Welches Potenzial bietet intelligentes Cloud-ERP für Startups, kleine und mittelständische Unternehmen?

Das System für Enterprise Resource Planning (ERP) ist der zentrale Knotenpunkt der Unternehmensprozesse. Je fähiger, umfassender und benutzerfreundlicher ein ERP-System ist, desto größer sein positiver Einfluss auf die Agilität und die Produktivität des Unternehmens. Neue Technologien wie künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen halten derzeit Einzug in den industriellen Alltag, auch ins ERP. Was ist der zusätzliche Nutzen intelligenterer ERP-Systeme und wie profitieren auch Startups und Kleinunternehmen davon?

Die Vision der Industrie 4.0 zeichnet vor, wohin sich Produktions- und Dienstleistungsunternehmen technologisch entwickeln. Wenn die Prozesse digitalisiert sind und physische Maschinen und Geräte alle wesentlichen Informationen via Sensoren liefern, entsteht ein digitales Abbild des Unternehmens. Da sich virtuelle und physische Welt in einer wechselseitigen Beziehung befinden, lässt sich das Unternehmen digital steuern.

IDC, das unabhängige Marktforschungs- und Beratungsunternehmen für Informationstechnologie und Telekommunikation, hat drei Handlungsfelder definiert, die für ein erfolgreich ERP maßgeblich sind:

  • Daten als Entscheidungsgrundlage
  • Prozessautomation
  • User Experience

Das datengestützte Unternehmen

Mit der Digitalisierung des Unternehmens rücken die Daten in den Mittelpunkt der operativen und strategischen Entscheidungen. Je mehr Daten vorliegen, umso besser die Entscheidungsgrundlage. Es ist daher folgerichtig, wo immer möglich, zu automatisieren. Automatisierte Produktions- und Dienstleistungsprozesse lassen sich leichter digital steuern und liefern umgekehrt auch mehr und schneller Daten zurück. Sie bilden die Basis für die Optimierung von Prozessen wie Losgrößen, Bearbeitungs- und Durchlaufzeiten, sowie effektivere Ressourcennutzung.

Datenbasierte Entscheidungsfindung

Konsequent digitale Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sind datengestützte Unternehmen. Sie steigern ihre Produktivität durch ständige Prozessoptimierung, die auf einer möglichst effektiven Auswertung der zur Verfügung stehenden Daten fußt.

Die Datenmenge steigt mit der Vernetzung der an der Lieferkette beteiligten Maschinen, Logistik-Einheiten und Akteuren exponentiell an. Neue Analyse-Tools sind in der Lage, den anschwellenden Datenfluss effektiv und praktisch in Echtzeit auszuwerten. Mit lernenden Algorithmen und softwarebasierter Intelligenz können sie dem nutzenden Unternehmen immer wieder neue, sinnvolle Sichten auf die Lieferkette eröffnen. Sie zeigen beispielsweise ungenutzte Potenziale oder warnen vor drohenden Engpässen. Indem sie Auswertungen in den richtigen Kontext stellen, erhöhen sie die Aussagekraft von Trends und Kennzahlen. Durch die so entstehenden tieferen Einblicke sind fundiertere operative und strategische Entscheidungen möglich.

Autonomere Produktion

Mit diesen Technologien ausgestattete ERP-Systeme können den Mitarbeitern immer mehr Aufgaben abnehmen. Sie lernen aus den Daten und leiten daraus Entscheidungsstrategien ab. Damit erhalten sie die Fähigkeit, bestimmte Entscheidungen selbst zu treffen oder dem Mitarbeiter optimierte Endscheidungsoptionen vorzulegen. Die Aufgaben für die Menschen werden mit dieser Entwicklung immer höherwertiger.

Es ist klar: Je mehr Kompetenz ein intelligentes ERP-System erwirbt, um so autonomer kann es agieren. Prozesse werden flexibler, agiler und schneller, die Produktivität der Mitarbeiter steigt.

Intuitive Nutzererfahrung

Wie gut ein ERP-System ist, zeigt sich in der Produktivität der Nutzer. Die Benutzeroberfläche bildet die Schnittstelle zwischen dem digitalen Unternehmensabbild und den Mitarbeitern. Sie soll eine intuitive Bedienung des ERP-Systems ermöglichen. Dazu gehört, dass der Nutzer sich nicht selbst die richtigen Daten suchen muss, sondern ihm die Software die Daten anzeigt, die im augenblicklichen Kontext relevant sind.

Mit wachsender Intelligenz wandeln sich ERP-Systeme von einer Software, die vom Nutzer bedient wird, hin zu einem Assistenzsystem, das mit dem Nutzer zusammenarbeitet. Die Schnittstelle ist nicht mehr zwingend Bildschirm, Tastatur und Maus. Auch Tablets, Head-up-Displays und Datenbrillen werden sich in Produktion, Logistik und Kundendienst verbreiten. Die Interaktion von ERP-System und Mitarbeiter wird zunehmend dialog-orientiert.

Intelligente Business-Suite für jede Unternehmensgröße

Modernes, intelligentes ERP bietet einen hohen Mehrwert und wird durch die immer noch rasante technologische Entwicklung in den kommenden Jahren weitere Quantensprünge machen. Wer es konsequent einsetzt, steigert seine Produktivität und sichert sich Wettbewerbsvorteile.

Auch kleine und mittelgroße Unternehmen sowie Startups können es nutzen. Durch ERP aus der Cloud steht die nötige Funktionalität, Speicher- und Rechenkapazität als Dienstleistung zur Verfügung und wird nach Nutzung bezahlt. Anfangsinvestitionen sind gering. Die Daten sowie der Betrieb liegen in den Händen von spezialisierten Fachkräften der Anbieter, die über Datensicherheit wachen und für hohe Verfügbarkeit sorgen.

Gut strukturierte Cloud-Angebote lassen sich passend zum Business modular um Funktionalitäten erweitern. Damit arbeitet ein Unternehmen mit einer in sich gut abgestimmten Business-Suite, die alle Unternehmens- und Geschäftsbereiche abdecken und integrieren kann.

Ihr Weg zu intelligentem ERP

Eine effektive Ressourcenplanung ist für den Unternehmenserfolg essenziell. Im Ratgeber „ERP der Zukunft – Die intelligente Business-Suite. Cloudbasiert – Datengetrieben – Benutzerfreundlich“ gibt IDC fünf Ratschläge für einen optimalen Einsatz moderner ERP-Lösungen.

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