Tierschutz via Cloud-App

Ein „ERP“-Projekt der anderen Art – zwei SAP-Mitarbeiter unterstützen den SAP-Partner EPI-USE beim Naturschutzprojekt „Elephants, Rhinos & People“

Die Elefanten werden nach der Sedierung so schnell wie möglich auf die wartenden Fahrzeuge gehoben.

Elefanten und Nashörner sind vom Aussterben bedroht, das ist den meisten sicher bekannt. Schätzungen zufolge werden Jahr für Jahr über 35.000 Elefanten wegen ihrer Stoßzähne aus Elfenbein getötet. Bei den Nashörnern, von denen es insgesamt weniger gibt, sieht es noch schlimmer aus: alle sechs Stunden stirbt eines dieser Tiere durch Menschenhand.  Wenn die aktuelle Tötungsrate so hoch bleibt, werden beide Arten binnen zwanzig Jahren ausgestorben sein.

EPI-USE, seit 1994 ein SAP-Partner, hat die gemeinnützige Organisation Elephants, Rhinos & People (ERP) ins Leben gerufen, um unter dem Motto „Beyond Corporate Purpose“ Ziele zu verwirklichen, die über die Unternehmensvision hinausreichen, und Positives für die Welt zu bewirken. Sie fördert den Schutz von gefährdeten Elefanten und Nashörnern durch Projekte, die auch die Menschen vor Ort einbinden.

Die SAP unterstützt diese Organisation mit Spenden und mit der SAP Cloud Platform, die für Initiativen zum Tierschutz genutzt wird. Die beiden SAP-Mitarbeiter Phillip Booth und Andreas Elkeles durften diese Arbeit vor Kurzem hautnah erleben, als 24 Elefanten aus dem südafrikanischen Wildreservat Ithala in den Zinave National Park in Mosambik verfrachtet wurden. Der Naturschutzpark wird nach dem langjährigen Bürgerkrieg in diesem Land wieder mit Tieren besetzt.

Arbeit und Tierschutz verbinden

Wie Booth und Elkeles berichten, war das ein wahrhaft einmaliges Erlebnis. Booth, der seit vielen Jahren mit EPI-USE zusammenarbeitet, erzählt: „Es ist toll, wenn ich meine Arbeit mit dem verbinden kann, was mir persönlich am Herzen liegt: dem Tierschutz. Wenn man bei einem Projekt wie diesem mitarbeiten kann, gibt einem das unheimlich viel Energie.“

Booth und Elkeles konnten die Schutzmaßnahmen für diese faszinierenden Tiere nicht nur als Zuschauer, sondern als tatkräftige Helfer begleiten: Sie beobachteten die Atemfrequenz und den Pulsschlag der sanften Riesen während der Ruhigstellung, die für den Transport der Tiere notwendig ist. Booth empfand „so etwas wie eine Verbindung zwischen Mensch und Elefant“, als er zum ersten Mal nahe bei einem sedierten Elefanten hockte. „Ihre schiere Körpergröße gepaart mit ihrer Sanftmut ist einfach unfassbar“, so der SAP-Mitarbeiter.

Am Umsiedlungstag wurde die Elefantenherde von einem speziell dafür ausgebildeten Hubschrauberpiloten auf ein offenes Gelände geleitet. Anschließend wurden die Tiere mit vom Helikopter aus abgeschossenen Betäubungspfeilen sediert. Am Boden trat dann ein Expertenteam in Aktion, das die ruhiggestellten Elefanten an den Füßen aufgehängt mit einem Kran in die wartenden Fahrzeuge hievte.

Das sieht auf den ersten Blick brutal aus, hat sich aber als optimale Transportmethode für die Tiere erwiesen, die nicht selten über 2.000 Kilo wiegen. „Wenn man sich einmal intensiv mit Elefanten beschäftigt, bekommt man ein Gefühl dafür, wie verletzlich und schutzlos sie eigentlich sind“, erklärt Danie Behr, Group Executive bei EPI-USE.

Kernelemente des ERP-Programms:

  • Rettung und Behandlung von Elefanten, die durch Wilderei, Fallschlingen oder anderweitig verletzt wurden
  • Notfalleinsätze für Elefanten, die aus Reservaten ausgebrochen sind und denen der Tod durch Erschießen oder durch Zusammenstöße mit Fahrzeugen auf öffentlichen Straßen droht
  • Umsiedlung von Elefanten, die wegen ihres Verhaltens getötet werden könnten
  • Markierung von Elefantenherden, um ihre Bewegungen zu überwachen und sie effektiver zu schützen
  • Fachliche Beratung
Phillip Booth beim Überwachen der Puls- und Atemfrequenz eines Jungtiers.

Die Helfer mussten besonders darauf achten, dass beim Verladen auf die Lastwagen Rüssel, Schwanz und Ohren der Elefanten geschützt wurden. Elkeles war überrascht, wie warm und weich die Haut der Elefanten sich anfühlte. „Elefanten stehen kurz vor der Ausrottung durch Menschenhand, und mir gibt es sehr viel, dass ich etwas dazu beitragen kann, hier etwas wieder gut zu machen“, erklärt Elkeles.

Sofort nach dem Umladen in die bereitstehenden Transportcontainer wurde den Elefanten das Antiserum verabreicht, das sie wieder aufweckt. Noch am gleichen Abend brachen die LKWs in Richtung Mosambik auf. Nach einer 30 Stunden langen Reise über 1.250 Kilometer Staub- und Schotterstraßen und zwei Grenzübertritten kamen alle sicher in ihrem neuen Zuhause an. „Es ist ein sehr bewegender Augenblick, wenn man die Elefanten aus dem Lastwagen herauslaufen sieht“, erzählt Behr.

Da ausgewählte Tiere markiert worden waren, kann das Team vom ERP-Projekt mit der SAP Cloud Platform die Bewegung der Herde überwachen, sodass für ihre Sicherheit gesorgt werden kann. Die SAP will ihre Unterstützung im Laufe der Zeit ausweiten, unter anderem durch eine neue mobile App auf Basis der SAP Cloud Platform und den Einsatz von SAP Advanced Analytics, um die Herdenbewegung vorherzusagen und Tötungen durch Wilderer zu verhindern.

Andreas Elkeles (links) und Phillip Booth (rechts).

Weitere Informationen und die Option sich als Freiwilliger zu engagieren, finden sich auf der ERP-Website.