Exklusiver Besuch beim Weihnachtsmann: Das intelligenteste Unternehmen der Welt

Sieben Milliarden Menschen – über 1,8 Milliarden davon Kinder unter 15 Jahre alt. Und alle müssen pünktlich zu Weihnachten mit Geschenken beliefert werden – für den Weihnachtsmann und sein intelligentes Unternehmen kein Problem. Lesen Sie hier, wie der Weihnachtsmann seine weltweite Organisation erfolgreich digitalisiert hat.

Wo das Gespräch mit dem Weihnachtsmann stattfand, muss natürlich geheim bleiben. Nur so viel: Wir haben per Fee eine Nachricht erhalten, und dann musste alles ganz schnell gehen. Wo der Weihnachtsmann wohnt, da ist es tatsächlich sehr kalt. „Meine Rechenzentren brauchen deswegen nur wenig Kühlung, das spart natürlich erhebliche Kosten“, berichtet der Weihnachtsmann stolz. Logistisch betrachtet liegt der Nordpol allerdings eher im Abseits.

„Ich habe das intelligente Unternehmen erfunden“, sagt der Weihnachtsmann und lehnt sich in seinem großen, roten Samtsessel zurück. „Das wissen die wenigsten. Doch wer wie ich an einem einzigen Tag Milliarden von Geschenken pünktlich und zuverlässig ausliefern muss, der braucht natürlich die neuesten, digitalen Technologien.“ Der CEO der Weihnachtsmann AG ist in Personalunion auch CIO und CDO des Unternehmens.

Er verfügt für seine Just-in-Time-Geschenk-Arbeit über einen riesigen Datenschatz mit detaillierten Datensätzen für jeden seiner Kunden, alles gesammelt und verwaltet in einer In-Memory-Datenbank. „Nur damit kann ich diese großen Mengen sowohl strukturierter als auch unstrukturierter Daten erfassen und analysieren und in Realtime verarbeiten“, erklärt der Weihnachtsmann.

Big-Data-Analysen ermitteln das perfekte Geschenk in Echtzeit

Wer wünscht sich was und in welcher Farbe und Größe? Wo muss der Schlitten genau hin, und wie berechnet man die beste Route? Das alles ist wichtig. Deshalb verfügt die Weihnachtsmann AG selbstverständlich über ein präzises Verzeichnis aller Schornsteine.

Stimmungsanalysen und Kundensegmentierung gehören zum kleinen 1×1 der Helfer des Weihnachtsmanns. Das ganze Jahr über treffen Wunschzettel via Social Media oder per E-Mail ein. Viele Wunschzettel kommen aber auch noch auf Papier an. Diese werden mit Hochschlitzmaschinen automatisch geöffnet – Geschwindigkeit: bis zu 300 Briefe/Minute -, mit KI digitalisiert und den Fachabteilungen zugeordnet. Stolz zeigt er bei einem Rundgang die Anlagen. Zudem finden persönliche Kundengespräche statt, meist auf Weihnachtsmärkten.

Kern des Geschenkunternehmens ist eine speziell angepasste ERP-Software mit dem Zusatz „WM“ (für „Weihnachtsmann“). In diesem Planungs- und Steuerungssystem laufen Bedarfsprognosen, Absatz- und Produktionsplanung, Artikelverwaltung, Angebot und Nachfrage für Millionen an Artikeln in Echtzeit zusammen. Gute Erfahrungen hat der Weihnachtsmann auch mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz gemacht. Schon heute treffen seine so entwickelten Geschenkvorhersagen oft ins Schwarze.

Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat – dafür hat der Weihnachtsmann speziell geschulte Mitarbeiter. „Früher waren wir auch bei studiVZ und bei Second Life“, grummelt der Mann mit dem roten Mantel und dem weißen Bart. Man habe damit Geld verloren, er wolle nicht darüber sprechen. Besser liefe es heute beim Omnichannel-Management. 

Smart Factory am Nordpol und eine optimierte Supply Chain

Viel lieber zeigt er uns seine großen Produktionsstätten tief unter dem Eis. Hier fertigen viele Tausend angestellten Kobolde, Wichtel, Zwerge und Elfen während des ganzen Jahres Geschenke – rund um die Uhr. Doch einiges wird auch hinzugekauft und in Echtzeit mit fliegenden Schlitten in die Läger mit chaotischer Lagerhaltung gebracht. Bei der Bestandsverwaltung helfen dann intelligente Roboter. Bei der Planung seien Prozesse und Produkte mithilfe Digitaler Zwillingen in virtuellen Umgebungen ausgiebig getestet worden.

„Ich verfolge auch die Diskussionen um Blockchain in der Logistik genau“, verrät der Weihnachtsmann. Er senkt seine Stimme. In einem Pilotversuch verfolge er so Transporte, um zu Weihnachten noch schneller zu werden und gleichzeitig Betrug, Fehler, Ausschuss und Kosten zu reduzieren. Das werde das nächste Geheimnis seiner Lieferkette.

Seine rund 34.000 Schlitten lässt der Weihnachtsmann natürlich mithilfe von Predictive Maintenance warten. „Wir konnten so Störungen und Probleme exakt voraussagen und damit die Ausfallzeiten effektiv verkürzen“, sagt er.

Fachkräftemangel auch am Polarkreis ein Problem

Ein Problem gibt es jedoch in der Digitalmanufaktur: Es ist der Fachkräftemangel. „Ich erhalte zu wenig Bewerbungen von qualifizierten Elfen und Kobolden.“ Deswegen komme es auch hier und da zu Verzögerungen. Eine Recruiting-Lösung soll Abhilfe schaffen und talentierten Nachwuchs an den abgelegenen Nordpol locken.

Ein länderspezifisches Customizing hat der Weihnachtsmann bereits durchgesetzt: In den USA und Großbritannien gibt es nicht am Vorabend, sondern erst am 25. Dezember die Geschenke.In enger Abstimmung arbeitet der Weihnachtsmann in Süddeutschland und Österreich mit dem Christkind zusammen, das hier traditionell die Geschenke bringt.

An Weihnachten muss alles auf den Punkt funktionieren. Dabei ist der Weihnachtsmann sein eigener größter Kritiker. Nach der letzten Auslieferung trifft er sich mit allen Mitarbeitern am 26. Dezember zur Manöverkritik. Hier wird analysiert, was gut, was schlecht gelaufen ist. Ein gutes CRM-Beschwerdemanagement mit Ticketsystem ist deshalb für die Mitarbeiter in den Weihnachtsmann-Callcentern Pflicht.

Blockchain, Drohnen, Digitaler Zwilling: intelligentes Unternehmen Weihnachtsmann AG

In diesem Jahr will der Weihnachtsmann seinen Plan vorstellen, ab 2020 einige der Millionen Geschenke mit Drohnen statt mit Schlitten auszuliefern. Er geht mit der Zeit – rechnet aber auch mit Widerstand. „Wir müssen als Traditionsunternehmen immer abwägen, wie viel vom Fortschritt nach außen sichtbar ist. Die Menschen wollen Weihnachten genauso, wie sie es kennen.“

Zum Abschied zeigt er uns einen Medienbericht über Transportröhren, Hyperloop genannt, um Passagiere und Güter mit Geschwindigkeiten von rund 1.000 Kilometern pro Stunde von A nach B zu bringen. Angeblich ein Plan der Hamburger Hafengesellschaft für den Hafen. Doch in Wirklichkeit stecke er, der Weihnachtsmann, dahinter.

Als wir schon in einen seiner VIP-Schlitten geklettert sind, der uns nach Hause bringen soll, winkt uns der alte Mann noch lange hinterher. Ein spannender Tag im Weihnachtsland geht zu Ende. Bald ist es wieder soweit. Weihnachten.

Innovationskongress „SAP Now“ am 13. und 14. März 2019 in Berlin

Der Weihnachtsmann hat sein Unternehmen bereits vollständig digitalisiert. Welchen Weg Firmen dabei beschreiten und welche Technologien sie wählen, hängt von einer Vielzahl individueller Faktoren ab. Impulse und Unterstützung dabei finden Sie auf dem Innovationskongress „SAP Now“ am 13. und 14. März 2019 in Berlin. Hier treffen Innovatoren, Start-ups, Praktiker und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen und diskutieren Strategien, Anwendungen und Technologien. Unternehmen geben Einblicke in ihre Transformationsprojekte und erläutern, wie sie Innovationen umsetzen und nachhaltig verankern. Egal ob Sie erste Schritte in die digitale Transformation unternehmen oder das nächste Level erreichen wollen: Auf der SAP Now finden Sie die Expertise, Technologien, Lösungen und Partner, die Sie bei der Digitalisierung voranbringen. Jetzt mehr erfahren und Termin vormerken.