Telekom-Branche: Vorteile für Dienstleister, die die Profitabilität ihrer Kunden kennen

Mit SAP Leonardo erhalten Telekom-Anbieter detaillierte Einblicke in ihre Daten und können so Kundenprofile erstellen.

Stellen Sie sich vor, Sie sind der Eigentümer eines Telekommunikationsunternehmens. Das Geschäft läuft gut! Ihre Firma hat sich zu einem Großunternehmen entwickelt, das tausend Basisstationen besitzt. Eines Tages erhalten Sie einen Bericht, nach dem die obersten 10 Prozent Ihrer profitablen Kunden drohen, den Anbieter zu wechseln. Aus welchem Grund? Sie finden, dass sie nicht den Service bekommen, den sie verdient haben. Okay. Keine Panik. Alles, was Sie jetzt wissen müssen, ist: Welcher profitable Kunde nutzt welche Basisstation? Wie viele Stationen müssen aufgerüstet werden?

Aber wie können Sie das herausfinden? Sie möchten ja nicht mutmaßen, denn wenn Sie mit Ihrer Vermutung falsch liegen, was dann? Sie brauchen Einblick in Ihre Daten, damit Sie die obersten 10 Prozent der profitablen Kunden priorisieren und genau die Stationen aufrüsten können, die von diesen Kunden am meisten benutzt werden. Auf diese Weise können Sie die Treue dieser Kunden zurückgewinnen.

Wie können wir Daten priorisieren? Und warum ist eine Priorisierung wichtig? Sie können Prioritäten dafür setzen, welche Stationen aufgerüstet werden, indem Sie die Daten jedes einzelnen Kunden analysieren. Dadurch können Sie erkennen, welche Kunden die profitabelsten sind. Das gibt Telekomunternehmen die Möglichkeit, sich vorrangig um ganz bestimmte Kunden und die für sie notwendigen Servicelevel zu kümmern.

Können Telekommunikationsunternehmen in bessere technologische Ausstattung investieren? Ja, das können sie. Leider haben alle Telekomunternehmen ein Budget. Sie haben Tausende von Basisstationen, können es sich aber nicht leisten, sie alle im gleichen Jahr aufzurüsten.

Ist es möglich, Kundenprofitabilität an Kapitaleinsatz zu koppeln? Ja. SAP unternimmt Schritte in diese Richtung, indem sie Analysen bereitstellt, die den durchschnittlichen Gewinn pro Nutzer (AMPU) mit Investitionen verknüpfen.

Telekommunikation: So kann SAP Leonardo Big Data Margin Assurance helfen

Um Unternehmen bei der Stärkung der Kundenbindung zu unterstützen, hat SAP das Industry Innovation Kit SAP Leonardo for Telecommunications, Big Data Margin Assurance, entwickelt. Dieses Kit bietet folgende Vorteile:

  • Identifizieren von Bereichen mit Margenrisiken anhand von konsolidierten Daten und einer unternehmensweiten Gesamtsicht
  • Detaillierte Einblicke in einzelne Kunden, Produkte und die Anlagenprofitabilität

Diese Vorteile gründen in der Technologie, die hinter diesem Kit steht. Da das Industry Innovation Kit SAP Leonardo for Telecommunications, Big Data Margin Assurance, die Funktionen von SAP Leonardo Analytics nutzt, kann es große Datenmengen sortieren. Das Kit kann alle Services und Datenquellen in Echtzeit in einer ganzheitlichen Sicht zusammenführen, sodass Manager sich rasch einen Überblick über die Daten nach Kunde, Tarif und Servicelevel verschaffen können. Über die SAP Cloud Platform kann schnell und unkompliziert auf diese Übersicht zugegriffen werden. Dank der Aussagekraft der Details kann das Kit beim Auffinden der Ursachen für Profitabilitätseinbußen helfen und ermöglicht somit ein Verständnis der Abweichungen zwischen den Profitabilitätsraten der einzelnen Kunden.

Profitabilitätsraten aufschlüsseln – was nützt das Telekom-Anbietern?

Um beim aktuellen Beispiel zu bleiben: Sobald das Telekommunikationsunternehmen heraus­gefunden hat, an welchen Bereich des Netzwerks die obersten 10 Prozent der Kunden angebunden sind, kann es handeln. Nehmen wir beispielsweise an, die meisten dieser Kunden sind im gleichen Gebiet im Umland von Hamburg ansässig. Das Telekomunternehmen wüsste dann, mit welcher Basisstation die Kunden verbunden sind. Dann könnte es auch sehen, welche Antenne am stärksten genutzt wird. Der Hauptgrund für den drohenden Weggang von Kunden ist schlechter Service. Kein Netzzugang, Gesprächsabbrüche oder die Nichteinhaltung des zugesagten Datendurchsatzes, all das sind Formen von schlechtem Service. Das haben wir wahrscheinlich alle schon einmal bei unserem Telekommunikationsdienstleister erlebt und waren frustriert. Doch mit dem Kit kann das Telekomunternehmen genau die Basisstation herausfinden, um die es sich als Erstes kümmern muss. Jetzt kann diese Station aufgerüstet oder repariert werden, und das Unternehmen kann die obersten 10 Prozent seiner profitablen Kunden weiter an sich binden. Damit spart es Geld für Anlagen und sorgt dafür, dass wichtige Kunden zufrieden sind.

Co-Innovation mit Telekomunternehmen: SAP BDMA in Aktion

Yusuf Butun sprach mit einem führenden Telekommunikationsanbieter über die gemeinsame Innovation mit SAP. Das Telekomunternehmen hatte riesige Datenmengen zu bewältigen. Das Hauptproblem bestand darin, die Profitabilität eines gegebenen Kunden zu ermitteln. All die Informationen konnten gesammelt, aber nicht wirklich ausgewertet werden. Es war nicht möglich, sie bis auf die Kundenebene aufzuschlüsseln. Mit SAP konnte das Unternehmen automatisierte Analysen durchführen und Ausreißer erkennen. Zudem konnte es die Kunden nach Profitabilität klassifizieren. Mithilfe der Co-Innovation konnte der Kunde wichtige Fragen wie diese beantworten: Welche Kunden haben eine höhere Profitabilität? Welche Kunden sind weniger profitabel? Wie kann ich mehr ertragsstarke Kunden gewinnen? Die entsprechenden Pläne können mit diesem Kit visualisiert und damit konsequenter durchgeführt werden.

Das Fazit: SAP Leonardo for Telecommunications, Big Data Margin Assurance, hilft Unter­nehmen auf vielfältige Weise. Es konsolidiert riesige Datenmengen in einer leicht verständlichen Übersicht. Es bietet Managern Entscheidungshilfen dazu, welche Anlagen aufgerüstet werden müssen. Und letztlich hilft es Unternehmen, Geld zu sparen und margenstarke Kunden zu halten.

Mehr über das Kit erfahren Sie hier.