Unternehmen sind zunehmend auf innovative Analysewerkzeuge angewiesen

Die cleversten Geschäftsentscheidungen werden nicht mehr allein aus dem Bauch heraus getroffen, so Experten auf der SAPPHIRE NOW. Von viel größerer Bedeutung sind heute komplexe Analysen, die Unternehmen helfen, bessere Ergebnisse zu erzielen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und Prozesse mit jedem Projekt weiter zu optimieren.

„Analysen sind für Kunden nicht mehr einfach nur wichtig, sondern mittlerweile das Allerwichtigste“, sagte Pat Bakey, President und Chief Revenue Officer für SAP Leonardo and Analytics (siehe Video unten). „In meinen Gesprächen bestätigen mir unsere Kunden und Partner immer wieder, dass sie als Unternehmen in einem Geschäftsumfeld, in dem man sich Verzögerungen nicht erlauben kann, unbedingt in der Lage sein müssen, sofort zu reagieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Analysewerkzeuge gehören zu den innovativen Technologien, die zusammen mit IoT, Blockchain, maschinellem Lernen und anderen in SAP Leonardo gebündelt sind. Unternehmen wissen den Mehrwert und die wertvollen Erkenntnisse zu schätzen, die ihnen Analysen bieten, um erfolgreich zu sein. Ohne diese werden selbst Unternehmen mit den besten Strategien scheitern.

Mit Echtzeitdaten arbeiten

„Bei Sargento treffen wir – genauso wie viele andere Unternehmen auch – Entscheidungen häufig immer noch aus dem Bauch heraus“, sagte Holly Baumgart, CIO und Vice President für IT bei Sargento Foods, während eines Vortrags auf der SAPPHIRE NOW. „Wir möchten den digitalen Wandel wirklich als Chance nutzen, um mehr Entscheidungen treffen zu können, die auf fundierten Daten basieren … für uns wird das richtungweisend sein.“

Sargento baue, so Baumgart, weiter analytische Kompetenzen auf und vermittle den Mitarbeitern in Schulungen, wie sie die Daten optimal nutzen könnten. Laut L3 Technologies kann der einfache Zugriff auf Echtzeitanalysen sogar dazu beitragen, dass Mitarbeiter besser miteinander auskommen.

„Unser Chief Strategy Officer wollte, dass wir mit aktuellen und zuverlässigen Daten arbeiten können, damit es keine Unstimmigkeiten im Team darüber geben kann, welche Daten korrekt sind“ erklärte John Finegan, Senior Director for Enterprise Applications and Strategy bei L3, auf der SAPPHIRE NOW. Mit Hilfe komplexer Analysen konnte sich das Topmanagement auch besser auf Kundenbesuche vorbereiten – und das Unternehmen war insgesamt besser für zukünftiges Wachstum gerüstet.

Mit Analysen Wachstumschancen gezielt wahrnehmen

„Wir können damit viel besser definieren, welche strategische Richtung wir als Nächstes einschlagen und welche Ziele wir weiter verfolgen sollten“, erläuterte Finegan von L3. „Wir greifen auf externe Marktdaten der letzten 15 Jahre zurück, um Marktprognosen zu allen unseren Produkten und Services zu erhalten.“

Da alle Daten von L3 über das Finanzwesen, Akquisitionen, Personalwesen und Verträge sofort verfügbar sind, weiß die Geschäftsführung in Echtzeit bei jedem Kundenmeeting:

  • wie viele Verträge mit diesem Kunden bestehen,
  • welchen Wert die einzelnen Verträge in US-Dollar haben,
  • was dem Kunden verkauft wird,
  • welche Geschäftseinheit daran beteiligt ist.

Um weiteres Wachstum zu unterstützen, kann L3 nun Daten über Chancen für neue Geschäftsfelder, weitere Übernahmen und Forschung und Entwicklung miteinander verknüpfen.

„Dadurch haben wir jetzt ein Unternehmen, das Systeme oder Plattformen verkauft, statt einzelner Fachbereiche, die versuchen, Komponenten zu verkaufen“, sagte Finegan. „Und wir können unsere zukünftigen Ausgaben viel gezielter steuern.“

Aber wie lassen sich die Daten nun gewinnbringend nutzen?

Daten als wertvolles Gut

Hersteller von Rollstühlen haben verschiedene Möglichkeiten, um weiter zu wachsen. Sie können zum Beispiel mehr Menschen dazu bewegen, einen Rollstuhl zu benutzen, weitere Länder erschließen oder Produkte zu einem höheren Preis verkaufen. Für Life & Mobility kam das alles nicht infrage. Das Unternehmen beschloss für zukünftiges Wachstum intelligente Rollstühle zu entwickeln, deren Daten in einer umfassenden Datenplattform analysiert werden können.

„Pro Rollstuhlfahrer gibt es vielleicht 10 oder 20 Personen, für die diese Daten sehr wichtig sind“, sagte Harmen Leskens, Manager Product Management & Development bei Life & Mobility, in einem Vortrag auf der SAPPHIRE NOW. IoT-Daten von Sensoren in einem Rollstuhl könnten Familienangehörigen, Pflegekräften, Versicherungen und anderen äußerst wichtige Informationen liefern. Der Rollstuhlfahrer selbst würde von mehr Selbstständigkeit, einer besseren Sitzposition und anderen Vorteilen profitieren.

Mit anderen Worten es geht darum, festzustellen, für wen diese Daten von Interesse sind und welche Informationen für sie besonders nützlich sind.

Den geeigneten Datenpartner finden

Um alle diese Daten aber verantwortungsbewusst, nach ethischen Grundsätzen und gemäß gesetzlichen Richtlinien verwalten zu können, braucht man einen erfahrenen Partner.

„Wir hatten zahlreiche Projekte, bei denen Unternehmen Daten als Produkt nutzen wollten. Man kann aber mit diesen Daten nicht einfach machen, was man will. Sie müssen professionell verwaltet werden. Man denke nur an die Datenschutz-Grundverordnung“, erklärte Jürgen Müller, SAP Chief Innovation Officer, während einer Keynote auf der SAPPHIRE. „Wir haben einen Katalog mit Funktionen und Technologien … und mit jedem Projekt, das wir durchführen, werden diese leistungsfähiger.“

Weitere Informationen:

Mehr zum Thema erfahren Sie bei den SAP-Infotagen Analytics and Insight, die am 25. und 26. September 2018 in St. Leon-Rot bei Heidelberg stattfinden. Anwender geben Denkanstöße für die Analytics-Strategie und intelligente Datennutzung. Der Head of Corporate IT, Teja Ullrich, von der Hoerbiger Deutschland Holding wird erläutern, wie er SAP Analytics Cloud mit SAP S/4HANA für ein bereichsübergreifendes, strategisches Reporting gekoppelt hat. Rouven Morato stellt als Head of Enterprise Analytics bei SAP vor, wie Analytics die Unternehmenstransformation bei SAP vorantreibt. Außerdem erläutert Daniel Domscheit-Berg, der ehemalige Sprecher der Enthüllungsplattform WikiLeaks, wie die digitale Revolution alles verändert.