SAP Ariba Live: Das Recht zu träumen

Barry Padgett, President von SAP Ariba, begrüßte das Publikum aus Beschaffungsexperten auf der SAP Ariba Live in Las Vegas. Er rief die Teilnehmer dazu auf, die Welt und ihre Rolle in dieser nach ihren Vorstellungen zu gestalten, Zwangsarbeit in ihren Lieferketten zu bekämpfen und zukünftigen Generationen ein nachhaltiges Erbe zu hinterlassen. Seine mitreißende Keynote behandelte die Themen Innovation, Wandel und Widerstandsfähigkeit und endete mit dem Appell, sich für Veränderungen stark zu machen.

„Systeme werden im privaten und beruflichen Umfeld immer intelligenter. Sie stellen kontextbezogene Informationen bereit, die für uns sehr wichtig sind“, sagte Padgett. „Vieles wird dadurch nicht nur einfacher oder schneller. Es sollte auch darum gehen, etwas zu bewegen und zu verändern. Nicht nur für uns, sondern für unsere Unternehmen und die ganze Welt. Als größte Konferenz dieser Art weltweit ist es unsere Aufgabe, Träume und Visionen zu haben und darüber nachdenken, wie wir Beschränkungen abbauen können. Nicht nur als Verpflichtung gegenüber unseren Kunden. Sondern für die restliche Branche und die Menschen, die nicht hier sein können. Nehmen wir uns das Recht, zu träumen. Dabei ist der Weg das Ziel.“

Eine Idee mit großer Wirkung für Familien

Darauf folgte eines der besonderen Highlights des ersten Tages, als Kate Swingle zusammen mit Val Blatt, Global Vice President of Services bei SAP Ariba, die Bühne betrat, um von ihrer persönlichen Erfahrung mit Step Up For Students zu erzählen. Die gemeinnützige Organisation hat sich mit SAP Ariba zusammengetan, um einen Online-Marktplatz zu entwickeln. Eltern mit Kindern, die benachteiligt sind oder besondere Bedürfnisse haben, können dort mit nur wenigen Klicks nach Unterrichts- und Bildungsmöglichkeiten sowie Schulbedarf suchen. Der ganze Saal war ergriffen, als Swingle, die zeitweise von ihren Gefühlen überwältigt wurde, ihre Odyssee als Fürsprecher ihres Sohnes beschrieb.

„Mein ältester Sohn ist Autist und wir mussten Strapazen auf uns nehmen, die viele Menschen eher meiden würden“, sagte Swingle. „Step Up for Students bezahlte das zweite Semester für die Privatschule meines Sohnes. Seitdem hat er sich hervorragend entwickelt. Er lernte lesen und schreiben und von da an ging es steil nach oben. Sie haben das Leben meines Sohnes gerettet. Ich habe mit dem Stipendium den Unterricht, die Nachhilfe, Ergotherapie und Verhaltenstherapie bezahlt.“

Kate Swingle (Mitte) beschrieb den beschwerlichen Weg ihrer Familie, der von Step Up For Students, einem gemeinnützigen Partner von SAP Ariba, begleitet wurde. Links: Val Blatt, Global Vice President of Services bei SAP Ariba; Rechts: Jonathan Beckham, Vice President of Technology Strategy and Innovation bei Step Up For Students.

Swingle betonte, dass ihre Unkosten für das Stipendium und andere Dienstleistungen von Step Up For Students zwar erstattet worden seien. Viele Eltern könnten sich aber diese Vorauszahlungen nicht leisten. Genau hier komme das Ariba Network ins Spiel.

„Eltern können in Zukunft online die gewünschten Bildungsangebote in ihren Warenkorb legen und bezahlen. Ihr Konto [für den Stipendienfonds] wird dann automatisch belastet“, sagte sie. „Das hat das Leben von Tausenden von Eltern wie uns in Florida verändert.“

Zusammenarbeit im Geschäftsnetzwerk rückt in den Mittelpunkt

Padgett hob hervor, dass sich das Beschaffungswesen mittlerweile völlig verändert hat, und begeisterte das Publikum mit einer neuen Vision für Einkaufsexperten in einer globalen, digitalen und schnelllebigen Welt. Als weltweit größtes globales Geschäftsnetzwerk, in dem jährlich Handelsumsätze von über 1,6 Billionen US-Dollar abgewickelt werden, möchte SAP Ariba, so Padgett, Tools und Technologien bereitstellen, mit denen der Einkauf im gesamten Unternehmen mit anderen Bereichen zusammenarbeiten kann, um ethische und nachhaltige Lieferketten zu schaffen, die zur Wertschöpfung auf der ganzen Welt beitragen.

„Bisher wurde Ihre Rolle über Ihre Fähigkeit definiert, Kosten einzusparen und die Effizienz von Prozessen zu steigern. Jetzt geht es auch um Zusammenarbeit“, sagte Padgett. „Unternehmen wissen, dass sie ihre Umsatz- und Cashflowziele nur erreichen können, wenn alle miteinander vernetzt sind. Ganz gleich, ob Sie in der Beschaffung, im Finanzwesen, in der IT, im Vertrieb oder Marketing tätig sind. Sie haben jetzt die Möglichkeit, der Chief Collaboration Officer, der CCO Ihres Unternehmens zu werden, denn wir haben endlich die Werkzeuge zur Hand, die uns helfen, durch kognitive Systeme wichtige Einblicke zu gewinnen, um Probleme frühzeitig in den Griff zu bekommen.“

Nahtloses SAP-Erlebnis mit Cloud ERP

Rob Enslin, President der Cloud Business Group und Mitglied des Vorstands der SAP SE, kam anschließend zu Padgett auf die Bühne, um über die Ausrichtung des Unternehmens auf die Cloud zu informieren. Er sprach über die Africa Code Week, die benachteiligten Jugendlichen auf dem afrikanischen Kontinent Chancen eröffnet, und die Partnerschaft der SAP mit ERP (Elephants, Rhinos & People), einer gemeinnützigen Organisation, die SAP HANA und maschinelles Lernen einsetzt, um Elefanten vor Wilderern zu schützen.

Enslin erzählte dem Publikum, dass die SAP Lösungen entwickle, die an den Bedürfnissen der Anwender ausgerichtet sind und ihnen in einer dynamischen und digitalen Welt mehr Einfachheit bieten. „Kunden, die unsere Lösungen nutzen möchten, sollten nicht zwischen Ariba, Concur oder Fieldglass unterscheiden müssen. Wir werden ihnen in der Zukunft ein nahtloses Benutzererlebnis für alle unsere Produkte bieten können“, sagte er. „Man sollte nicht verschiedene Systeme kennen müssen. Wir werden sicherstellen, dass Kunden noch besser mit allen unseren Cloud-Produkten arbeiten können und genau das bekommen, was sie suchen.“

Intelligente Beschaffung

Alexandra Lopez, Chief Procurement Officer und Vice President Global Procurement bei Cisco, sprach ebenfalls von großen Träumen und der Partnerschaft ihres Unternehmens mit der SAP. Ziel dieser Kooperation sei es, die Beschaffung durch intelligente und benutzerfreundliche Abläufe zu optimieren und somit größeren Mehrwert zu schaffen.

„Mit unserer SAP-Partnerschaft werden wir Entscheidungsträgern in der Beschaffung strategische, proaktive und aussagekräftige Informationen nach Maß zur Verfügung stellen können, ohne dass wir direkt eingebunden sind. Wir können verdeutlichen, warum man in Verhandlungen keine Kompromisse bei Schnelligkeit, Qualität und Kosten eingehen muss. Und wir sind in der Lage, den Mehrwert von Vertrieb, Entwicklung und Services für den Markt zu steigern.“

Lopez erläuterte, dass Partnernetze für digitalisierte Beschaffung eine große ausgleichende Wirkung haben. Vorurteile verschwinden, wenn Menschen zusammenarbeiten und digitale Intelligenz ermöglichen. Was der ganzen Welt nützt, nützt auch Unternehmen. Denn wir können in der Beschaffung viel mehr erreichen und wir müssen viel mehr erreichen.“

Weitere Informationen:

Anmeldung für SAP Ariba Live in Amsterdam, 23.–25. April  http://www.aribalive.com/2018/amsterdam/register