Wie Künstliche Intelligenz Geschäftsreisen verändert

Künstliche Intelligenz (KI) zählt zu den Schlüsseltechnologien unseres Jahrhunderts. Doch wie nehmen Berufstätige diese neuen Technologien wahr? Und: Sind sie bereit für praktische Anwendungen im Arbeitsalltag?

In einer repräsentativen Studie hat SAP Concur über 4.000 Berufstätige in sechs europäischen Ländern befragt – und liefert selbst konkrete Beispiele, wie KI schon heute Geschäftsreisen zum „Perfect Trip“ macht.

Was Berufstätige über KI (nicht) wissen

KI kann Geschäftsreisen sicherer, preiswerter und komfortabler machen. Doch ob dieses Potenzial tatsächlich genutzt wird, hängt nicht zuletzt von den Mitarbeitern ab. Etwa hinsichtlich der Frage, ob sie Interesse und ein Grundverständnis für die Thematik mitbringen. So zeigen die Ergebnisse der SAP-Concur-Studie, dass noch viel Aufklärungsarbeit in Puncto KI geleistet werden muss, denn rund 40 Prozent der befragten Deutschen geben an, dass sie zwar von KI gehört haben, allerdings ohne genau zu wissen, was sich dahinter verbirgt. Das ist durchaus erstaunlich. Schließlich handelt es sich bei Künstlicher Intelligenz nicht um eine vergleichsweise unspektakuläre Erfindung wie den Wasserkocher, sondern um eine disruptive Technologie, die Experten mit der Einführung der Elektrizität vergleichen. In manchen Ländern ist der Aufklärungsbedarf sogar noch höher. Beispielsweise geben in Frankreich nur 29 Prozent der Befragten an zu wissen, wofür KI im Einzelnen steht. Umgekehrt gilt aber auch: Immerhin rund 60 Prozent der befragten Deutschen verfügt über ein allgemeines Verständnis von Künstlicher Intelligenz.

Early Adopter nutzen schon heute KI im beruflichen Umfeld

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Trotz des bestehenden Aufklärungsbedarfs ist Künstliche Intelligenz stark im Kommen. Die Finnen zeigen sich als Vorreiter: Hier nutzen rund 41 Prozent KI, gefolgt von den Briten mit 34 Prozent. In Deutschland geben immerhin 30 Prozent der Befragten an, KI-Anwendungen zu verwenden. Allerdings muss zwischen privater und beruflicher Nutzung unterschieden werden: Im europaweiten Durchschnitt geben rund 19 Prozent der Befragten an, KI-Technologien privat zu nutzen. Dabei wird mehrheitlich auf Sprachassistenten wie Alexa, Siri und Co. verwiesen – was auch aus Expertensicht korrekt ist. Denn die Verarbeitung von menschlicher Sprache (Natural Language Processing) gilt als wichtiger Teilbereich Künstlicher Intelligenz.

Die geschäftliche Anwendung fällt mit 11 Prozent noch überschaubar aus. Aufgrund der fortgeschrittenen Verbreitung von KI im privaten Umfeld ist jedoch künftig auch im beruflichen Kontext von starken Zuwächsen auszugehen.

Künstliche Intelligenz in der Praxis am Beispiel Geschäftsreisen

Während für den einen oder anderen KI noch nach Zukunftsmusik klingt, bietet SAP Concur bereits heute konkrete Anwendungsbeispiele:

  • Concur Locate hilft Unternehmen dabei, ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen. Ein lernender Algorithmus analysiert Kreditkartendaten, wiederkehrende Ausgaben, Reisepläne und andere Quellen, um auf dieser Basis vorherzusagen, wo sich Mitarbeiter gerade aufhalten. So kann der Arbeitgeber gegebenenfalls potentiell in Not geratene Mitarbeiter umgehend kontaktieren.
  • ExpenseIt hingegen überführt abfotografierte Rechnungen direkt in die Spesenabrechnung des reisenden Mitarbeiters. Hierzu nutzt die Software die sogenannte OCR-Technology (Optical Character Recognition), eine automatische Zeichenerkennung. Aber die Software kann noch mehr: Sie erkennt Spesentypen und ist in der Lage, Unregelmäßigkeiten und potentielle Fehlbuchungen automatisch zu identifizieren.
  • In die gleiche Richtung geht die Audit-Software Concur Detect. Sie analysiert zu 100 % automatisiert Spesenabrechnungen und identifiziert mögliche Betrugsfälle und unbeabsichtigte Abrechnungsfehler. Mit KI können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Rückerstattungen richtlinienkonform sind, ohne jede Reisekostenabrechnung manuell überprüfen zu müssen.

Genau solche Innovationen erwarten laut unserer Umfrage auch die Anwender: Vor allem Deutsche und Finnen sind der Meinung, dass KI Geschäftsreisen – beispielsweise durch vorausschauende Analysen (Predictive Analytics) – sicherer machen kann. Die Mehrheit der Befragten sieht zudem einen potenziellen Mehrwert durch eine Personalisierung der Geschäftsreise mithilfe von KI.

Auch in Zukunft will SAP Concur führend in der Anwendung von Künstlicher Intelligenz bleiben. Deshalb arbeitet ConcurLabs fortlaufend an neuen KI-basierten Innovationen. Auf diese Weise entstand bereits eine Amazon-Alexa-Fähigkeit, mit der Nutzer Alexa nach anstehenden Geschäftsreisen, Flügen, Hotelbuchungen und Transfers fragen können. Zudem arbeitet ConcurLabs auch an einem virtuellen Reiseassistenten, mit dem Mitarbeiter über Slack chatten können und der sie so bei ihren Abrechnungen und Reisebuchungen unterstützt.

Die Beispiele zeigen: Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, Reisende in Zukunft deutlich zu entlasten. Sei es durch intelligente, datenbasierte Prognosen, die Reisende per App frühzeitig auf mögliche Gefahren hinweisen, personalisierte Empfehlungen oder Texterkennungssoftware, die das Abrechnen von Reisekosten erleichtert. Das System lernt mit und erspart dem Reisenden zeitintensive Recherchen, Vergleiche und manuelle Eingaben – und die Entwicklung ist noch lange nicht am Ende!

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