Energiewende bedeutet Digitalwende: Wie Versorger ihre Geschäftsmodelle und IT-Systeme neu denken

Energiewende, Digitalisierung, hoher Kosten- und Wettbewerbsdruck: Die Versorgungsindustrie verändert sich so radikal wie kaum eine andere Branche. Doch viele Entscheider zögern, ihre IT-Systeme fit für die Zukunft zu machen. Dabei wäre jetzt der beste Zeitpunkt, SAP for Utilities zu modernisieren

Die Energiewende spaltet die Versorgungsindustrie: Laut einer aktuellen Studie sehen 46 Prozent der befragten Unternehmen sie als Chance – und 43 Prozent als Risiko.Die größten Risiken sind für die meisten Befragten hohe Investitionskosten sowie der Wechselwille der Kunden. Der steigt stetig und wird durch künftige Preiserhöhungen bei Strom und Gas weiter vorangetrieben.

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Serie: Digitale Wende in der Versorgungsindustrie

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Viele Versorger sehen aber auch die Chance, sich mit neuen Geschäftsfeldern von der Konkurrenz abzuheben und neue Kunden zu gewinnen. Mehr als die Hälfte hat vor, ihr Geschäftsmodell an die Anforderungen der Energiewende anzupassen. Der zweithäufigste Zukunftsplan der Energieversorger: die Digitalisierung vorantreiben. Digitalwende und Energiewende sind fast untrennbar miteinander verbunden. Ohne eine moderne Software lassen sich neue Geschäftsmodelle nicht oder nur unzureichend umsetzen.

Warum SAP S/4HANA Cloud und nicht weiterhin IS-U oder SAP for Utilities?

Die Energiewende ist kompliziert genug. Deshalb hat SAP das Lösungspaket für die Versorgungsindustrie grundlegend reformiert. Statt einer umfassenden Suite gibt es nun auch modular aufgebaute Lösungen – auf Wunsch aus der Cloud. Das hat den Vorteil, dass Unternehmen kein monatelanges Implementierungsprojekt starten müssen und damit wichtige Mitarbeiter lange Zeit ausgelastet sind. Stattdessen lassen sich alle Lösungsteile einzeln einführen und in bestehende integrieren. Die neue Lösungsgeneration zieht also nicht geballt ins Unternehmen ein, sondern Schritt für Schritt.

Neue Geschäftsfelder für Versorger

Mit der Energiewende hat sich auch das Geschäft vieler Versorgungsunternehmen erweitert. Statt „einfach nur“ Strom oder Gas bieten sie jetzt beispielsweise auch Solaranlagen, Ladegeräte für Elektroautos und Smart-Home-Geräte. Diese neuen Geschäftsfelder verändern die Abrechnungsmodalitäten, den Kundenservice und die Buchhaltung – und genau dafür gibt es SAP S/4HANA und SAP C/4HANA. Mit der ERP-Lösung SAP S/4HANA hat das Versorgungsunternehmen eine Lösung, mit der es von Logistikprozessen bis zur Finanzbuchhaltung alle Bereiche abdeckt – und auch die Besonderheiten neuer Produkte und Vertriebswege abbilden kann. Sämtliche Updates, Upgrades und regulatorischen Anforderungen werden von SAP durchgeführt und eingepflegt. Versorgungsunternehmen müssen weniger IT-Ressourcen für den Betrieb der Software bereithalten und können ihre IT-Mitarbeiter für eigene Innovationen einsetzen.

SAP C/4HANA deckt alles rund um den Kundenservice ab – von Marketing über den Vertrieb bis hin zur Angebotserstellung und Störungsmanagement. Die Software ist intelligent genug, um mithilfe von Algorithmen die Bedürfnisse der Kunden zu erkennen und maßgeschneiderte Marketingangebote zu erstellen. Sogar erste Wechselideen der Kunden ermittelt die Software und schlägt direkt Gegenmaßnahmen vor. So fühlen sich die Kunden individuell beraten – und bleiben ihrem Anbieter treu. Auch diese Lösung ist modular aufgebaut, Versorger können zunächst beispielsweise einen Webshop integrieren und anschließend auch das Marketing-Modul hinzubuchen. So reagieren sie flexibel auf neue Marktanforderungen.

Machine Learning, Predictive Maintenance: Die Zukunft ist da

In kaum einer anderen Branche ist die Anlagenwartung so aufwendig wie bei den Energieversorgern – vor allem, wenn die Anlagen auf hoher See stehen. Predictive Maintenance und moderne Sensortechnik haben es in den letzten Jahren aber geschafft, die Wartungskosten deutlich zu senken. Die Technik ist inzwischen so weit, dass sie sich auch für kleinere Anlagen wie Transformatoren, Freileitungen oder Generatoren lohnt. Im SAP-Leonardo-Portfolio und im SAP Asset Intelligence Network gibt es spezielle Algorithmen und Logiken für die Versorgungsindustrie. Die Lösung sammelt die Sensor- und Herstellerdaten aller Anlagenteile und prognostiziert mithilfe einer Statusanzeige die Ausfallwahrscheinlichkeit. Durch dieses Frühwarnsystem werden Anlagen besser ausgelastet, unnötige Wartungen vermieden und die Betriebskosten erheblich gesenkt. Damit verfügen Unternehmen über beste Voraussetzungen, die Herausforderungen der Energiewende souverän zu meistern.

Dieser Artikel ist Teil einer Serie rund um das Thema „Digitale Wende in der Versorgungsindustrie“. Weitere Inhalte finden Sie hier zu den Themen Energiewende im Wandel

und wie Versorger ihre Kundenbindung erhöhen können.