Innovation und Klimawandel: Was SAP tut, um dem Klimawandel entgegenzuwirken

Nach einer drei Jahre währenden Stabilisierung sind die globalen CO2-Emissionen 2017 wieder gestiegen – und nichts deutet auf eine Trendwende hin. Die meisten G20-Länder haben ihre selbst gesteckten Ziele zur Bekämpfung des Klimawandels nicht erreicht, und wenn sie ihre Maßnahmen zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes nicht deutlich verstärken, ist es inzwischen sogar unwahrscheinlich, dass die Erderwärmung unter 2°C gehalten werden kann.

Dies sind einige der alarmierenden Ergebnisse des Emissions Gap Report 2018, den die UN-Umwelt­behörde am Vorabend des COP24-Gipfels (offiziell “24th Conference of the Parties to the United Nations Framework Convention on Climate Change“, UNFCCC) im polnischen Kattowitz präsentierte. Dieser jährlich veröffentlichte Bericht gibt einen Überblick über die aktuellen globalen Treibhausgasemissionen. Zudem dokumentiert er die Lücke zwischen den erwarteten Emissionen im Jahr 2030 und den Reduzierungen, die notwendig wären, um den Temperaturanstieg auf unter 1,5°C bzw. 2°C zu begrenzen. Wie überlebenswichtig es ist, dieses Ziel zu erreichen, offenbarte der im Oktober herausgegebene Sonderbericht zur Erderwärmung von 1,5°C des UN Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), auch „Weltklimarat“ genannt. Diese Bestandsaufnahme beschrieb die dramatischen Folgen der Erderwärmung, darunter vor allem den Anstieg des Meeresspiegels, Hitzewellen und den Verlust der Biodiversität.

SAP-Lösungen unterstützen den Kampf gegen den Klimawandel

„Climate Action“ (Maßnahmen zum Klimaschutz) lautet eines der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (UN Sustainable Development Goals, SDGs), denen sich die SAP im Einklang mit ihrer Vision und ihrer „Purpose“ verpflichtet hat. „Der wichtigste Hebel, an dem SAP ansetzen kann, ist unser Produktportfolio, wenn wir es unseren Kunden damit befähigen, positive wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Wirkung zu erzeugen“, erklärt Chief Sustainability Officer Daniel Schmid. „Wenn wir die enorme Reichweite betrachten, die wir dank unserer über 413.000 Kunden haben, ist das ein riesiges Potenzial, etwas zu bewegen.“

Untersuchungen wie etwa die von der Global e-Sustainability Initiative (GeSI) und Accenture Strategy durchgeführte Studie „#SMARTer2030“ deuten darauf hin, dass die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und die Nutzung von Daten in Entscheidungsprozessen für die Ressourcennutzung wesentlich zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes beitragen könnten. Die Studienergebnisse und eigene Berechnungen von SAP legen den Schluss nahe, dass unser Lösungs- und Technologieportfolio für sechs wichtige Branchen das Potenzial birgt, eine Verringerung der CO2-Emissionen um bis zu7,6 Gigatonnen zu bewirken. Das sind 63 Prozent der potenziellen Gesamtverringerung um 12,1 Gigatonnen, die in der Studie bis 2030 projiziert werden.

Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller (2.v.l.) mit Chief Sustainability Officer Daniel Schmid von SAP (Mitte) bei der Vorstellung der 'Allianz für Entwicklung und Klima'
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller (2.v.l.) mit Chief Sustainability Officer Daniel Schmid von SAP (Mitte) bei der Vorstellung der ‘Allianz für Entwicklung und Klima’

Einiges davon ist mit Kunden wie Vestas und Kaiserwetter in der Energie- und Versorgungswirtschaft schon realisiert worden. Doch es könnte wesentlich mehr getan werden. „Erstens müssen wir in Gesprächen mit Kunden viel stärker Unternehmenssinn und -werte in den Fokus rücken, aus diesem Blickwinkel heraus gemeinsam herauszuarbeiten, wie SAP dem individuellen Kunden helfen kann, seinen ökologischen Fußabdruck zu verbessern. Das heißt wir brauchen  einen sogenannten “purpose“-geleiteten Vertriebsansatz“, erklärt Will Ritzrau, Director of Sustainability. „Zweitens müssen wir besser darin werden, die Wirkung unserer Lösungen zu messen. Und drittens müssen wir unsere Wirkung ausweiten, indem wir Funktionen für Umweltverträglichkeit im gesamten Lösungsportfolio integrieren, nicht nur in einzelnen, dedizierten Nachhaltigkeitslösungen“, fordert er.

Um mehr Unternehmen bei den Themen Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung zum Nutzen der Gesellschaft mit ins Boot zu holen, hat das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) letzte Woche die neue „Allianz für Entwicklung und Klima“ vorgestellt. SAP ist hierbei einer der ersten 70 Partner.

Mit gutem Beispiel vorangehen: SAP-interne Initiativen für mehr Nachhaltigkeit

Bei SAP liegt der Fokus auf Innovationen, die Kunden helfen, nachhaltiger zu wirtschaften. Ebenso wichtig ist es dem Unternehmen jedoch, bei der Reduzierung der eigenen Treibhausgasemissionen eine Vorbildfunktion zu übernehmen. Dazu setzt SAP eine Reihe von entsprechenden Maßnahmen um (wichtige Meilensteine dieser Programme zur Eindämmung der CO2-Emissionen sind in der Infografik veranschaulicht). Im Rahmen der „Science Based Targets Initiative“ hat sich SAP zum Ziel gesetzt, in der gesamten Wertschöpfungskette bis 2050 85 Prozent weniger CO2-Emissionen zu generieren. Um bis 2025 vollkommen klimaneutral zu wirtschaften, setzt SAP an den drei Hebeln an, Emissionen erstens zu vermeiden, zweitens zu reduzieren und drittens zu kompensieren.

In den vergangenen Jahren konnte SAP ihre CO2-Emissionen stetig reduzieren, sodass diese Ende letzten Jahres wieder auf dem Niveau von 2000 waren – und das trotz einer Vervierfachung des Personals. Im Jahr 2017 verringerte SAP ihren Kohlendioxidausstoß um 55.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Die genauen Zahlen sind im jährlichen Integrierten Bericht nachzulesen.

Infografik zeigt die Fortschritte der SAP beim Klimaschutz.
Infografik: Fortschritte, die SAP seit 2008 macht, um den CO2-Austoß zu verringern. Zum Vergrößern bitte klicken

Alle SAP-Rechenzentren und Bürogebäude werden seit 2013 mit Ökostrom betrieben, und über 50 SAP-Standorte haben ein Environmental Management System (EMS) eingeführt, das die ISO-Norm 14001 erfüllt. Zusätzlich dazu laufen gegenwärtig in der Unternehmenszentrale in Walldorf und St. Leon-Rot Pilotprojekte für die Implementierung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001.

Mobilität spielt beim Klimaschutz ebenfalls eine wesentliche Rolle. Deshalb wird die Nutzung von Verkehrs­mitteln durch die Mitarbeiter auf dem täglichen Weg zur Arbeit in die Berechnungen des CO2-Ausstoßes von SAP mit einkalkuliert. Die im November veröffentlichten Ergebnisse des Employee Commuting Survey 2018 zeigen erneut einen positiven Trend: 2018 sanken die täglichen CO2-Emissionen durch Berufspendler um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Beleg dafür, dass unsere Kolleginnen und Kollegen bewusst Entscheidungen zugunsten des Klimaschutzes treffen. Die PKW-Nutzung ging um 5 Prozent zurück, die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln blieb konstant, die Nutzung von Fahrrädern stieg um 15 Prozent und das Arbeiten von zu Hause aus nahm um 11 Prozent gegenüber 2017 zu.

Grafik zeigt die Ergebnisse des Employee Commuting Survey 2018 bei SAP.
Die Ergebnisse des Employee Commuting Survey 2018 belegen gesunkene CO2-Emissionen bei Berufspendlern der SAP.

Wenn Emissionen weder vermieden noch reduziert werden können, kompensiert SAP dies durch Investitionen in CO2-Ausgleichsprojekte. Für die Investitionen in solche Klimaschutzprojekte erhält SAP im Gegenzug CO2-Gutschriften. SAP konzentriert sich dabei auf hochwertige Projekte wie etwa den Livelihoods Fund, die Wiederaufforstung mit der Verbesserung der Lebensgrundlage von ländlichen Gemeinden kombinieren und den GOLD-Standard des Worldwide Fund for Nature (WWF) erfüllen. Wie SAP-Vorstands­sprecher Bill McDermott am Earth Day 2018 verkündete, hat sich SAP im Rahmen ihrer Bemühungen für den Klimaschutz zum Ziel gesetzt, bis 2025 5 Millionen Bäume zu pflanzen. Bis dato sind 1.570.000 Bäume gepflanzt worden, 500.000 davon im Kikonda Forest Reserve in Uganda. Nicht darin enthalten sind die Bäume, die in 2018 durch die SAP-Investition in den Livelihoods Fund  gepflanzt wurden; diese Zahlen werden erst zu Jahresende herausgegeben.

Spin & Win
Wenn Sie spielerisch erkunden wollen, welche Beiträge SAP und ihre Kunden nicht nur zum UN-Nachhaltigkeits­ziel „Climate Action“ (SDG 13), sondern zum Gesamtkatalog der UN-SDGs leisten, drehen Sie hier das „Wheel of Purpose“.

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