-für-Schritt Anleitung: Umstieg von SAP R/3 auf ERP 6.0 (Collage: grasundsterne)

Ein ERP-Upgrade ist kompliziert, nicht kalkulierbar und dauert Monate. Es sorgt für lange Gesichter in der IT-Abteilung. Hinzu kommen Risiken bei der Datenübernahme und Umstellungen bei der Hardware – so viel zum verbreiteten Klischee. Dabei kann selbst ein komplexer Umstieg von SAP R/3 auf die aktuellste Version ERP ECC 6.0 ohne Stress in der IT-Abteilung ablaufen.

Viele neue Funktionen, deutlich verbesserte Prozess-Struktur und im Wesentlichen überschaubare Anschaffungskosten: Das sind die Pluspunkte einer aktuellen ERP-Version. Qualitäten, die nicht nur gestandene große Unternehmen sondern auch Firmen des aufstrebenden Mittelstands schätzen – siehe auch Artikel EHP: Schnelle Updates für SAP und Vorschau: EHP 5 für SAP ERP 6.0.

Die vor einigen Tagen gestartete Artikelserie, die von vielen Lesern aufmerksam verfolgt wird, beschäftigt sich mit dem schrittweisen Verlauf des Software-Upgrades. Dabei wollen wir dem interessierten Leser die Angst nehmen und die wesentlichen Schritte beim praktischen Umstieg aufzeigen. An dieser Stelle ein Überblick der bisher veröffentlichten Teile:

  1. So gehts: Umstieg von SAP R/3 auf ERP 6.0
  2. So gehts II: Umstieg von SAP R/3 auf ERP 6.0

Während der erste Teil einen groben Überblick über das gesamte Software-Upgrade liefert, zeigen wir im zweiten Teil die Einspielung von Updates auf dem alten SAP-System, die Anpassung der SQL-Collation (Datenbank) und den gleichzeitigen Umstieg von 32 Bit auf 64 Bit.

Im dritten Teil geht es vorerst um die Installation von SAP R/3 auf dem neuen Server, der in Zukunft auch das Produktiv-System sein wird. Anschließend erfolgt die Einspielung der gesicherten Server-Dateien vom alten SAP-System. Im nächsten Schritt muss die Datenbank von MS SQL2000 auf SQL2005 aktualisiert werden. Einen schnellen Durchlauf sämtlicher von uns aufgezeigter Schritte liefern die untenstehenden Direkt-Links:

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Installation SAP R/3 auf neuem Server

Exemplarisch für frische R/3-Installation: HP Proliant DL 380
Exemplarisch für frische R/3-Installation: HP Proliant DL 380

Installation: SAP R/3 4.7×200 auf neuem Server

Höchstleistung auf kleinem Raum: Neuer Server für zukünftiges ERP 6.0
Höchstleistung auf kleinem Raum: Neuer Server für zukünftiges ERP 6.0

Im zweiten Teil der Artikelserie haben wir auf dem neuen System zuerst Windows Server 2003 x64 als Betriebssystem installiert und erste Einstellungen vorgenommen. Obwohl wir in einem späteren Schritt die neueste ERP-Version ECC 6.0 installieren werden, muss zuerst auf dem neuen System die gleiche Software-Version wie auf dem alten System vorhanden sein. In unserem Fall ist das SAP R/3 4.7×200. Dazu ist zuerst der transhost für das System hinzuzufügen. Die nachfolgende Befehlszeile (Command prompt) ist einzugeben:

%windir%system32driversetc

Für die x64-Installation ist die Systemvariable JAVA_HOME auf JS2E zu setzen, die sich von der Sun-Webseite herunterladen lässt – siehe j2sdk1.4.2_17-x64 (direkter Link zum Java-SDK-Download).

sap_erp_upgrade_update_anleitung1

Wichtig beim Umstieg von einem Intel Xeon Server mit 32-Bit-Installation auf ein 64-Bit-System (Hardware): Es müssen zur Installation die Dateien für x86-64 (AMD64) eingespielt werden, das entsprechende Verzeichnis auf der SAP-Master-CD, die mittlerweile auf einem Netzlaufwerk liegt, lautet dazu:

CD_51032936_Installation_Master_6.20_6.40IM_WINDOWS_X86_64SAPINSTNTAMD64

Im Vergleich zur Installation auf dem “alten” Server mit 32 Bit R/3-Version und dem Kernel 6.40 NUC 32 Bit befindet sich auf dem neuen System dann der Kernel 6.40 NUC 64 Bit. Der untenstehende Screenshot zeigt die Datei sapinst.exe, die aus dem angegebenen Verzeichnis zum Start der Installation aufzurufen ist.

sap_erp_upgrade_update_anleitung2Während der Installation wird ein Login für den User (SAPServiceECP) mit Systemadministrator-Rechten (sysadmin role) erstellt. Eine anschließende Prüfung der aufgespielten Software kann durch den Programmstart getestet werden. Wenn alles einwandfrei funktioniert, kann die Spiegelung der Daten vom alten SAP-System auf den neuen Server erfolgen. (HSC = Homogenous System Copy). Die bestehende Datenbank wird jetzt überschrieben!

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Einspielen gesicherter Server-Dateien

Von alt auf neu: Einspielen gesicherter Server-Dateien

Erstellen der Users und Schemas
Erstellen der Users und Schemas
Kontrolle der Einstellungen
Kontrolle der Einstellungen
Überprüfen der Collation: BIN2 auf dem alten Server
Überprüfen der Collation: BIN2 auf dem alten Server
Kommandos: use ECP und exec sap_droproc
Kommandos: use ECP und exec sap_droproc
Überprüfen der Logins, Zugriffsrechte und Regeln für ecpadm und SAPServiceECP
Überprüfen der Logins, Zugriffsrechte und Regeln für ecpadm und SAPServiceECP
Anzeige der Datenbank-Version: MS SQL2000
Anzeige der Datenbank-Version: MS SQL2000
Query Analyzer: Gelöschte Tabellen aus der Datenbank
Query Analyzer: Gelöschte Tabellen aus der Datenbank

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Datenbank-Aktualisierung MS SQL2000 auf SQL2005

Datenbank-Aktualisierung: MS SQL2000 auf SQL2005

Herunterladen der SAP-Tools für MS SQL Server aus dem Marketplace
Herunterladen der SAP-Tools für MS SQL Server aus dem Marketplace
Aufruf von sapinst.exe zur Datenbank-Copy
Aufruf von sapinst.exe zur Datenbank-Copy
Auswahl: Komplette Datenbank-Kopie
Auswahl: Komplette Datenbank-Kopie
Eingabe der Login-Daten
Eingabe der Login-Daten
Angabe der Datenbank-Verbindung
Angabe der Datenbank-Verbindung
Konvertierung zum neuen User Schema
Konvertierung zum neuen User Schema

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Fertig: Kopie der Datenbank mit SAP Tools für SQL Server
Fertig: Kopie der Datenbank mit SAP Tools für SQL Server
Ändern des Kernels von 640_NUC_32Bit auf 640_NUC_64Bit
Ändern des Kernels von 640_NUC_32Bit auf 640_NUC_64Bit