IDG-Studie IoT 2018: Schnelle Erfolge sind möglich

Die Mehrheit der Unternehmen investiert stark in das Internet of Things (IoT). Auch wenn nur jedes fünfte Unternehmen IoT bereits im Einsatz hat, sind die meisten Unternehmen (77,9 %) davon überzeugt, dass IoT für sie wichtig werden wird. Ergebnisse der IDG-Studie „Internet of Things 2018“.

1. IoT für Qualitätskontrolle immer wichtiger

Die Bedeutung von IoT in Unternehmen wächst. Während heute knapp die Hälfte der Befragten (46,5 Prozent) das Thema für wichtig oder sehr wichtig halten steigt dieser Anteil in den kommenden zwei bis drei Jahren auf 77,9 Prozent. Für die vernetzte Produktion (38,1 Prozent), in der Qualitätskontrolle (38,1 Prozent) sowie für Smart Connected Products (31,9 Prozent) erwarten die IT-Experten künftig die meisten IoT-Projekte.

2. Internet-of-Things-Projekte: Meist zufrieden, schnelle Erfolge

Zwar hat bisher erst jedes fünfte der Unternehmen (21,1 Prozent) IoT-Projekte bereits umgesetzt, doch ist die überwiegende Mehrheit mit ihren Ansätzen zufrieden oder sehr zufrieden (62 Prozent). Der besondere Vorteil von IoT-Projekten liegt im übrigen darin, dass sich bei den meisten von ihnen (61,3 Prozent) spätestens ein Jahr nach den Projekten bereits Mehrwerte wie Steigerungen der Produktivität (51,3 Prozent) oder höhere Auslastung der Maschinen (47,4 Prozent) einstellten.

3. Industrie 4.0 in der Produktion ist der Treiber

Die meisten IoT-Projekte gibt es aktuell in der vernetzten Produktion (14,8 Prozent aller Projekte), gefolgt von Ansätzen für Smart Connected Products (12,3 Prozent) und für die vorausschauende Wartung (9 Prozent). In Zukunft erwarten die Befragten, dass in der Qualitätssicherung ähnlich viele Projekte wie im Bereich Industrie 4.0 zu sehen sein werden. Zudem wichtig: Smart Connected Products, vorausschauende Wartung sowie (stark im kommen) neue B2C-Produkte (etwa für den Fitness-, bzw. Smart-Health-Bereich).

4. Steigerung der Produktivität für Produktion der Hauptvorteil

Die Produktion und damit das Thema Industrie 4.0 steht derzeit im Mittelpunkt von IoT-Szenarien. In den Fabriken geht es besonders darum, die Produktivität zu steigern (29 Prozent), die Rüstzeit zu verkürzen (27,1 Prozent), die Energiekosten zu senken (26,1 Prozent), mit Hilfe vorausschauender Wartung die Laufzeit der Maschinen zu erhöhen (21,6 Prozent) und günstiger zu produzieren (18,1 Prozent). Neue Sensoren, neue Maschinen und einheitliche Schnittstellen stehen auf der To-Do-Liste aktuell ganz oben.

5. Die meisten CEOs und IT-Chefs investieren stark in IoT

Der Geschäftsführer wie auch der IT-Verantwortliche sind gleichermaßen Promotoren des Einsatzes von IoT im Unternehmen und mit dafür verantwortlich, dass in 57,1 Prozent der Unternehmen die Investitionen in IoT stark oder sehr stark steigen werden. In 40 Prozent der Unternehmen wird der CEO als Treiber des Themas gesehen in 38,1 Prozent der CIO oder IT-Leiter. CTO (11,3 Prozent), CMO (9,4 Prozent) und CDO (8,4 Prozent) spielen eine ungeordnete Rolle.

6. Unternehmen fehlen IoT-Plattformen

In der Unternehmens-IT (28,3 Prozent) und der Produktion (23,4 Prozent) sehen Unternehmen derzeit den größten Handlungsbedarf. Das liegt mit daran, dass Unternehmen technologisch noch nicht auf dem Stand sind, auf dem sie gerne schon wären. So halten 57,4 Prozent der Befragten IoT-Plattformen zwar für unverzichtbar, doch hat nur jedes fünfte Unternehmen (21,8 Prozent) eine entsprechende Lösung bereits im Einsatz. Auch in Hinsicht auf Analyselösungen (46,2 vs. 25,2 Prozent) und Sicherheitstechnologien (52,7 vs. 32,7 Prozent) gibt es noch enormen Nachholbedarf.

7. Unternehmen sehen IoT eher als Chance

Zwar befürchten 30,6 Prozent der Unternehmen, von IoT-Startups überholt zu werden und 32,1 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass die Technologie ihr Unternehmen extrem verändern werden. Doch sind sie trotzdem davon überzeugt, dass IoT für das Unternehmen eine Chance darstellt (50,9 Prozent) und die Veränderungen auf dem Markt das eigene Geschäft nicht gefährden werden (47,8 Prozent).

8. Unternehmen setzen auch auf Agilität

Fast jedes vierte Unternehmen (23,5 Prozent) startet zunächst mit einem kleinen Piloten und erweitert das Projekt dann nach und nach. Zudem hat sich ein Workshop mit Vertretern von Fachbereichen und Partnern vor Beginn des Projektes bei 18,5 Prozent der Befragten etabliert, um gemeinsam Use Cases zu finden. Dennoch dominiert zahlenmäßig noch das klassische Vorgehen, in dem mithilfe eines Proof of Concept (PoC) zunächst das Potenzial von IoT-Technologie evaluiert wird: Einen PoC favorisieren derzeit noch 35,8 Prozent der Befragten.

9. Anwender investieren in Sicherheit

Vor Hackerangriffen (43,9 Prozent) und Industriespionage (31,6 Prozent) haben die IT-Entscheider die größte Angst. Die Informationssicherheit sehen mehr als die Hälfte der Befragten (50,6 Prozent) durch IoT stark oder sehr stark gefährdet. 48,6 Prozent sehen ähnliche Gefahren für die Betriebssicherheit intelligenter Produktionsanlagen und 48,1 Prozent für den Datenschutz personenbezogener Daten. Entsprechend wollen sie nun mehr Wert darauf legen, Geschäftsprozesse anzupassen (40,6 Prozent), die Kommunikation zwischen beteiligten Abteilungen zu verbessern (31,3 Prozent) und Sicherheits-Know-how aufzubauen (30,3 Prozent). Zudem steht Sicherheit (45,8 Prozent) an Rang 2 der Investitionen in Sachen IoT, hinter Cloud-Services (51,6 Prozent).

Weitere Informationen

Das Innovationssystem SAP Leonardo verbindet Workshops mit Design Thinking und ein breites technisches Portfolio (unter anderem mit der SAP Cloud Platform) miteinander und ermöglicht so, in IoT-Projekte zu starten.

Studie Industry of Things 2018: Hier gibt es die komplette Studie zum Download für 299 Euro.