Effizientes Anlagenmanagement in der Öl- und Gasindustrie

Immer mehr Öl- und Gasunternehmen wollen neue Technologien wie das Internet der Dinge testen, um den globalen Wirtschaftsaufschwung durch die Digitalisierung mitzunehmen. Mit der Branchenlösung von SAP Leonardo für Anlagenmanagement können Ölgesellschaften die Anlagenbetriebszeit maximieren und Instandhaltungskosten senken.

Die Öl- und Gasindustrie sieht sich täglich der Herausforderung gegenüber, für einen reibungslosen Betrieb hochkomplexer Anlagen zu sorgen. Ob riesige Raffinerieanlagen, Bohrstellen an entlegenen Orten oder schwimmende Förderplattformen, alles muss rund um die Uhr fehlerfrei funktionieren, damit eine effiziente und sichere Produktion gewährleistet ist. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass bei jedem Werk fünf bis sieben Millionen verschiedene Teile verbaut sind.

Ein sicherer und profitabler Betrieb kann da nur bei kontinuierlicher Instandhaltung realisiert werden. Die tatsächlichen Wartungsarbeiten werden nach wie vor überwiegend manuell ausgeführt, doch eine Fülle von innovativen Technologien wartet darauf, für die Automatisierung von vor- und nachgelagerten Prozessen ihre Stärken unter Beweis zu stellen. Obschon die Öl- und Gasindustrie Innovationen traditionell skeptischer gegenübersteht, wächst auch in dieser Branche das Interesse an Technologien mit Funktionen für das Internet der Dinge (IoT).

Könnten Ölunternehmen nicht einfach mehr Personal einsetzen?

Teamwork ist eine tolle Idee – mit personeller Verstärkung hätten Unternehmen mehr Schlagkraft, um Marktanteile zu erobern. Viele haben bereits einen umfangreichen Pool an Subunternehmen, die das Geschäft für sie betreiben. Doch wie können diese Auftragnehmer über die täglichen Aktivitäten auf dem Laufenden gehalten werden? Was ist, wenn Arbeits­zeit­pläne und Prioritäten sich ändern? Welche Kompetenzen und Zertifizierungen werden für die Durchführung von Projekten benötigt? Planungsteams brauchen für die Projekte ihres Unternehmens erfahrene Arbeitskräfte – doch wenn neuartige Projekte bevorstehen oder langjährige Mitarbeiter den Job wechseln oder in Rente gehen, haben sie ein Ressourcen­problem.

Ist es möglich, eine App zu entwickeln, die den Instandhaltungsprozess unterstützt?

Ja, das ist natürlich möglich. Eine App ist eine gute Lösung, um sämtliche Arbeitskräfte miteinander zu vernetzen und auf dem Laufenden zu halten – mehr kann sie allerdings nicht leisten. Was gebraucht wird, ist eine Kombination von Systemen, Informationen und eingebetteten intelligenten Funktionen zur Verfolgung des Betriebszustands von Ausrüstung und Anlagen an Produktionsstandorten. Folglich müsste eine App mit Enterprise-Asset-Management- und Echtzeit-Projektdaten integriert werden, damit sie den Arbeitskräften, die sie benötigen, von Nutzen ist.

Könnte man mit verbesserten Sicherheitsprozessen die Instandhaltung optimieren?

Wo es auf die Sicherheit betrieblicher Abläufe ankommt, sollten Sicherheitsprozesse die in der Instandhaltung ausgeführten Arbeitsprozesse ergänzen. Mit der Reduzierung von Instandhaltungskosten werden vor allem eine Steigerung der Betriebsleistung und eine Maximierung des Ertrags angestrebt. Dabei kann es aber passieren, dass Unternehmen bei der Umsetzung von Änderungen für bewährte Prozesse, anstatt Risiken zu minimieren, neue Risiken generieren. Diesem Umstand entspringt die Zurückhaltung der Öl- und Gasindustrie, wenn es um Veränderungen geht. Und dies ist auch der Grund dafür, dass Unternehmen neue Ideen erst einmal im Modellversuch erproben, bevor sie sie im großen Maßstab übernehmen, um Betriebsabläufe zu verbessern.

So kann SAP Leonardo for Oil & Gas, Option für Service und Anlagen, Abhilfe schaffen

Mit SAP Leonardo for Oil & Gas, Option für Service und Anlagen, können Ölgesellschaften die Anlagenbetriebszeit maximieren und Instandhaltungskosten senken. Mithilfe von SAP Edge Analytics überwacht dieses Industry Innovation Kit Anlagenzustand und -leistung in Echtzeit. Wird eine Anomalie festgestellt, erhalten die Techniker sofort eine entsprechende Benachrichtigung, damit sie das Problem schnellstmöglich beheben können. Dadurch werden Ausfallzeiten minimiert.

Anhand dieser Informationen können die Techniker genauer feststellen, in welchem Zustand sich Anlagen befinden und wann welche Anlagen repariert werden müssen. Sie können die anstehenden Arbeiten priorisieren um sicherzustellen, dass Anlagen mit Leistungen im Grenz­bereich repariert werden, bevor sie ausfallen. Das trägt zur Erhöhung der gesamten Anlagen­leistung und der Betriebszeit der Ausrüstung bei und hilft gleichzeitig, Instandhaltungs- und Betriebskosten zu senken. Dadurch kann wiederum die Produktion gesteigert werden, was unterm Strich eine höhere Profitabilität bedeutet.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Funktion zur Überwachung der aggregierten Anlagenleistung. Damit gewinnen Betreiber Einblick in die Leistung ihres Anlagenportfolios im gesamten Betriebsablauf. Anhand dieser Details können sie Trends in der Anlagenleistung erkennen, die vorher vielleicht nie entdeckt worden wären. Auf Basis dieser umfassenden Einblicke in die betrieblichen Prozesse können sie die richtigen Maßnahmen ergreifen, um etwaige Probleme sofort zu beheben und letztlich die Gesamtleistung zu steigern.

Zusätzliche Vorteile der IoT-Lösung

Würde man den durchschnittlichen Verbraucher fragen, welches die größten Probleme in der Öl- und Gasindustrie sind, wäre die Antwort wahrscheinlich „die hohen Benzinpreise und das Umweltrisiko“. Tatsache ist, dass Mineralölprodukte in zahlreichen anderen Industrien gebraucht werden. Fehlten sie, dann hätten diese Industrien höhere Betriebskosten, weil sie diese Produkte dann selbst erzeugen müssten – und diese Kosten würden im Endeffekt an den Verbraucher weitergereicht.

Mark Pyatt, Operations Director bei SAP, erklärt: „Wenn Öl- und Gasunternehmen Instandhaltungskosten verringern und Daten, Analysen und betriebliche Abläufe vereinfachen wollen, sollten sie den Einsatz dieser Lösung in Betracht ziehen. Die Unternehmen, die dieses Modell umsetzen, beweisen uns, dass neue Technologien wirklich funktionieren. Sie erleben jetzt, wie der Nutzen sich zu realisieren beginnt, und das bringt Bewegung in ihre bisherigen Überzeugungen. Außerdem schafft es neue Impulse für entsprechende Erwägungen in Bezug auf ähnliche Lösungen, die eine weitere Leistungssteigerung und Kosteneinsparungen bewirken könnten. Das sind die betrieblichen Lösungen der nächsten Generation, die jetzt zum Testen und für den produktiven Einsatz verfügbar sind.“

SAP Leonardo for Oil & Gas, Option für Service und Anlagen, kann Unternehmen auf vielfältige Weise unterstützen: Es kann zur Senkung von Instandhaltungskosten beitragen, indem es meldet, welche Anlagen repariert oder ausgetauscht werden müssen; es ermöglicht Betreibern ein effektiveres Portfoliomanagement, indem es alle betrieblichen Abläufe transparent macht; und schließlich hilft es Unternehmen, Betriebskosten zu reduzieren, eine höhere Profitabilität und höhere Anlagenbetriebszeiten zu erreichen und damit wiederum Produktivitätssteigerungen zu erzielen.

SAP arbeitet derzeit gemeinsam mit einem Partnernetz an Sensoren, Geräten und Gateways, um dieses Kit zu unterstützen und eine durchgängige Lösung bereitzustellen, die auf einer von SAP und Intel entwickelten gemeinsamen Referenzarchitektur basiert.

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