Weltweit erste Implementierung von SAP Yard Logistics

Um umfassenden Einblick in sämtliche Yard-Prozesse zu erhalten, implementierte Schaeffler in seinem neuen Logistikzentrum SAP Yard Logistics. Das Besondere daran: In dem vollständig automatisierten Yard werden Prozesse ohne Intervention von Mitarbeitern durchgeführt.

Am 2. Mai 2018 nahm der internationale Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler sein hochmodernes Zentrallager im unterfränkischen Kitzingen in Betrieb. „Dieses neue Logistikzentrum an unserem neuen Standort Kitzingen ist ein weiterer Meilenstein in der Umsetzung unserer Strategie ‚Mobilität für morgen‘“, erklärte Georg F. W. Schaeffler, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Schaeffler AG, bei der feierlichen Eröffnung des neuen Zentrallagers.

Das Europäische Distributionszentrum (EDZ) in der Nähe von Würzburg mit rund 125.000 Lagerpositionen für Kugel-, Wälz- und Nadellager ist in zwei Bereiche unterteilt: ein siebengassiges Hochregallager mit Platz für 28.000 Euro-Paletten und ein automatisches Behälterlager mit knapp 95.000 Behälterplätzen. Eine weitere Besonderheit ist der vollständig automatisierte Yard mit verschiedenen Parkplätzen, Fahrzeugwaagen und Schranken, auf dem die neueste RFID-Technologie zum Einsatz kommt.

Automatisierte Logistik: LKW von Schaeffler mit Mitarbeitern
Ankunft des ersten Lkws im vollständig automatisierten Yard im EDZ Kitzingen

Umfassender Einblick in sämtliche Yard-Prozesse

Mit der weltweit ersten Implementierung von SAP Yard Logistics im Schaeffler-Zentrallager in Kitzingen hat SAP-Partner Westernacher sein Branchenwissen und sein Know-how bei der Implementierung von Modulen der SAP-Lösungen für Kundeninteraktion unter Beweis gestellt. Mit SAP Yard Logistics profitiert Schaeffler von umfassendem Einblick in sämtliche Yard-Prozesse, beispielsweise in die Planung der Vergabe von Andockplätzen und die Lkw-Verwiegung. Darüber hinaus lassen sich mit SAP Yard Logistics ausführliche Berichte erstellen und Bereiche mit Verbesserungspotenzial aufdecken, etwa im Hinblick auf die Transitzeiten vom Check-in bis zur Ankunft am Tor. Die Planung von Torbelegungen mithilfe der neuesten SAP-Fiori-Technologie sorgt dafür, dass Lkws gleichmäßig über den Tag verteilt eintreffen, und hilft, verfrühte Anlieferungen zu vermeiden. Bei einer verspäteten oder vorzeitigen Ankunft von Lkws können die Andockplätze per Drag-and-Drop schnell und effizient umgeplant werden.

Eine Anwendung für die Ladungssicherung ermöglicht eine bessere Einhaltung von Gesetzesvorschriften

Die Implementierung beinhaltet außerdem eine Anwendung für die Ladungssicherung, mit der Gabelstaplerfahrer die Beladung und Sicherung der Ladung dokumentieren können. Während der Fahrer eine Checkliste zur Sicherheit der Beladevorgänge beantwortet, wird ein Foto des beladenen Lkws gemacht. Der Lkw-Fahrer und der Gabelstaplerfahrer zeichnen die Sicherung der Ladung in der Fiori-Anwendung ab. Diese Informationen werden dann an SAP Yard Logistics übermittelt und dort gespeichert.

Bild eines beladenen Lkws
Bild eines beladenen Lkws, das mit der Anwendung für die Ladungssicherung aufgenommen wurde. Nach der Beladung wird außerdem ein Bild der Verladestelle gemacht und in SAP Yard Logistics gespeichert.

Automatisierte Yard-Prozesse dank integrierter Hardware und RFID-Technologie

Die vollständige Automatisierung sämtlicher Prozesse im Yard und die Integration von Fahrzeugwaagen, Schranken und RFID-Sensoren steigern die Effizienz und sorgen dafür, dass nur bei Ausnahmen eingegriffen werden muss. Bei der Ankunft am Kontrollpunkt erhalten die Fahrer einen Pager, der mit einem RFID-Sensor ausgestattet ist. Mithilfe eines RFID-Lesegeräts am Eingang überprüft der Fahrer, wann er in den Yard einfahren kann. Über ein weiteres Lesegerät wird die Ankunft am Tor bestätigt. Diese Informationen werden auch an SAP Extended Warehouse Management (SAP EWM) übermittelt. Der Pager dient außerdem der Kommunikation mit dem Fahrer, d. h. er erhält über das Gerät Anweisungen, welches Tor er anfahren soll oder wann er den Yard verlassen kann. Die in das System integrierten Fahrzeugwaagen an der Ausfahrt stellen sicher, dass die Lkws nicht überladen sind.

Nahtloser Prozessablauf durch Integration in SAP EWM

Durch die Anbindung an SAP Extended Warehouse Management unterstützt das neue Schaeffler-Zentrallager in Kitzingen nahtlose, integrierte Prozesse. Planungsänderungen im Lager werden automatisch an SAP Yard Logistics kommuniziert, sodass die Yard-Prozesse ohne Intervention von Mitarbeitern durchgeführt werden können.