SAP-Partner Itron sorgt für effizientere Wasserversorgung

Wasser ist unsere wertvollste Ressource. Das können die 844 Millionen Menschen weltweit leicht bestätigen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. SAP-Partner Itron hat sich zum Ziel gesetzt, die Wasserversorgung zu verbessern.

Mit diesem Wissen um die Knappheit von sauberem Wasser ist es kaum nachvollziehbar, dass 25 bis 50 Prozent des aufbereiteten Wassers verschwendet wird. Und dennoch ist das nach Informationen der International Water Association die schmerzliche Wahrheit.

Und es ist nicht nur die Ressource Wasser. Auch bei der Gasförderung und der Stromerzeugung sind wir äußerst ineffizient und verschwenden zuviel. SAP-Partner Itron, ein Unternehmen aus Liberty Lake im US-Bundesstaat Washington, hat sich zum Ziel gesetzt, diese Situation zu ändern. „Wenn wir Versorgungsunternehmen bei Veränderungen unterstützen, die den Verlust von Ressourcen verhindern, könnten diese ihren Kunden eine wesentlich bessere Versorgung zu einem günstigeren Preis bieten. Das wäre für alle von Vorteil“, so Bruce Douglas, Senior Vice President Service Delivery and Outcomes Enablement bei Itron.

Der Schlüssel dazu sind Daten. Wenn Versorger die Nutzungsdaten besser verstehen würden, ließe sich die Verschwendung anhand von Prognosen für Ressourcen, Produktion und Prozesse drastisch reduzieren und so die Nutzung natürlicher Ressourcen verbessern.

Echtzeitanalysen von Nutzungsdaten mit SAP HANA

Um dies zu erreichen, hat Itron nun seine zentrale Datenmanagementlösung für Zähler auf die SAP-HANA-Plattform umgestellt. Diese Lösung hilft Kunden, optimal von ihren Investitionen in intelligente Stromnetze, Smart-City-Projekte und industrielle IoT-Anwendungen zu profitieren. In der IoT-Lösung OpenWay Riva des Unternehmens werden Sensoren, Zähler und Kommunikationsmodule für die Echtzeitanalyse von Daten auf einer leistungsfähigen, verteilten Rechenplattform genutzt.

Ein Beispiel: Der größte Kostenfaktor für Wasserversorger ist die für die Reinigung und Filterung benötigte Energie, um das Wasser als Trinkwasser nutzbar zu machen. „Unser Ziel ist es, Ressourcen weltweit effizienter zu liefern. Wie man sich vorstellen kann, bieten diese Ressourcen nicht nur einen Wert für Aktionäre, sondern sie erlauben den Versorgungsunternehmen auch eine effektivere und effizientere Bereitstellung für Kommunen. Weltweit besteht ein enormes Verbesserungspotenzial bei der Verteilung von Gas, Wasser und Strom“, so Douglas.

Bessere Analysen – besser für die Umwelt

Douglas war kürzlich zum Surfen in einer abgelegenen Region von Nicaragua, die noch ohne Stromversorgung ist. Hier stellte er fest, dass die Lebensqualität der Nicaraguaner durch den besseren Zugang zu Wasser und Energie erheblich gesteigert werden könnte. Auch würden effizientere Energielösungen dazu beitragen, dass Versorgungsunternehmen ihre Reichweite in abgelegenen Gebieten, wie es sie etwa in Nicaragua gibt, erweitern und mehr Haushalte versorgen können. „Es besteht eine große Chance, die Bürger darin zu unterstützen, zu einem produktiveren Bestandteil der Gesellschaft zu werden, indem man ihnen Zugang zu Wasserressourcen ermöglicht und ihnen so das Überleben erleichtert. Eine Stromversorgung würde ihnen außerdem den Einstieg in das digitale Zeitalter ermöglichen. Dadurch könnten die Menschen von einem größeren Bildungsangebot und mehr gesellschaftlicher Teilhabe profitieren“, erläutert Douglas.

Nach Schätzungen von Itron werden durchschnittlich 34 Prozent des Wassers verschwendet, nachdem Versorger Geld in die Reinigung und Förderung zum Abnehmer investiert haben.

„Es ist interessant, wenn man sich die vorhandene Infrastruktur ansieht. Selbst in den USA gäbe es viel zu tun“, so Douglas weiter. „In unserer Gesellschaft gewinnt der Naturschutz immer mehr an Bedeutung und wir können Versorgungsunternehmen zu Kosteneinsparungen und mehr betrieblicher Effizienz verhelfen. Das trägt wiederum dazu bei, in der Öffentlichkeit als möglichst umweltfreundlich und effizient wahrgenommen zu werden.“

IoT-Lösung analysiert Daten der Wasserversorgung

Mit der IoT-Lösung OpenWay Riva von Itron werden enorme Mengen von Daten gesammelt und analysiert. Dadurch können Versorger schneller reagieren und ihre Produktivität auf Basis von Echtzeitanalysen steigern. „Früher waren die Rechnungs- und betrieblichen Daten unserer Kunden im gesamten Unternehmen verteilt. Es ist sinnvoll, diese an einer zentralen, auf SAP HANA basierenden Stelle zu konsolidieren“, so Douglas. „Versorgungsunternehmen können beispielsweise aufgrund der Nutzungsdaten ihrer Kunden erkennen, wenn ein Wasserleck aufgetreten ist, und ihnen dies mitteilen. Sie sind auch in der Lage, die Stromversorgung schneller wiederherzustellen, da sie die Ursache eines Problems rascher identifizieren können. Wir können Kunden von Versorgungsunternehmen durch die Verfügbarkeit von Echtzeitdaten im ganzen Unternehmen in vielerlei Weise helfen.“

Ein weiteres Beispiel sind die Stadtwerke von Bismarck in North Dakota, USA. Hier führte man die Technologie von Itron ein, um Lecks und Unregelmäßigkeiten bei der Nutzung besser zu erkennen. In der Folge sank der Wasserverlust der Kommune von 22 auf fünf Prozent. Itron half auch bei der Entwicklung eines Programms für Wassereinsparungen, mit dem noch weitere Verbesserungen erzielt werden sollen. Auch das Wasserwirtschaftsamt von Clayton County (Missouri, USA) entdeckte und reparierte mithilfe von Itron 440 Lecks. So konnte die Wasserversorgung in achteinhalb Jahren um 21,6 Milliarden Liter Wasser verbessert werden. Der Versorger sparte 4,2 Millionen US-Dollar an Produktkosten ein.

„Wenn man ein Wasserwirtschaftsamt oder ein anderes Versorgungswerk davon überzeugen möchte, in eine Lösung wie diese zu investieren, besteht die größte Hürde zunächst einmal in der Anerkennung der Tatsache, dass Ineffizienzen bestehen. Sobald sich die Verantwortlichen dessen bewusst sind, dass Ressourcen verloren gehen oder verschwendet werden, geht es nur noch um die Frage, wann und nicht ob Gegenmaßnahmen ergriffen werden“, erklärt Douglas.

Itron geht auch mit gutem Beispiel voran und führte eine wirkungsvolle Corporate-Social-Responsibility-Initiative ein, um den eigenen Einfluss auf die Umwelt zu minimieren, etwa durch die Reduzierung von Abfällen oder Kompostierung. „Ich habe sehr viele Mitarbeiter eingestellt und dabei festgestellt, dass die Menschen ein größeres Interesse an einem Unternehmen haben, wenn sie das Gefühl haben, etwas verändern zu können“, berichtet Douglas. „Wir glauben, dass wir einen beachtlichen Beitrag leisten, um der Umwelt, Menschen und unserer Erde zu helfen.“