Digitalisierung zahlt sich aus

Digitalisierung betrifft mehr als den Einsatz neuer Technologien und erfasst nahezu alle Unternehmensbereiche. Eine umfassende Strategie ist dafür unabdingbar. Die gute Nachricht: Unternehmen, die systematisch und konsequent digitalisieren, verzeichnen sowohl bei betriebswirtschaftlichen Kennzahlen als auch bei Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit messbare Erfolge.

Es ist eine Binsenweisheit, dass Unternehmen „innovativ“ sein müssen, um im – zunehmend globalen – Wettbewerb erfolgreich zu sein. Aber was konkret bedeutet Innovation in Zeiten des digitalen Wandels? Ist es allein der Einsatz neuer Technologien wie Cloud Computing, Internet of Things (IoT), Big Data, Business Analytics, Blockchain, Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML), der ein historisch gewachsenes Unternehmen zu einem Vorreiter der Innovation macht?

Sicher ist indes der Umkehrschluss: Wer sich den neuen Technologien gänzlich verweigert, gefährdet seine Wettbewerbsfähigkeit und wird schon mittelfristig den Anschluss an die Konkurrenz verlieren. Insofern ist das Thema Innovation für Unternehmen aller Größen und Branchen – vom Handwerksbetrieb bis zum global agierenden Konzern, wenn auch in unterschiedlichem Maße – immer enger mit leistungsfähigen IT-Systemen und der Digitalisierung von Prozessen verknüpft.

Dabei gilt die einfache Gleichung: je größer das Unternehmen und je enger die Verflechtung mit Kunden, Zulieferern und Partnern, desto größer der Gewinn, der sich aus innovativen IT-Lösungen erzielen lässt. Aber es geht nicht nur um effizientere Prozesse: Mit der Digitalisierung entstehen neue Geschäftsfelder und –modelle, die vorher nicht möglich – und oft nicht einmal denkbar – waren.

Das disruptive Potenzial der Digitalisierung

Man denke an Uber, das kein einziges Fahrzeug besitzt, aber weltweit zu den größten Anbietern im Bereich der Personbeförderung zählt; oder Airbnb, dass kein einziges Hotelbett besitzt, aber größere Übernachtungskapazitäten anbietet als alle weltweit führenden Hotelketten. Die Basis des Geschäftsmodells in beiden Fällen: eine leistungsfähige IT-Infrastruktur und durchgehend digitalisierte Prozesse. Marktforscher sprechen von der „Uberisierung“ von Geschäftsfeldern und ganzer Branchen.

Wenn man sich das disruptive Potenzial vorstellt, das zukünftig Technologien entfalten werden, die heute noch in den Kinderschuhen stecken – wie etwa KI, ML oder autonomes Fahren – und deren Verzahnung mit IoT, Big Data, Cloud Computing, Business Analytics, mobile Devices, Social Media und den vorhandenen Transaktionssystemen, wird erkennbar, dass etablierten Unternehmen nicht mehr viel Zeit zum Handeln bleibt. Wenn sie diese Trends ignorieren, sind sie in Gefahr, erhebliche Marktanteile an die Konkurrenz oder gleich an digitale Newcomer zu verlieren

Bei der Digitalisierung geht es um mehr als den Einsatz neuer Technologien

Start-Ups können ihre IT-Infrastruktur und digitalen Geschäftsmodelle ohne den Ballast einer vorhandenen IT-Landschaft neu planen und aufbauen. Anders bei etablierten Unternehmen: Sie planen nicht auf der grünen Wiese, sondern verfügen über meist heterogene, im Laufe der Jahrzehnte gewachsene IT-Landschaften. Sie sind von heute auf morgen nicht einfach austauschbar, sondern lassen sich nur in einzelnen Schritten auf- und umrüsten. In vielen Unternehmen entstehen deshalb hybride Infrastrukturen aus traditionellen On-Premise-Systemen und modernen, meist Cloud-basierten Lösungen für die digitalen Technologien.

Analysten sprechen von „bimodaler IT“ oder einer „IT der zwei Geschwindigkeiten“. Zwar gilt es unter IT-Experten als unumstritten, dass der Einstieg in neue Technologien am besten mit konkreten Projekten gelingt, die jeweils ein klar begrenztes Aufgabenfeld ins Auge fassen und einen berechenbaren Nutzen bringen. Sei es in Form effizienterer und schnellerer Prozesse, höherer Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit oder im besten Fall in Form höherer Umsätze und Gewinne oder neu geschaffener Geschäftsmodelle.

Das Dilemma: Wenn die einzelnen Projekte nicht aufeinander und mit der übergreifenden IT-Strategie des Unternehmen abgestimmt sind, werden nicht nur mögliche Synergieeffekte verschenkt. Im schlimmsten Fall wird bei den meist von den Fachbereichen getriebenen Projekten auf unterschiedliche Standards und Systeme gesetzt – es entstehen „digitale Inseln“ die sich bis hin zu einer Schatten-IT ausweiten können.

SAP Now Innovationsgipfel in Berlin

Der Weg zur Digitalen Transformation ist für jedes Unternehmen ein anderer. Impulse und Unterstützung dabei finden Sie auf dem neuen Innovationsgipfel „SAP Now“ am 13. und 14. März 2019 in Berlin. Hier treffen Influencer, Innovatoren, Start-ups, SAP-Experten, Partner und erfahrene Führungskräfte aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Unternehmen geben exklusive Einblicke in ihre digitalen Transformationsprojekte und renommierte Experten erläutern in praxisnahen Vorträgen,  wie Sie Innovationen umsetzen und nachhaltig in Ihrem Unternehmen verankern. In interaktiven Workshops erhalten Sie zusätzlich Hands-On Einblicke in konkrete Strategien, Anwendungen und Technologien. Egal ob Sie erste Schritte in die Digitale Transformation unternehmen oder schon das nächste Level erreichen wollen: Auf der SAP Now finden Sie die Expertise, Technologien, Lösungen und Partner, die Sie auf Ihrem Weg in die Digitalisierung voranbringen. Jetzt mehr erfahren und Termin vormerken.

Es bedarf deshalb einer umfassenden Digitalisierungs-Strategie, die klar festlegt, welche Ziele erreicht und welche Standards, Methoden und Systeme dafür eingesetzt werden sollen. Die Ausarbeitung einer solchen Strategie ist indes keine einfache Aufgabe, sondern umfasst nahezu alle Unternehmensbereiche und erfordert die enge Zusammenarbeit von IT-Leitung, Fachbereichen und Business-Management. Sie reicht von der IT-Infrastruktur und Betriebssystemen, über die Nutzung unterschiedlicher Cloud-Lieferformen wie IaaS, PaaS und SaaS bis hin zu Plattformen, Applikationslandschaften, Betriebsorganisation und Mitarbeiter-Gewinnung und Fortbildung.

Digitalisierung bringt messbare Vorteile

Dass die Digitale Transformation weit über den Einsatz neuer Technologien hinausgeht, belegt die Studie „4-Digital“, die die Marktforscher von IDG anlässlich der Hamburger IT-Strategietage 2018 vorstellten. Sie unterteilt die Herausforderungen der Digitalen Transformation in die Kategorien Leadership, Methodenwissen, Skills und Technologisches Fundament. Für die erfolgreiche und durchgehende Digitalisierung müssten alle vier Aspekte berücksichtigt werden – und bei vielen Unternehmen sei diese Erkenntnis bereits angekommen: Rund zwei Drittel haben bereits eine mehr oder weniger ausgefeilte Digitalisierungsstrategie formuliert. Allerdings stecken 25 Prozent der der Befragten noch in der Anfangsphase und haben bisher nur einzelne Projekte durchgeführt.

Eine andere, von SAP und Oxford Economics durchgeführte Studie, „SAP Digital Transformation Executive Study“ aus dem letzten Jahr, kommt hinsichtlich der Aufteilung in Digitalisierungsanfänger und Fortgeschrittene zu vergleichbaren Ergebnissen. Allerdings identifizieren die Studienautoren eine kleine Gruppe von „Digital Leaders“, die die Digitalisierung aller Unternehmensbereiche bereits vollständig abgeschlossen haben.

Sie machen bisher zwar nur drei Prozent aller Befragten aus, aber die Ergebnisse, die sie vorweisen können, haben es in sich: 85 Prozent von ihnen konnten ihren Marktanteil steigern (im Vergleich zu 39 Prozent bei allen anderen), sie rechnen mit einem 23 Prozent höheren Umsatzwachstum, 80 Prozent von ihnen stellen eine höhere Profitabilität ihres Unternehmens fest. Gleichzeitig verzeichnen sie (70 Prozent) eine höhere Kundenzufriedenheit und ein größeres Engagement der eigenen Mitarbeiter (64 Prozent). Die Studienautoren ziehen ein eindeutiges Resümee: „Die Resultate sprechen für sich selbst – konsequente Digitalisierung zahlt sich aus.“