Der Handel im Wandel zum intelligenten Unternehmen

Experten sind sich einig: Der Überlebenskampf im Handel wird härter. Dafür sorgen vor allem steigende Kundenerwartungen und neue Konkurrenten. Wer in Zukunft die Nase vorn behalten will, sollte deshalb den Wandel zum intelligenten Unternehmen zügig einleiten. SAP liefert dafür die passenden Werkzeuge.

In Zeiten der Digitalisierung steht und fällt der Erfolg von Groß- und Einzelhändlern mit der Fähigkeit, sich an wandelnde Marktbedingungen anzupassen: Personalisierte Angebote, agile Sortimentsgestaltung und kanalübergreifende Retail-Services sind künftig nicht mehr Kür, sondern Pflicht.

Dieser Beitrag ist Teil der Themenserie

Serie: Intelligent Retail – Handel mit Köpfchen

Die Zukunft des Handels liegt in intelligenten Prozessen und der smarten Nutzung von Massendaten. Um die Potenziale der Digitalisierung agil zu erschließen, braucht es jedoch eine zukunftsorientierte, flexible Infrastruktur sowie die Bereitschaft, bestehende Abläufe auf den Prüfstand zu stellen und zu optimieren. SAP liefert dafür die richtigen Werkzeuge.

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„Der Kunde von heute ist hochvernetzt und wünscht sich persönliche Ansprache und Einkaufserlebnisse über alle Kanäle hinweg“, weiß Sami Sharif, Business Development Expert Retail, Wholesale and Fashion bei SAP Deutschland. Leider meist vergeblich: Laut einer aktuellen Umfrage bietet europaweit gerade einmal jeder fünfte Händler seinen Kunden eine nahtlose Einkaufserfahrung (Customer Journey ) zwischen On- und Offlinekanälen an.

Einzelhandel sieht Digitalisierung als Chance

Dabei ist sich die Branche durchaus bewusst, dass die Zukunft des Handels in intelligenten Prozessen und einer smarten Nutzung von Massendaten liegt. Schon heute ebnen Internet of Things, Sensorik und maschinelles Lernen im Handel den Weg zu mehr Effizienz und Kundenzentrierung: Smarte Regale analysieren Bestandssituationen automatisch, weiterführende Informationen wie Pflegehinweise, Bedienungsanleitungen oder Angaben zu in Lebensmitteln enthaltenen Zusatzstoffen lassen sich über QR-Code per Fingerstreich abrufen. Kühlgeräte melden drohende Ausfälle, noch bevor Schaden entsteht, Sortimente werden auf Basis aktueller Abverkaufszahlen optimiert, Kunden durch personalisierte Echtzeitangebote gezielt zu Zusatzkäufen angeregt. Schon deshalb sehen laut einer Bitkom-Studie 66 Prozent der Händler in der Digitalisierung eher Chancen als Risiken. Trotzdem hinken sie der Entwicklung aber meist hinterher.

Kein Wunder: Der Weg zum klug vernetzten Handelsbetrieb ist beschwerlich und komplex. „Unternehmen müssen nicht nur umdenken, neue Technologien und Prozesse gezielt nutzen, sondern vor allem ihre Daten in den Griff bekommen“, sagt Nastasja Paleri, tätig im Business Development für Innovationsthemen bei SAP. Und das ist leichter gesagt als getan. Denn Informationen zu Abverkäufen, Lagerbeständen, Kundenbindungsprogrammen, Retouren oder Marketingaktionen lagern in der Regel in unterschiedlichen Datensilos und können nur mit viel Aufwand zusammengeführt und ausgewertet werden. „Dabei bildet die nahtlose Verknüpfung sämtlicher Datenbestände eine unverzichtbare Basis für intelligente Handelsprozesse“, so Paleri.

An dieser Stelle kommt SAP ins Spiel. Die „Cloud Company“ will Groß- und Einzelhändlern den Weg zum intelligenten Retail Enterprise ebnen und liefert mit der SAP-Business-Suite-Software und Applikationen, smarten Technologien sowie der SAP Cloud Platform einen ganzheitlichen Werkzeugkoffer für nahtlose Einkaufserlebnisse, automatisierte Prozesse, personalisierte Services sowie nachhaltige Effizienzsteigerungen. Aktuell bietet SAP zahlreiche intelligente Szenarien, auf deren Basis die Kunden ihre speziellen Anforderungen und Wünsche entwickeln können. „Und dank SAP-Leonardo werden es täglich mehr“, unterstreicht SAP-Retail-Experte Sami Sharif.

SAP-Werkzeugkasten für innovatives Handeln

Das Innovationssystem basiert auf dem Plattform-as-a-Service-Angebot SAP Cloud Platform und vereint Big Data, künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen (ML), Blockchain, Internet of Things (IoT) sowie andere Technologien. Zudem können Groß- und Einzelhändler über die SAP Cloud Platform heterogene Anwendungen und Daten mühelos zusammenführen, auswerten und für die Umsetzung intelligenter Prozesse nutzen.

So lassen sich beispielsweise mithilfe maschineller Lernverfahren Produktinformationen automatisch anreichern. „Auf Basis geeigneter Trainingsdaten kann das System durch eine stichwortartige Beschreibung des neuen Produktes während der Einlistung eine korrekte Zuordnung in die jeweilige Warengruppe vornehmen“, erläutert Sharif. Das verschafft den Mitarbeitern mehr Zeit, um den Kunden individuell zu beraten und zu bedienen. „Also genau den Service zu liefern, den die Konsumenten auch im Zeitalter der Digitalisierung im stationären Handel erwarten“, ergänzt Nastasja Paleri.

Doch SAP liefert nicht nur leistungsstarke Tools, um bestehende Abläufe zu verbessern, sondern ermöglicht ebenso, Geschäftspotenziale besser abzuschöpfen – Stichwort Category Management: Sensorbasierte Technologien erfassen den Standort von Produkten oder Kundeninteraktionen in der Filiale. Auf Basis derartiger Erkenntnisse können Einzelhändler Angebote, Sortiment und Aktionen passgenau und individuell auf die Einkaufsgewohnheiten ihrer Kunden zuschneiden – und so den Umsatz gezielt ankurbeln.

Der letzte Schritt auf dem Weg zum smarten Handelsunternehmen besteht darin, auf Basis transformierter Wertschöpfungsketten und Prozesse ganz neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Zum Beispiel im Bereich Müllvermeidung: So nutzt beispielsweise ein amerikanischer Großhändler den SAP-Werkzeugkasten, um Abschriften im Frischebereich zu reduzieren und so seinen Gewinn zu steigern.

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