Esport: SAP-Technologie verbessert Zuschauererlebnis bei der ESL One Hamburg

Die SAP erweitert ihr Engagement im Esports-Bereich und unterstützt die Liveübertragung von Europas größtem Dota-2-Event mit maßgeschneiderten Analysen.

Seit mittlerweile einem halben Jahr engagiert sich die SAP aktiv in der Welt des Esports. Den Anfang machte ein dreijähriges Sponsoring und eine Innovationspartnerschaft mit Team Liquid: Eine cloudbasierte Analyse-App, für welche Daten durch die SAP-HANA-Plattform bereitgestellt werden, hilft dem erfolgreichen Dota-Team des Clans heute dabei sich auf gegnerische Spielstrategien optimal vorzubereiten.

Doch die konkurrierenden Mannschaften stellen nur eine Seite des rasant wachsenden Esport-Ökosystems dar: die leidenschaftliche Fangemeinde überall auf dem Globus begeistert ständig neue Gesichter für digitales Athletentum.

Datenauswertungen im Livestream mit der SAP Cloud Platform

Für die SAP ist es daher der nächste Schritt, Analysen der in Turnieren anfallenden Datenfülle auch den Zuschauern in ansprechender Weise zugänglich zu machen. Der Live-Broadcast der ESL One in Hamburg vom 26. bis zum 28. Oktober, welche als wichtigster Dota-Wettkampf Europas gilt, ist dafür das Debüt: Zwölf verschiedene Teams treten in der Barclaycard Arena gegeneinander an, um den Titel und den Löwenanteil eines Preisgeldes von insgesamt 300.000 US-Dollar zu erringen.

Das grundlegende Spielprinzip von Dota 2 – benannt als Abkürzung des Vorgängers „Defense of the Ancients“ – ist denkbar einfach: Zwei Teams aus je fünf Spielern steuern „Helden“ auf einer symmetrisch aufgebauten, quadratischen Karte. An zwei gegenüberliegenden Ecken befinden sich die „Ancients“ genannten Hauptgebäude der beiden Spielergruppen. Ziel des Spiels ist es, den eigenen „Ancient“ zu verteidigen, und den gegnerischen zu zerstören.

Bei mittlerweile 115 verschiedenen „Helden“ mit völlig unterschiedlichen Fähigkeiten ergeben sich jedoch abertausende verschiedene Konstellationen, die dafür sorgen, dass keine Dota-Partie einer anderen gleicht. Die Kooperation der SAP mit dem weltweit größten Esport-Unternehmen ESL betrifft daher die Heldenauswahl (Pick- und Ban-Phase) des Spiels – Publikum und Kommentatoren sollen Anhaltspunkte erhalten, um die Entscheidungen der Profispieler für oder gegen bestimmte Helden besser nachvollziehen zu können.

Esport-Statistiken
Zuschauer erfahren welche Bans vom System am wahrscheinlichsten eingeschätzt werden.

Als Grundlage dafür dient abermals die In-Memory-Technologie SAP HANA. Mit Hilfe der Lösung können die Ergebnisse und Spieldaten vergangener Partien in Echtzeit ausgewertet werden, um dann über die SAP Cloud Platform zu prüfen, welche Helden die wahrscheinlichste Wahl der Wettstreiter sein werden. Das System berücksichtigt dabei die jeweilige Patchversion, damit Veränderungen in der relativen Stärke der Helden das Ergebnis nicht verfälschen. Selbst Synergien zwischen verschiedenen Helden werden in die Evaluation miteinbezogen, um möglichst exakte Vorhersagen treffen zu können.

Unbekannte Einblicke für Neulinge und Alteingesessene dank SAP HANA

Visuell aufbereitet finden diese Ergebnisse dann Eingang in die Übertragung der Veranstaltung. Ziel ist es, die Transparenz der Disziplin zu erhöhen. Interessierten Esport-Neueinsteigern wird so schneller das notwendige Wissen vermittelt, um die taktischen Finessen der Heldenwahl im notorisch komplexen Dota 2 zu durchschauen. Doch auch für Routiniers bieten die grafischen Analysen die Möglichkeit, bisher unerkannte Zusammenhänge festzustellen. Die Kommentatoren werden dabei mit Hintergrundinformationen versorgt, um erläutern zu können, auf welcher Grundlage die errechneten Wahrscheinlichkeiten basieren.

Analysen zu Esport-Teams
Im Livestream erhalten auch Dota-Veteranen neue Einblicke in Teamzusammenstellungen.

„Die SAP ist als innovationsorientiertes Unternehmen an Esport interessiert, denn es ist ein zu 100 Prozent digitaler Sport mit hohem Entwicklungstempo.“ erklärt Lars Lamadé, verantwortlich für den Bereich Sponsorships in Europe und Asien bei der SAP. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir gemeinsam mit der ESL an Innovationen im Broadcasting-Bereich arbeiten und somit den Zuschauern mit Hilfe unserer Technologie einen enormen Mehrwert bieten können.“

Copyright Featurebild: ESL | Adela Sznajder