DSAG-Technologietage 2018: Transformation im Mittelpunkt

So viele Besucher gab es noch nie – mit 2.350 Teilnehmern sind die Technologie-Tage der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe 2018 ausgebucht. Sie finden vom 20. bis 21. Februar 2018 in Stuttgarts Süden statt.

Dass die Digitalisierung die Unternehmen beschäftigt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Trotzdem rückte Ralf Peters, Technologie-Vorstand der DSAG diesen Aspekt in den Mittelpunkt seiner Keynote auf den DSAG-Technologie-Tagen, die derzeit in Stuttgart stattfinden: „Die Themen zur Digitalisierung sind noch aktueller, noch detaillierter geworden.“ Und dann schlüsselt er auf, was die Unternehmen genau beschäftigt.

Die Zukunft wird den hybriden Landschaften gehören, die heute schon den Standard in den Firmen bilden. Sie sollen sich weiter und leichter transformieren lassen. Während die Einbindung von Eigenentwicklungen meist problemlos läuft, ist zur Anbindung an die Cloud noch oft Unterstützung nötig.

Berater können hier helfen, doch allein die Suche nach ihnen sei eine Herausforderung, so Peters. Damit greift er ein zentrales Thema auf, das den deutschen Arbeitsmarkt und den IT-Bereich im Besonderen umtreibt. Wohl auch deshalb widmet die DSAG der Frage, wie die junge Generation für die Arbeit mit SAP zu begeistern sei, in ihrem Digital Education Summit mehrere Vorträge und Diskussionsrunden.

Hybride Landschaften meistern

Daneben setzen Fachabteilungen eigene Strategien auf, die es mit den IT-Abteilungen abzugleichen gilt. Als weiteres fordert allein das Managen verschiedener Systeme die Unternehmen heraus. Das Feedback von DSAG-Mitgliedern zu hybriden Landschaften hat bereits zu den letzten Technologie-Tagen eine neue Projektgruppe ins Leben gerufen, die sich nur diesem Thema annimmt. Weitere Informationen hierzu über: dustin.bisinger@dsag.de

Weiterhin haben die SAP-Anwender und die SAP gemeinsam ein Projekt aufgesetzt, das sich den Early Adopters von SAP S/4HANA annimmt: Das Pilotprojekt SAP S/4HANA Adoption Starter (info@dsag.de) führt innerhalb von 90 Tagen zum Konzept. Wer Interesse daran hat, Pilotkunde zu werden, kann sich derzeit noch bewerben.

Was die SAP tut

„Die DSAG hat den Nerv der Zeit getroffen“, eröffnete Björn Goerke, CTO bei der SAP SE. Die digitale Transformation gestalte sich bei jedem Unternehmen anders, doch immer gehe es um Customer Experience und Innovationskultur. Treiber der Innovation sei letztendlich die Technologie, und damit intelligente Software und Software-Services.

Digitale Transformation sei keine Einmalaktion, sondern eine Reise.

Lebhafte Demos ergänzten den Vortrag. Etwa, wie mittels SAP HANA und SAP Data Hub strukturierte und unstrukturierte Daten verarbeitet werden, die sich dann in SAP Analytics Cloud über Dashboards gestalten oder über die SAP Cloud Platform in Applikationen abbilden lassen. Das SAP Data Hub lässt sich zudem als kostenfreie Developer Edition herunterladen.

Die Kundenreise der Transformation unterstützt die SAP mit ihrem am schnellsten wachsenden Produkt SAP S/4HANA, das für künftige Geschäftsprozesse einen stabilen Kern bildet – wie bei bereits 1.500 Kunden etwa als On-Premise-Lösung bei Daimler oder bei SMA Railway, Kassel, als SAP Cloud Platform genutzt wird.

Mit der SAP Cloud Platform lassen sich neue Anwendungen bauen und moderne Technologien wie Blockchain, IoT, mobile Services und andere einfach und effizient entwickeln und anpassen, ohne Live-Systeme außer Kraft zu setzen. Neue Features der SAP Cloud lassen sich alle 14 Tage weltweit neu ausrollen. „Das bringt Agilität und Innovation auch in ihr Unternehmen“, wirbt Goerke.

Heterogene Landschaften können beispielsweise Cloud-Lösungen anderer Anbieter wie Microsoft Azure, Amazon oder Google enthalten, um klassische IT-Prozesse abzubilden. Doch auch damit können die Walldorfer umgehen, indem sie sich mit der SAP HANA Cloud Platform als Hyper-Scale-Betreiber aufstellen: Die SAP Cloud Platform in SAP Data Centern ermöglicht den Zugriff auf die darunterliegenden Daten dieser Anbieter. Damit liefert die SAP eine bestmögliche regionale Abdeckung, Portabilität für alle Anwendungen sowie Skalierbarkeit.

Bei weiteren Schnittstellen, die Kunden und Partner anfordern, hilft das Entwickler-Portal. Hier lassen sich APIs testen und weiter verbauen. Weiterhin tritt die SAP als Platin-Mitglied der Cloud Native Computing Foundation auf und trägt zur Open-Container-Initiative Kubernetes bei.

„Wir wollen die Business-Anwendungen intelligenter machen“, fasst Goerke zusammen. Und: „Die Zusammenarbeit zur Weiterentwicklung von Lösungen liegt uns am Herzen.“

Foto: DSAG