ERP-Planspiel: Ein Tag Chef sein

Spielerisch den Umgang mit Unternehmenssoftware kennenlernen: Das ist das Ziel des ERP-Planspiels von SAP, in dem jedes Team seine eigene (virtuelle) Firma führt.

Die Situation ist wie im echten Unternehmensalltag: Die Umsätze schwächeln, der Gewinn geht zurück, die Kosten für das Lager steigen. „Das sind klare Zeichen dafür, dass unsere Preise zu hoch waren oder wir nicht genug Geld ins Marketing investiert haben“, sagt Daniel Leber, der für einen halben Tag in die Rolle eines Geschäftsführers geschlüpft ist. Zusammen mit seinem Team verkauft der Marketing-Spezialist bei SAP für sein fiktives Unternehmen Mineralwasser in kleinen und großen Flaschen, mit und ohne Kohlensäure. Sein Team tritt damit in den Wettbewerb mit vier bis acht anderen Mannschaften des ERP-Planspiels, das sich hier um den Wassermarkt dreht. Alternativ kann jedoch auch der Müslimarkt im Mittelpunkt stehen. Das Ziel ist, sich in diesem simulierten Marktumfeld zu behaupten und quasi nebenbei den Umgang mit moderner Unternehmenssoftware kennenzulernen – hier von SAP S/4HANA in Verbindung mit der SAP-Fiori-Benutzeroberfläche und dem damit verbundenen modernen Look & Feel der Software, der für viele Unternehmen neu ist.

Serie: Das intelligente Unternehmen

Einstieg

Erfahrungsbericht

Finanzwesen:

Fertigung und Supply Chain:

Einkauf:

Die nächste Generation ERP – SAP S/4HANA – integriert Machine Learning und Predictive Analytics in zentrale Geschäftsprozesse. Es stellt Kunden die Innovationen zur Verfügung, die sie zur Umsetzung eines intelligenten Unternehmens benötigen.

Gamification: Preise variieren, Marketingbudgets einsetzen

Zu Beginn des Spiels überlegen sich die Teams ihre Strategie. Sie legen besonderen Wert auf einen breiten Produktmix, investieren in regionales Marketing, gehen mit Kampfpreisen in den Markt, ehe sie nach und nach die Preise erhöhen, um ausreichend Marge für ein profitables Geschäft zu erwirtschaften. „Manche legen einen Schwerpunkt auf den Süden, andere auf den Westen, manche gehen vorsichtig in den Markt, andere aggressiv“, erläutert Leber. Der Markt differenziert sich aus. Einkaufen, die Werbetrommel rühren, verkaufen und das Lager managen: Damit startet das ERP-Planspiel, ehe nach und nach immer mehr die Finanzkennzahlen das Handeln der fiktiven Geschäftsführer bestimmen. In Echtzeit-Reports sehen sie, wie sich ihre Umsätze entwickeln, wie viel Gewinn sie erwirtschaften und wie der aktuelle Status im Lager ist. Besonders die Materialbedarfe spielen im Spiel eine wichtige Rolle. Stimmen die Planungen nicht und lagern zu wenig Rohstoffe im Lager, können die Produktionen nicht pünktlich starten, Flaschen nicht abgefüllt und die nachgefragten Waren nicht rechtzeitig geliefert werden. Im „echten“ Wirtschaftsleben wäre das eine Katastrophe. Wer die Software und Tools richtig einsetzt, behält jedoch jederzeit die Übersicht über die Prozesse zwischen Einkauf, Marketing, Lager und Logistik sowie dem Finanzwesen.

Projekt-Teams, neue Mitarbeiter oder Geschäftsführer: Zielgruppe breit gestreut

Seit Anfang 2017 bietet SAP die Planspiele etwa ein bis zweimal im Quartal in Eigenregie an. Alternativ können SAP-Partnerunternehmen die Spiele selbst koordinieren und bei sich ausrichten. Ihnen hilft das kostenlose ERP-Planspiel dabei, ihren Kunden die Funktionalitäten der neuen Software und das Instrumentarium an Tools und Reports nahezubringen. Die mindestens zwölf Teilnehmer kommen aus unterschiedlichen Bereichen von Unternehmen. „Es sind Projekt-Teams, die sich auf eine SAP-S/4HANA-Einführung vorbereiten, neue Mitarbeiter, die die Software kennenlernen sollen und Geschäftsführer, die mehr Verständnis für den Nutzen von SAP bekommen wollen“, benennt Leber die Motivation der Teilnehmer. „Ums Gewinnen geht es nur am Rande“, resümiert Leber sein ERP-Planspiel-Debüt, der zu Beginn erst lernen musste, wie er Preise anpasst oder sich Reports „zieht“. Was zählt, ist der olympische Gedanke: Dabei sein ist alles. Schließlich geht es ja auch nicht um echte Umsätze und Gewinnmargen.