Wie junge Talente Japan bei der Globalisierung helfen

Die SAP Sales Academy bringt mit ihren Absolventen aus aller Welt neue Perspektiven in japanische Unternehmen ein und hilft so mit, das Land zu öffnen.

Kenta Keleher kam über die SAP Sales Academy ins japanische SAP-Vertriebsteam

Kenta Keleher staunte nicht schlecht, als ein Recruiting-Team der SAP in Japan an seiner Universität Ausschau nach Absolventen hielt. Schließlich studierte Keleher nicht an einer Uni in Tokio oder Osaka, sondern an der University of Washington im amerikanischen Seattle. Wenige Wochen später, im Juni 2016, war Keleher stolzes Mitglied der SAP Sales Academy. Für Keleher waren es „die Leute, die ich während des Auswahlprozesses traf, die globale Vision der SAP und ihr enormer Einfluss auf die Weltwirtschaft“, die ihn überzeugten.

Kenta Keleher hat je ein amerikanisches und ein japanisches Elternteil, spricht beide Sprachen und ist in beiden Kulturen zuhause. Seit Februar 2017 und dem Abschluss des neunmonatigen Programms an der Sales Academy verstärkt er in Tokio das Vertriebsteam von SAP Japan. Dass er an einer US-Universität für SAP Japan rekrutiert wurde, hat nicht nur mit der globalen Ausrichtung des Unternehmens und seinem Fokus auf Vielfalt zu tun. Es liegt auch daran, dass Unternehmen in Japan zunehmend Probleme haben, die benötigten Arbeitskräfte zu finden.

Derzeit kommen auf jeden Bewerber etwa eineinhalb Stellen. Das ist gut für die Arbeitnehmer, nicht so gut für die Unternehmen „Seit die Bevölkerungszahl sinkt und die Menschen immer älter werden, merken die Firmen, dass sie sich nicht mehr nur auf den japanischen Markt verlassen können“, sagt SAP Japan President und Geschäftsführer Yuzuru Fukuda. „Das gilt auch für den Arbeitsmarkt.“ Hinzu kommt, dass die Firmen immer seltener offene Stellen mit Bewerbern besetzen können, die die gewünschten Fähigkeiten mitbringen. Das ist insbesondere auch in der IT-Branche der Fall. Die Sales Academy ist deshalb (nicht nur) für SAP Japan eine prima Möglichkeit, junge Talente für die Firma mit der entsprechenden Ausbildung zu gewinnen.

Gute Grundlage für erfolgreiche Vertriebler

Keleher findet, dass die Academy ihn gut auf seine Aufgaben vorbereitet hat. Er versucht, im General Business-Segment kleine und mittelständische Firmen für SAP zu begeistern. „Hier gibt es eine große Bandbreite von traditionellen bis zu Start-up-Unternehmen. Die Dinge, die wir gelernt haben, haben sich als sehr effektiv erwiesen hinsichtlich der unterschiedlichen Herangehensweise an diese Firmen“, sagt Keleher. „Aber es kommt doch sehr darauf an, wirklich zu verstehen, wie der Kunde denkt, und das Verkaufsgespräch dann ganz auf den Kunden auszurichten.“

Für Keleher ist es offensichtlich, dass japanische Unternehmen verstärkt versuchen, sich global aufzustellen. Er ist zuversichtlich, dass er sei bei ihren Globalisierungsbemühungen unterstützen kann. Und das hilft ihm auch bei seiner eigenen Karriere. „Ich wollte in Japan ins Berufsleben starten und ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, in Japan zu arbeiten. Später würde ich am liebsten in beiden Welten, der japanischen und der amerikanischen, arbeiten und eine globale Laufbahn einschlagen.“

Die Absolventin der SAP Sales Academy Airi Iwamoto unterstützt SAP Hybris

Dass die japanische Wirtschaft sich allmählich öffne, stellt auch Airi Iwamoto fest. Die junge Japanerin beendete die SAP Sales Academy im Herbst vergangenen Jahres und unterstützt nun das SAP-Hybris-Vertriebsteam. Sie startete bei SAP als Praktikantin und war schon damals „positiv überrascht, dass ich als Praktikantin meine Meinung äußern konnte und mein Rat angenommen wurde“. In der Academy habe sie gelernt, wie innovativ und wie global SAP ist und wie Vertriebler erfolgreiche und langjährige Beziehungen zu ihren Kunden aufbauen, erzählt Iwamoto. Diese Kenntnisse könne sie jetzt anwenden, da sich immer mehr japanische Unternehmen auf globales Terrain begäben. „Und mit dieser Expertise und unseren globalen Ressourcen können wir uns auch von anderen IT-Anbietern abheben“, sagt Iwamoto.

Rund 50 junge Talente stellt SAP Japan jedes Jahr ein. „Diese Generation ist besser vernetzt, technik-affin und denkt global“, sagt Geschäftsführer Yuzuru Fukuda. „Wir brauchen die jungen Leute mit ihren unterschiedlichen Profilen und Perspektiven – um uns selbst zu verändern und um mitzuhelfen, dass sich Japan verändert.“

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