Gut gekühlt: Branchenlösung SAP Leonardo for Retail

Die Branchenlösung SAP Leonardo for Retail bietet dem Einzelhandel Funktionen wie eine automatische Temperaturregulierung und Bestandsprüfungen von Lebensmitteln im Einzelhandel. Für eine bessere Bestandsverfolgung sorgen intelligente Regale.

Eine ganze Reihe von Kühlgeräten zu verwalten, stellt im Lebensmitteleinzelhandel eine große Herausforderung dar. Viele Geschäfte müssen ihre Waren bei unterschiedlichen Temperaturen lagern. Man denke nur an Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eiskrem oder Blumen. Nicht zu vergessen ist die Umgebungstemperatur, auch sie spielt eine wichtige Rolle. Doch wie kann ein Supermarkt all dies regeln und die Kunden vor verdorbenen Lebensmitteln bewahren?

Sollte an jedem Kühlgerät ein Temperatursensor angebracht werden? Diese Idee wird bereits umgesetzt, ist aber nicht sehr genau. Das Problem ist, dass die Kunden die Türen der Kühlschränke regelmäßig öffnen und schließen. Der Sensor kann die Temperatur im Innenraum nicht genau überwachen, da sie von der Umgebungstemperatur beeinflusst wird.

Wie wäre es, wenn an jedem Kühlgerät mehrere Sensoren angebracht würden? Vielleicht könnten diese Sensoren mit einem Computer verbunden werden, der dann Push-Benachrichtigungen sendet? Das ist eine großartige Idee, die aber nur ein Problem löst. Die Effizienz und Leistung der Kühlgeräte zu überwachen ist nur der erste Schritt. Denn es ist nicht klar, wann ein Verderb der Lebensmittel einsetzt und wie oft der Kühlschrank geöffnet wurde. Außerdem gibt es keine automatische Funktion, um zu erfahren, wann bestimmte Artikel wieder aufgefüllt werden müssen.

Wie wäre es, wenn ein Mitarbeiter den Warenbestand und die Temperatur der Kühlschränke überwacht? Das Problem bei dieser Idee ist die Ungenauigkeit. Um exakte Ergebnisse zu erhalten, würde der Supermarkt mehrere Mitarbeiter benötigen, die zahlreiche Bestands- und Temperaturprüfungen durchführen. Effizienter wäre es, einen Computer einzusetzen, der beide Prüfungen gleichzeitig ausführen kann. Wenn dann etwas auffallen würde, könnte der Verantwortliche der Sache nachgehen.

SAP Leonardo for Retail kann Abhilfe schaffen

Das Industry Innovation Kit SAP Leonardo for Retail, Option für Anlagen, unterstützt die automatische Temperaturregulierung und die automatische Durchführung von Bestandsprüfungen, wodurch die Verbrauchersicherheit erhöht wird. Die Lösung bietet folgende Vorteile:

  • Die Produktivzeiten der Anlagen werden maximiert. Innerhalb vorgegebener Toleranzen werden konstante Temperaturen sichergestellt.
  • Umsatzverluste durch Verderb oder Überschreiten des Verfallsdatums werden minimiert oder verhindert.

Dank der SAP Cloud Platform und Analysen, die auf maschinellem Lernen basieren, lassen sich mit SAP Leonardo for Retail, Option für Anlagen, die Temperaturen in jeder Kühleinheit regulieren. Die Temperatur im Innenraum der Kühlschränke wird jedes Mal, nachdem eine Tür geöffnet und geschlossen wurde, angepasst. Steht eine Tür zu lange offen, sendet das System eine weitere Warnmeldung.

Wie steht es mit offenen Kühlsystemen? Zum Beispiel für Obst und Gemüse. Bei diesen Kühlsystemen analysiert die Lösung die Umgebungstemperatur und vergleicht sie mit der Kühltemperatur. Mittels Analysen wird die optimale Temperatur berechnet und dann automatisch entsprechend eingestellt. So bleibt die Temperatur konstanter und die Waren bleiben länger frisch. Dies bedeutet, dass weniger Lebensmittel verderben. Durch einen gleichmäßigen Energieverbrauch wird Geld eingespart und die Kunden sind zufrieden.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten der Anlagen-Branchenlösung für den Handel

Das Industry Innovation Kit SAP Leonardo for Retail, Option für Anlagen, kann auch erfassen, wie oft jede einzelne Kühlschranktür geöffnet wurde. Oliver Grob, der bei SAP als Solution Manager für den Bereich Einzelhandel tätig ist, erklärt: „Wenn wir erfassen können, wie oft Türen geöffnet werden, können wir diese Informationen mit den POS-Verkaufsdaten vergleichen. Dann sehen wir, wie viele Produkte aus diesem Kühlschrank verkauft wurden.“

Diese Informationen sind wertvoll, denn sie geben Einzelhandelsgeschäften einen Einblick in das Kaufverhalten ihrer Kunden. Die Marktleiter erfahren mehr darüber, welche Produkte sich gut verkaufen und welche Artikel ihre Kunden bevorzugen. Mit diesem Wissen können sie die Produkte entsprechend platzieren – nicht nur um sie besser zu verkaufen, sondern auch um sie vor Verderb zu schützen. Indem das Öffnen der Türen mit der Anzahl der verkauften Produkte verglichen wird, kann auch der Umsatzverlust durch Diebstahl reduziert werden.

Ein weiteres Anwendungsbeispiel ist der Zustand der Anlagen. Die Lösung kann genau vorhersagen, wann Anlagen repariert oder ausgetauscht werden müssen. Anstatt jeden Monat Zeit und Geld in Wartungsarbeiten zu stecken, kann jedes Gerät nur bei Bedarf repariert werden. Dies ist von großem Vorteil, denn so lässt sich die Produktivzeit der Anlagen erhöhen. So muss zum Beispiel nicht eine ganze Reihe Kühlschränke für die Wartung abgeschaltet werden. Es genügt, nur die Geräte abzuschalten, die wirklich gewartet werden müssen. So lassen sich Einsparungen bei den Wartungskosten erzielen.

Technik der Zukunft: intelligente Regale im Einzelhandel

SAP befasst sich derzeit mit der Erweiterung der Lösung. Das Ziel ist ein intelligentes Regal, das genau weiß, wie viele Kartons sich darin befinden und um welche Lebensmittel es sich handelt. Diese Informationen würden den Marktleitern helfen, die Bestände genau zu verfolgen. Und sie würden erfahren, warum ein Regal leer ist.

Bisher konnte man solche Informationen nur über die Verkaufszahlen gewinnen. Aber mit einem intelligenten Regal würden die Mitarbeiter diese Information bereits erhalten, wenn der Kunde Produkte aus dem Regal nimmt. Fehlbestände ließen sich so reduzieren oder vermeiden. Darüber hinaus könnten intelligente Regale auch erstaunliche Einblicke in das Kaufverhalten der Kunden ermöglichen.

Das Branchen-Kit SAP Leonardo for Retail, Option für Anlagen, ermöglicht Einzelhandelsunternehmen, ihre Anlagen im Kühlgerätebereich zu überwachen. So können sie Umsatzverluste durch verdorbene Waren oder zu hohen Energieverbrauch minimieren. Sie sind in der Lage, vorherzusagen, wann ihre Anlagen repariert werden müssen und können diese länger produktiv nutzen.

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