[{"@context":"http:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/2019\/09\/scm-disposition-neue-algorithmen\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/2019\/09\/scm-disposition-neue-algorithmen\/","headline":"Disposition: Das bringen die neuen Algorithmen","name":"Disposition: Das bringen die neuen Algorithmen","description":"Zwei neue Algorithmen in der Beschaffung verbinden die Vorteile der verbrauchs- und der plangesteierten Disposition miteinander. Erfahren Sie mehr im \u00dcberblick.","datePublished":"2019-09-17","dateModified":"2019-09-18","author":{"@type":"Person","@id":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/author\/aschmitzmuc\/#Person","name":"Andreas Schmitz","url":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/author\/aschmitzmuc\/","image":{"@type":"ImageObject","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/748a4cc52614a255326196f8807b1004?s=96&d=blank&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/748a4cc52614a255326196f8807b1004?s=96&d=blank&r=g","height":96,"width":96}},"publisher":{"@type":"Organization","name":"SAP News","logo":{"@type":"ImageObject","@id":"https:\/\/news.sap.com\/wp-content\/blogs.dir\/1\/files\/SAP_R_grad-e1553179484360.png","url":"https:\/\/news.sap.com\/wp-content\/blogs.dir\/1\/files\/SAP_R_grad-e1553179484360.png","width":600,"height":60}},"image":{"@type":"ImageObject","@id":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/files\/2019\/09\/2284490_shutterstock_761907082.jpg","url":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/files\/2019\/09\/2284490_shutterstock_761907082.jpg","height":600,"width":1920},"url":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/2019\/09\/scm-disposition-neue-algorithmen\/","about":["Analytics","L\u00f6sungen"],"wordCount":1449,"keywords":["Beschaffung","Logistik"],"articleBody":"Zwei neue Dispositionsmerkmale verbinden die Vorteile der bestehenden plangesteuerten und der verbrauchsgesteuerten Disposition im Supply Chain Management miteinander. Demand Driven erm\u00f6glicht, ohne Prognose verbrauchsgesteuert zu disponieren, aber mit Vorschau. Theory of Constraints eignet sich besonders, wenn gute Prognosen schwer zu erstellen \u00a0sind.Wer in den letzten Jahren in Unternehmen mit der Disposition zu tun hatte, wird besonders zwei Dispositionsverfahren gut kennen \u2013 die plangesteuerte und die verbrauchsgesteuerte Disposition. Das kurz PD (f\u00fcr plangesteuerte Disposition) genannte Dispositionsmerkmal setzt f\u00fcr die Planung auf eine Prognose und muss daf\u00fcr in der Regel auf Daten aus der Vergangenheit oder verl\u00e4ssliche Kundenauftragsdaten zugreifen k\u00f6nnen. \u201eVB\u201c (f\u00fcr verbrauchsgesteuerte Disposition) hingegen verzichtet auf eine Nutzung der Prognose zur Erzeugung einer l\u00e4ngerfristigen Vorschau und nutzt den Meldebestand als Trigger f\u00fcr Bestellungen und Produktionsauftr\u00e4ge. In der Praxis wird f\u00fcr einzelne Produkte PD, f\u00fcr andere VB eingesetzt, je nachdem ob sich der Aufwand f\u00fcr eine Prognose lohnt.Eine Prognose der Bedarfe ist aufw\u00e4ndigWenn beispielsweise ein Konsumg\u00fcterhersteller, der Waschpulver in gro\u00dfen Mengen absetzt, f\u00fcr die Planung eine Prognose mit plangesteuerter Disposition (also PD) einsetzt, lohnt sich das besonders deswegen, weil Waschmaschinen kontinuierlich im Einsatz sind. \u201eEs ist mit vergleichsweise geringen unerwarteten Schwankungen in der Nachfrage von Waschpulver zu rechnen\u201c, sagt Ferenc Guly\u00e1ssy, Berater im Bereich SCM Consulting Solutions von SAP. Doch nicht in allen Branchen ist eine Prognose vergleichsweise einfach und verl\u00e4sslich zu erstellen. So gibt es etwa in der Maschinenbaubranche Unternehmen, deren Planer mehrere hunderttausend Materialien zu planen haben. \u201eHier ist der Aufwand zu hoch, f\u00fcr jedes Material eine detaillierte Prognose zu erstellen\u201c, so Guly\u00e1ssy. F\u00fcr die aktiven Posten setzen viele Unternehmen deshalb pauschal statistische Algorithmen zur Prognose ein. Doch k\u00f6nnen bei dieser Automatisierung spezifische Aspekte bestimmter Materialien nicht ausreichend ber\u00fccksichtigt werden.Push-Steuerung in der Beschaffung: Prognose stimmt nur in maximal 80 Prozent der F\u00e4lleDiese auch \u201ePush-Steuerung\u201c genannte plangesteuerte Disposition hat den Nachteil, dass \u201eMengen in den Prozess hineingedr\u00fcckt werden, obwohl man den Bedarf des Kunden nicht so genau kennt\u201c, wie Guly\u00e1ssy sagt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Prognose wirklich zutrifft, liegt seiner Sch\u00e4tzung nach in der Regel selbst bei guter Prognose nur bei 70 bis 80 Prozent. Nachteile der auch als \u201ePull-Steuerung\u201c bezeichneten verbrauchsgesteuerten Disposition liegen hingegen darin, dass die langfristige Sicht verloren geht. Lieferanten sind jedoch auf diese Vorschauzahlen angewiesen, um zuverl\u00e4ssig Teile produzieren und liefern zu k\u00f6nnen und geben den Auftraggebern sogar Rabatte, sofern die Prognosen zur Verf\u00fcgung stehen. Auch die Kapazit\u00e4tsplanung bzw. die Verf\u00fcgbarkeitspr\u00fcfung ben\u00f6tigt eine Vorschau \u00fcber zuk\u00fcnftige Mengen, die standardm\u00e4\u00dfig bei der verbrauchsgesteuerten Disposition nicht m\u00f6glich ist. Ein Mix aus Push und Pull w\u00e4re also ideal.Plan- und Verbrauchssteuerung: Beide Dispomerkmale haben ihre VorteileDer Mittelweg der Unternehmen liegt darin, je nach Material oder Materialgruppe die Pull- und Push-Steuerung einzusetzen. \u201eDas erfordert eine Klassifizierung aller Materialien\u201c, sagt Guly\u00e1ssy. So k\u00f6nnte etwa der Einkauf verbrauchsgesteuert disponieren, andere Abteilungen allerdings plangesteuert. Dann bek\u00e4men die Lieferanten zwar keinen Forecast. Daf\u00fcr w\u00e4ren jedoch im Unternehmen pr\u00e4zise Kapazit\u00e4tsplanungen und Verf\u00fcgbarkeitspr\u00fcfungen m\u00f6glich. In der Praxis f\u00fchrt dieser Mittelweg dazu, dass die Steuerung der Ressourcen nicht optimal ist, da die entstehende Unsicherheit in der Regel durch Puffer aufgefangen wird. Es kann dazu kommen, dass die Verf\u00fcgbarkeit der Produkte nicht ausreicht, manchmal aber auch die Best\u00e4nde in Lagern zu hoch sind. \u201eEs kann passieren, dass im 3-Schicht-Betrieb produziert wird, obwohl ein 2-Schicht-Betrieb ausgereicht h\u00e4tte\u201c, erl\u00e4utert Guly\u00e1ssy, \u201eoder es werden teure und leistungsf\u00e4higere Maschinen angeschafft, um im Bedarfsfall flexibel zu sein, obwohl dies gar nicht n\u00f6tig gewesen w\u00e4re.\u201cDemand Driven Planning und Theory of Constraints als BasisDie beiden neuen Dispositionsmerkmale nutzen die Vorteile der Push- und Pull-Methoden, wobei sie jeweils den Schwerpunkt auf eine der beiden Vorgehensweisen legen. Sie haben ihre Urspr\u00fcnge in der Abbildung der Planungsphilosophien Demand Driven Planning (bedarfsorientierte Wiederbeschaffungsplanung) bzw. Theory of Constraints (engpassorientierte Planung), die mit den SAP SCM Consulting Solutions seit Release 2018 m\u00f6glich sind. Die Idee ist dabei, den optimalen Mix zwischen Pull- und Push-Steuerung nicht zwischen den Materialien herzustellen, sondern f\u00fcr jedes einzelne Material die Vorteile der beiden Dispositionsverfahren gleichzeitig nutzen zu k\u00f6nnen. Und dies ohne im mehrstufigen Kontext die Information \u00fcber zuk\u00fcnftige Mengen zu verlieren.Die Vorteile der bedarfsorientierten und verbrauchsgesteuerten Disposition im SCM nutzenHierf\u00fcr stellt SAP mit der L\u00f6sung SAP SCM Consulting Solution Customized MRP Type (SAP SCM CS CMT) eine Option bereit, um zwei neue Algorithmen einsetzen zu k\u00f6nnen. Der \u201eDD\u201c (f\u00fcr Demand-Driven) genannte bedarfsorientierte Ansatz setzt auf der verbrauchsgesteuerten Disposition auf, die allerdings durch plangesteuerte Aspekte wie vor allem die Vorschaufunktion erg\u00e4nzt wird und bei Bedarf auch so genannte Sekund\u00e4rbedarfe mit ber\u00fccksichtigt. Der \u201eTC\u201c (f\u00fcr Theory of Constraints) genannte Ansatz hingegen setzt auf der Plansteuerung auf, orientiert sich aber f\u00fcr die operative Ausl\u00f6sung von Beschaffungs- oder Produktionsvorschl\u00e4gen auch am Meldebestand \u2013 verf\u00fcgt also \u00fcber eine eingebettete verbrauchsgesteuerte Disposition. Operativ wird dabei verbrauchsgesteuert disponiert, w\u00e4hrend gleichzeitig f\u00fcr die langfristige Sicht eine Plansteuerung zur Erzeugung einer Vorschau vorgenommen wird. Dies passiert in beiden F\u00e4llen jeweils nicht in einer simulativen Umgebung, sondern direkt im produktiven Geschehen. \u201eDas bedeutet, dass jeder Planer sofort in der aktuellen Bedarfs-, bzw. Bestandsliste die volle Transparenz \u00fcber den kompletten Planungszeitraum nutzen kann\u201c, so Guly\u00e1ssy.DD und TC f\u00fcr die Planung: Vier Vorteile auf einen BlickK\u00fcnftig kann ein Unternehmen \u2013 egal ob es SAP ECC oder SAP S\/4HANA im Einsatz hat \u2013 f\u00fcr seine Materialbedarfsplanung neben den bekannten einfach einen der neuen Algorithmen ausw\u00e4hlen. Voraussetzung: Die oben genannte L\u00f6sung SAP SCM CS CMT kommt zum Einsatz.Die Vorteile auf einen Blick:Beide neuen Verfahren erm\u00f6glichen eine Vorschau \u00fcber zuk\u00fcnftige Mengen. Sie wird aus bekannten Kundenauftr\u00e4gen berechnet oder basiert auf einer Prognose und flie\u00dft \u00fcber alle Stufen in die Planung der gesamten St\u00fccklisten- und Distributionsstruktur ein.Die Kapazit\u00e4tsplanung, Lieferantenvorschau und die Verf\u00fcgbarkeitspr\u00fcfung (bekannt aus der plangesteuerten Disposition) kann immer genutzt werden.Die Steuerung der operativen Wiederbeschaffung erfolgt auf Basis der Verbrauchssteuerung. Vorteil: Unn\u00f6tige Puffer fallen weg, die aufgrund fehlenden Informationen in untergeordneten St\u00fccklisten- und Distributionsebenen bisher oft n\u00f6tig wurden.Die Vorschau l\u00e4sst sich direkt aus der operativen Umgebung erzeugen. Die Nutzung einer zweiten, simulativen Umgebung, wie sie beispielsweise die Langfristplanung f\u00fcr verbrauchsgesteuerte Materialien zur Erzeugung einer Vorschau darstellt, ist nicht n\u00f6tig.DD: Der reaktivere Bruder des TCDie zwei Add-ons f\u00fcr SAP ECC und SAP S\/4HANA wurden von SAP Consulting gemeinsam mit Kunden entwickelt. F\u00fcr ein Werkzeugbauunternehmen aus der Schweiz sieht Guly\u00e1ssy den konkreten Vorteil von TC darin, dass er \u201eohne den Mehraufwand einer Prognose verbrauchsgesteuert disponieren kann \u2013 und trotzdem eine Vorschau hat.\u201c W\u00e4hrend ein anderes Unternehmen aus dem Maschinenbau auf \u201eDD\u201c setzt, den \u201ereaktiven\u201c Bruder von TC, der besonders geeignet ist, wenn Prognosen schwer zu treffen sind.Weitere InformationenSAP-Infotage f\u00fcr Bestandsoptimierung finden am 23.09. und 12.11. statt. Hier erfahren Sie mehr \u00fcber folgende Themen:Best\u00e4nde effektiv steuern mit SAP ERP, SAP S\/4HANA und zugeh\u00f6rigen Add-on-ToolsVerbrauchsorientierte Planungsmethoden durch Demand Driven PlanningverbessernNeue MRP-Methoden wie die Theory-of-Constraints (TOC) in SAP ERP undSAP S\/4HANA kennenlernenEngpassorientierte Kapazit\u00e4tsplanung und Heijunka-Planung in SAP ERPund SAP S\/4HANA umsetzenEine integrierte cloudbasierte Planung mit SAP Integrated Business PlanningrealisierenNutzen Sie die M\u00f6glichkeit, sich mit Kunden und SAP-Experten auszutauschen:\u00a0Agenda\u00a0und Anmeldung"},{"@context":"http:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"item":{"@id":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/#breadcrumbitem","name":"SAP News Center"}},{"@type":"ListItem","position":2,"item":{"@id":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/2019\/09\/scm-disposition-neue-algorithmen\/#breadcrumbitem","name":"Disposition: Das bringen die neuen Algorithmen"}}]}]