Das intelligente Unternehmen lernt dazu und passt sich für den Erfolg an

Eine Definition, die dem verstorbenen Astrophysiker Stephen Hawking zugeschrieben wird, lautet: Intelligenz ist die Fähigkeit sich dem Wandel anzupassen. Greg McStravick, President für den Bereich Database and Data Management bei SAP, verwendet eine recht ähnliche Definition, wenn er über das intelligente Unternehmen spricht. „So wie Menschen sich an Veränderungen anpassen und aus Erfahrungen und Informationen lernen, so können auch Unternehmen sich anpassen und lernen, um zu wachsen“, erklärt er.

Aber ganz gleich, ob es um eine Person oder ein Unternehmen geht – es gibt einen Haken: Um etwas zu verstehen benötigt man die richtigen Informationen darüber, das heißt die richtigen Daten. Und in der der Geschäftswelt ist es nicht einfach, die richtigen Daten zu finden.

Daten verbinden mit KI und maschinellem Lernen

„Der einzige Weg, Veränderung und Wachstum herbeizuführen, ist, Daten in Verbindung mit neuen Technologien wie künstliche Intelligenz oder maschinellem Lernen zu nutzen“, betont McStravick. „Eine Lösung, die Unternehmen hilft, riesige Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen zu bearbeiten und so wertvolle Erkenntnisse daraus zu ziehen, ist die wesentliche Voraussetzung für das intelligente Unternehmen.“

Firmen sammeln enorme Datenmengen zu allen Aspekten ihrer Geschäftsprozesse. Nach einer gründlichen Auswertung der Daten, so die Überlegung, lassen sich allmählich Muster erkennen. Daraus lassen sich Erkenntnisse gewinnen, die wiederum helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Mit diesen Entscheidungen wird in der Regel eines von zwei Zielen verfolgt: den Umsatz steigern oder die Kosten senken.

So ist es kein Zufall, dass Daten als das Öl des 21. Jahrhunderts bezeichnet werden. Der Vergleich ist aber auch naheliegend. Damit Erdöl als wertvoller Treibstoff für Autos oder Flugzeuge genutzt werden kann, muss es zunächst raffiniert werden. „Bei Daten ist das nicht anders“, erklärt der SAP-Experte. „Sie müssen verarbeitet und analysiert werden. Und ohne Daten ist es nicht möglich, ein intelligentes Unternehmen zu betreiben. Das wäre wie ein Auto ohne Kraftstoff.“

Weitere Vergleiche sind allerdings nicht möglich. Der Zugriff auf wertvolle, entscheidungsrelevante Daten ist aus verschiedenen Gründen schwierig. Zum einen sind sie meist überall verteilt. Fast alle Unternehmen speichern ihre Daten in fragmentieren Systemen. Oft sind sechs bis acht verschiedene Cloud-Systeme im Einsatz, die jeweils auf unterschiedlichen Anwendungen laufen. Diese Ausbreitung der Daten macht es den Unternehmen fast unmöglich, daraus wichtige Erkenntnisse abzuleiten – Erkenntnisse, die ihnen helfen würden, ihre Kunden, Lieferanten und sogar ihre eigenen Produkte besser zu verstehen. Und dies führt zu Geschäftsentscheidungen, die nicht wirklich fundiert sind.

Außerdem ist es schwierig, komplexe Datenlandschaften zu verwalten und zu schützen. Damit gehen Risiken und Verpflichtungen einher. Neue Richtlinien wie die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sehen hohe Bußgelder für Datenmissbrauch vor.

Was hat das alles zur Folge? Die meisten Unternehmen sind noch nicht aktiv geworden, um zu lernen und zu wachsen. Was sie benötigen sind verlässliche, verknüpfte und intelligente Daten sowie eine flexiblere Cloud-Architektur.

Jetzt neu: SAP HANA Data Management Suite

Mit der SAP HANA Data Management Suite verwirklicht die SAP ihre Vision, Unternehmen ein gemeinsames Datenmodell bereitzustellen, das sämtliche Datentypen aus vielen verschiedenen Quellen einbindet. „Sobald die Daten erfasst und verarbeitet wurden, sind sie verlässlich. Nur dann können sie für Analyse- und Rechenzwecke verwendet werden“, erklärt McStravick. „Das Besondere an der SAP HANA Data Management Suite ist, dass riesige Datenvolumen außerhalb von Kernsystemen kombiniert werden können. Die Software ist so ausgelegt, dass Berechnungen mit Daten dort stattfinden, wo die Daten liegen, ohne sie replizieren zu müssen.“ Das erleichtert die Durchführung von Analysen oder die Übertragung von Daten in ein auf maschinellem Lernen basierendes System.

Ein Beispiel für Unternehmensintelligenz

Firmen verschiedenster Branchen bereiten sich vor, ein intelligentes Unternehmen zu werden. „Einige Energieunternehmen nutzen bereits die Geodaten-Funktionen der Datenplattform SAP HANA, um alle Auswirkungen auf ihr Netz zu ermitteln und ihren Teilbereich der Netzinfrastruktur über eine grafische Darstellung zu verwalten“, so McStravick.

„Um die erste Ebene des intelligenten Unternehmens zu erreichen, sollten die Firmen alle Daten zu den Kunden, Anlagen und Häusern, die ihre Versorgungsleistungen in Anspruch nehmen, in das In-Memory-System laden. Längen- und Breitengrade helfen ihnen dabei, genau zu bestimmen, wo sich ihre Vermögenswerte befinden“, fährt er fort. „Dann können Probleme wie Serviceausfälle sofort festgestellt, lokalisiert und behoben werden.“ Normalerweise würde dies Stunden dauern. Mit SAP HANA dauert das Ganze weniger als eine Sekunde. Um die zweite Ebene des intelligenten Unternehmens zu erreichen, sollten die Firmen andere Datenquellen nutzen, um die Wahrscheinlichkeit von Ausfällen voraussagen zu können. Hier kommen Wetter- und Erdbeobachtungsdaten ins Spiel.

Wenn sie dies tun, sind sie in der Lage, Ausfälle vorherzusagen und können so Ausfallteams zusammenstellen oder vorausschauende Wartung einplanen.

Stufenweises Vorgehen auf dem Weg zum intelligenten Unternehmen

Auf ihrem Weg zum intelligenten Unternehmen stehen viele Firmen vor einem großen Problem. Die Tatsache, dass ihr Enterprise-Resource-Planning-System (ERP) veraltet ist und ihre Stammdaten nicht harmonisiert sind, macht es schwierig, auf Daten aus verteilten Quellen zuzugreifen und die Informationen zu verstehen.

Hierzu ein Beispiel: Eine Firma hat dutzende Produktionsstandorte auf der ganzen Welt. Aufgrund der komplexen Systemlandschaft werden riesige Datenmengen generiert. Standardisierte Berichte zu erstellen, ist eine Herausforderung, da Tabellen oft in verschiedenen Systemen gespeichert sind und viele manuelle Tools benötigt werden, um sie abzubilden oder abzugleichen.

„Die Cloud-fähige SAP HANA Data Management Suite hilft den Firmen, diese Herausforderung zu bewältigen“, betont McStravick. „Sie bietet ein zentrales Repository und einen einheitlichen Strom sauberer Daten, die verarbeitet und analysieret werden können, um fundierte Entscheidungen zu treffen.“

„Das Schöne an der SAP HANA Data Management Suite ist, dass alles was ein Unternehmen zum Lernen und Wachsen braucht, bereits integriert ist“, Greg McStravick.

Die Entwicklung hin zu einem intelligenten Unternehmen ist ein langer Weg, der in der Regel ein stufenweises Vorgehen erfordert. Zunächst ist eine Plattform notwendig, um Prozesse zu automatisieren und Zugriff auf alle Daten zu ermöglichen, die möglicherweise logisch und physisch verteilt sind. Diese Daten liefern dann verlässliche Informationen, auf deren Grundlage taktische Entscheidungen schneller und besser getroffen werden können.  Und schließlich ist es dann auch möglich, weitreichende geschäftliche Entscheidungen zu treffen, die von strategischer Bedeutung sind.

„Das Schöne an der SAP HANA Data Management Suite ist, dass alles was ein Unternehmen zum Lernen und Wachsen braucht, bereits integriert ist“, resümiert McStravick, der für das Datenmanagement-Geschäft der SAP verantwortlich ist. „Die Suite bietet das Datengerüst, Dateneinblicke und Daten-Governance, um Unternehmen dabei zu unterstützen, sich selbst wirklich zu verstehen.“

Myth Busters: SAP HANA

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