Die rasante Entwicklung von KI spiegelt sich in unserem Ziel wider, Innovationen voranzutreiben. Schon früh hat die SAP damit begonnen, KI-Funktionen in ihr gesamtes Portfolio zu integrieren.

Neu vorgestellte Innovationen und Partnerschaften revolutionieren die Arbeitsweise

In den vergangenen Jahren haben wir unsere Position als Vorreiter mit bahnbrechenden KI-Funktionen für Unternehmen weiter ausgebaut.

Auf der diesjährigen SAP Sapphire haben wir die neuesten Innovationen vorgestellt und von der enormen Dynamik berichtet, die wir bei unseren Kunden und Partnern erleben. Wir haben über 230 KI-Szenarien bereitgestellt.

Bis Ende 2025 wird es für SAP Business AI mehr als 400 KI-Szenarien sowie 1.600 Joule-Funktionen geben, die beispiellosen geschäftlichen Nutzen für Kunden bieten. Das hat dazu geführt, dass bereits 34.000 Kunden SAP Business AI einsetzen.

Innovationen sind der Grundstein für dieses Wachstum. Deshalb entwickeln wir Joule, unseren KI-Assistenten auf Basis von generativer KI, die Joule-Agenten und unsere in das gesamte Portfolio integrierten KI-Szenarien kontinuierlich weiter. Sie basieren auf AI Foundation on SAP Business Technology Platform (SAP BTP), der technischen Architektur für Joule und die Joule-Agenten.

Wir wissen, wie wichtig es ist, Joule und die Joule-Agenten für unsere Kunden schnell verfügbar zu machen, insbesondere in einem hart umkämpften Markt: Studien zufolge könnte ein Fünftel der derzeitigen Aufgaben von Vertriebsteams automatisiert werden; darüber hinaus werden 30 % der Fortune-500-Unternehmen bis 2028 Service nur noch über einen einzigen, KI-gestützten Kanal anbieten.

Auf der SAP Sapphire haben wir die neuesten Innovationen für SAP Business AI vorgestellt, mit denen Joule noch leistungsfähiger und einfacher zugänglich wird. Auf einige dieser Innovationen werde ich im Folgenden näher eingehen. Ich empfehle Ihnen jedoch auch den Innovation Guide 2025, der ausführliche Informationen zu unseren spannenden Ankündigungen enthält.

Joule: die neue benutzerfreundliche Oberfläche im KI-Zeitalter

Wir haben unsere Benutzeroberfläche immer wieder weiterentwickelt, um den Anforderungen von SAP-Kunden gerecht zu werden. SAP Business AI mit Joule und Interaktionen in natürlicher Sprache bietet Anwendern nun ein völlig neues Erlebnis.

Damit festigt sich die Rolle von Joule als neue SAP-Oberfläche. Joule transformiert die Art und Weise, wie Kunden arbeiten und in natürlicher Sprache mit unserer Software interagieren – über das Internet, auf Mobilgeräten und in unterschiedlichen Sprachen. Anwender können Fragen in natürlicher Sprache stellen und Joule sucht für sie die gewünschten Informationen oder Antworten im System.

Joule kann bereits in allen SAP-Anwendungen mit nur einem Klick aufgerufen werden. Wir wissen, dass Kunden Daten in verschiedenen Drittsystemen speichern, und auch diese Daten sollten zur Unterstützung von Anwendern nutzbar sein. Joule kann nicht isoliert arbeiten, wenn er konkreten geschäftlichen Nutzen bieten soll. Deshalb machen wir Joule nun in allen Anwendungen verfügbar, damit Kunden unterstützt durch WalkMe überall auf alle Informationen zugreifen können.

Joule wird dadurch zum ständigen Begleiter und kann über eine spezielle Aktionsleiste, die auf Technologie von WalkMe basiert, auch in Drittanwendungen genutzt werden. Durch diese Integration ist Joule für unsere Kunden auch außerhalb der SAP Business Suite zugänglich. Joule hat sozusagen die „Augen, Arme und Beine“, um das zu sehen, was auch Kunden sehen.

Joule kann Anwendern bei der Arbeit in SAP- und Drittsystemen begleiten und Kontext aus aktiven Anwendungen nutzen, um Daten zu verknüpfen, neue Einblicke zu eröffnen und Workflows zu optimieren.

Wenn unsere Kunden für sie relevante Informationen sehen und wissen möchten, was diese im Kontext ihrer SAP-Daten bedeuten, können sie unabhängig davon, wo sie sich befinden, mit nur einem Klick mit Joule den richtigen Kontext abrufen. Mit diesem anwendungsübergreifenden Kontext ist Joule in der Lage, Workflows aufeinander abzustimmen und Daten aus beliebigen Anwendungen und Websites zusammenzuführen.

Als ständig verfügbarer und proaktiver Assistent unterbreitet Joule Kunden Empfehlungen und informiert sie, wenn Joule-Agenten eine Aufgabe erledigt haben oder Feedback benötigen. Kunden haben außerdem die Möglichkeit, eigene Joule-Funktionen für beliebige Anwendungen zu entwickeln. Joule-Funktionen können sich wiederholende, regelbasierte Aufgaben erledigen und so Routinetätigkeiten wie Dateneingabe, das Erstellen von IT-Tickets und das Anlegen von Bestellungen vereinfachen. Benutzerdefinierte Funktionen können diese Aufgaben auf der Basis von Dialogen in natürlicher Sprache ausführen, die kontextbasiert oder durch den Benutzer angestoßen werden. Dieser einfache Zugriff über Joule trägt dazu bei, den Zugang zu KI und SAP weiter zu demokratisieren.

Integration der Suchmaschine von Perplexity

Wenn Joule allgegenwärtig ist, sollte der Assistent auch in der Lage sein, jede Frage zu beantworten. Joule liefert bereits Antworten, denen strukturierte und unstrukturierte Daten unserer Kunden zugrunde liegen – von Informationen aus der Beschaffung über Reiseaktivitäten bis hin zu Richtlinien.

Auf der SAP Sapphire haben wir gezeigt, wie wir Joule durch die Einbindung von SAP Business Data Cloud und SAP Knowledge Graph weiter verbessert haben, und unsere neue Zusammenarbeit mit Perplexity vorgestellt, dem Branchenführer im Bereich unstrukturierte Daten.

SAP und Perplexity, eine KI-gestützte Suchmaschine, die jede Frage in Echtzeit präzise und zuverlässig beantwortet, wollen die generative KI von SAP und die Suchfunktionen gemeinsam weiterentwickeln und so die führenden Lösungen für unstrukturierte und strukturierte Daten zusammenbringen. Die Fähigkeit von Perplexity, Fragen genau und transparent zu beantworten, wird in die Funktionen von SAP zur Beantwortung geschäftlicher Fragen integriert, sodass die beiden Welten verschmelzen: der leistungsfähige Assistent Joule, der Fragen aus dem Unternehmensalltag beantwortet, und die leistungsfähige Suchmaschine Perplexity, die Informationen außerhalb von SAP analysiert.

In Kombination mit SAP Business Data Cloud, SAP Knowledge Graph und unserer Integration in Perplexity kann Joule nun interne Geschäftsdaten nahtlos mit Erkenntnissen aus der realen Welt verknüpfen. Ganz gleich, ob Daten strukturiert oder unstrukturiert sind, aus Unternehmenssystemen oder dem Internet stammen – Joule führt alles zusammen und liefert so intelligente Antworten in Echtzeit. Erfahren Sie mehr über die Zusammenarbeit zwischen SAP und Perplexity.

Joule-Agenten: logische Schlüsse ziehen und handeln

Erkenntnisse in Maßnahmen umzusetzen ist ein wesentliches Prinzip von Unternehmenssoftware. Durch die Analyse von Daten können Unternehmen völlig neue Erkenntnisse gewinnen und diese für Schlussfolgerungen nutzen, bevor sie Entscheidungen treffen. Mit Joule können diese Erkenntnisse ganz einfach durch natürliche Sprache gewonnen werden. Joule-Agenten können nun logische Schlüsse ziehen und in Zusammenarbeit mit anderen Agenten Maßnahmen ergreifen. Diese Fähigkeit ist ein Paradigmenwechsel: Unternehmenssoftware hilft Kunden, den Schritt von der Umsetzung von Erkenntnissen zur logischen Schlussfolgerung und zum Handeln mit KI zu gehen.

Joule-Agenten können durch Schlussfolgerungen und Koordination Aufgaben eigenständig in selbst geplanten Workflows mit mehreren Schritten ausführen, an denen immer auch ein Mensch beteiligt ist.

Ein Beispiel wäre ein Mitarbeitender, der für Umweltschutz, Gesundheit und Arbeitssicherheit zuständig ist und die Anlieferung einer neuen Chemikalie in einem Werk prüfen muss: Er könnte sicherstellen, dass der Bestand nicht in der Nähe von reaktiven Chemikalien gelagert wird, und anschließend gemeinsam mit der Personalabteilung überprüfen, ob das Werkspersonal entsprechend qualifiziert ist, bevor er geeignete Schutzausrüstung empfiehlt. Mit dem neuen Agenten für die Rechnungsabgrenzung im Finanzwesen wiederum kann der manuelle Aufwand um 90 Prozent verringert werden. Der Agent „lernt“ die Rechnungslegungsvorschriften eines Unternehmens und kann dann auf der Grundlage von Finanzdaten beim Finanzabschluss Vorschläge für die richtige Rechnungsabgrenzung unterbreiten.

Während also Joule die neue Oberfläche für KI ist, transformieren die Joule-Agenten die Geschäftsprozessebene in der gesamten SAP Business Suite auf Basis von KI. 

Mit SAP Business Data Cloud die Zukunft intelligenter Anwendungen gestalten

Hub zur Steuerung von KI-Agenten in SAP LeanIX

Angesichts der wachsenden Zahl von Agenten, die von SAP und Drittanbietern bereitgestellt werden, müssen Kunden in der Lage sein, die für sie geeigneten Agenten zu finden und zu steuern. Genau das ist die Aufgabe des Hub für KI-Agenten in SAP-LeanIX-Lösungen: Er bietet ein Framework zur Steuerung und Kontrolle, mit dem sich all diese Agenten verwalten lassen.

Da SAP LeanIX die Unternehmenslandschaft unserer Kunden bereits kennt, kann der Hub alle verfügbaren KI-Agenten auf die damit unterstützten Geschäftsfunktionen oder Prozessschritte abbilden. Das Framework hilft Kunden, Lücken bei der Automatisierung aufzudecken und neue KI-Agenten zu finden, um diese zu schließen. Durch die Überwachung der Steuerung der einzelnen Agenten können Kunden beispielsweise sicherstellen, dass die von ihnen eingesetzten Agenten Standards für die ethische Nutzung von KI und Compliance-Standards erfüllen.

Der Hub zur Steuerung von KI-Agenten in SAP LeanIX wird ab dem vierten Quartal 2025 allgemein verfügbar sein.

SAP, NEURA Robotics und NVIDIA

SAP hat eine Zusammenarbeit mit NEURA Robotics und NVIDIA bekannt gegeben und damit ein neues Zeitalter eingeläutet, das SAP Business AI in die physische Welt bringt.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit verknüpfen Joule-Agenten Unternehmensdaten und Prozesse mit den hochmodernen kognitiven Robotern von NEURA, die von autonomen mobilen Robotern (AMRs) bis hin zu Humanoiden reichen. Unternehmen sind damit in der Lage, Aufgaben in der realen Arbeitswelt zu automatisieren, etwa in den Bereichen adaptive Fertigung, autonomer Nachschub, Überwachung der Compliance und vorausschauende Instandhaltung. Der Mega NVIDIA Omniverse Blueprint spielt dabei eine entscheidende Rolle und ermöglicht Unternehmen die Validierung und Optimierung von Roboterflotten in digitalen Zwillingen, bevor sie im Fertigungsbereich oder im Lager eingesetzt werden. Dadurch werden ein hohes Maß an Sicherheit und Effizienz sowie eine schnelle Skalierung sichergestellt.

AI Foundation: das KI-Betriebssystem für Unternehmens-KI

Uns war von Anfang an klar, dass Joule und die Joule-Agenten ein leistungsfähiges Betriebssystem benötigen. Genau das bieten wir unseren Kunden nun mit AI Foundation on SAP BTP, unserem Betriebssystem für KI. Mit AI Foundation verfügen Entwickler über die nötigen Tools für die Entwicklung, Erweiterung und Ausführung kundenspezifischer KI-Lösungen und Agenten in großem Maßstab, die über einen zentralen Einstiegspunkt zugänglich sind. Auf der SAP Sapphire haben wir über 60 neue Funktionen für AI Foundation vorgestellt, die die 90 bereits vorhandenen Funktionen ergänzen. Hierzu zählt die Laufzeitumgebung für KI-Agenten, ein neuer Service zur Evaluierung von KI.

AI Foundation beschleunigt die Entwicklung von KI-Lösungen, indem SAP-Business-AI-Lösungen wie der Generative AI Hub, Joule Studio, SAP Document AI und SAP Knowledge Graph unter einer Plattform zusammengeführt werden. Durch die zentrale Bereitstellung und Vereinfachung von KI-gestützten Abläufen verringern sich außerdem die Gesamtbetriebskosten.

Mithilfe von SAP Knowledge Graph können Joule und Joule-Agenten genauere, kontextbezogene Antworten liefern. Die Lösung verknüpft KI mit dem geschäftlichen Kontext eines Kunden und stellt Metadaten bereit, die Aufschluss über Beziehungen zwischen Informationen geben. Wenn ein Servicemitarbeiter ein Kundenticket bearbeitet, kann er dadurch beispielweise sehen, auf welche Produkte sich Bestellungen beziehen. Die Lösungen SAP Cloud ERP und SAP Business Data Cloud werden voraussichtlich ab dem dritten Quartal 2025 unterstützt.

Auch für andere SAP-Business-AI-Lösungen sind neue Erweiterungen geplant. Joule Studio, mit dem Entwickler eigene KI-Lösungen erstellen können, erhält beispielsweise einen neuen Skill Builder für die Entwicklung kundenspezifischer Joule-Funktionen. Es wird außerdem ein Agent Builder bereitgestellt, der die Entwicklung eigener KI-Agenten mithilfe von Low-Code- und No-Code-Tools ermöglicht. Der Skill Builder soll ab dem dritten Quartal allgemein verfügbar sein, der Agent Builder ab dem vierten Quartal.

AI Foundation arbeitet mit den neuesten KI-Modellen einschließlich GPT-4.1, Claude 3.7 Sonnet und seit Kurzem auch Gemini 2.5 Pro. Für mehr Souveränität und eine bessere Kontrolle steht Kunden eine große Auswahl selbstgehosteter Modelle auf der GPU-Infrastruktur von SAP zur Verfügung, darunter die Modellfamilien Mistral AI, Cohere oder Meta. Darüber hinaus können sie erstklassige branchenspezifische Modelle nutzen, die von unseren Partnern entwickelt wurden. Ein Beispiel dafür ist Deloitte: Das Beratungsunternehmen bringt mit Zora AI seinen großen Erfahrungsschatz im Finanz- und Steuerwesen in AI Foundation mit ein.

Deloitte plant, Zora AI in SAP Business AI zu integrieren, sodass Kunden mit agentenbasierter KI intelligente digitale Belegschaften aufbauen können. Auf der Grundlage der SAP BTP bietet Zora AI eine Suite vorkonfigurierter Agenten, die komplexe Aufgaben eigenständig, schnell und präzise ausführen können. In Kombination mit den leistungsstarken Funktionen der Unternehmensanwendungen von SAP und den Möglichkeiten für den Datenzugriff in SAP Business Data Cloud hat Zora AI das Potenzial, Arbeitsabläufe zu transformieren. So können Kunden umfassend von den Vorteilen agentenbasierter KI profitieren. Weitere Informationen über die Integration finden Sie hier.

Mit einem sorgfältigen Prompt-Design lassen sich mit all diesen Modellen beeindruckende Ergebnisse erzielen. Damit geht jedoch auch eine große Herausforderung einher: Haben sich unsere Kunden erst einmal auf ein bestimmtes Modell festgelegt, kann der Wechsel zu einem anderem Modell schwierig sein – sorgfältig abgestimmte Prompts können bereits nach einer geringfügigen Aktualisierung eines Modells nicht mehr funktionieren. Deshalb war es uns ein wichtiges Anliegen, Prompt Engineering überflüssig zu machen.

Die Zeiten des Prompt Engineering sind vorbei

Die Zeiten des Prompt Engineering sind vorbei – der neue Trend heißt Benchmark Engineering. Für das Prompt Engineering mussten Kunden lernen, mit der KI zu „sprechen“, um ihr Wissen und ihre Funktionen effektiv für konkrete Anforderungen zu nutzen. Dieser manuelle Prozess war mit hohem Kostenaufwand verbunden und führte vor allem dazu, dass der Wechsel zu einem anderen Modell mühsam war und viel Zeit in Anspruch nahm.

Ich freue mich deshalb sehr, den Prompt Optimizer von SAP vorstellen zu dürfen, den wir zusammen mit dem KI-Startup Not Diamond entwickelt haben, das einen modellunabhängigen Ansatz verfolgt. Der Prompt Optimizer ist eine Funktion des Generative AI Hub in AI Foundation.

Der Modellwechsel und die Optimierung von Prompts sind zeitaufwendig: Die Migration eines einzigen Anwendungsfalls von einem Modell auf ein anderes kann mehrere Tage dauern. Unser Ziel war es deshalb, Kunden eine einfache Möglichkeit zu bieten, zu einem anderen KI-Modell zu wechseln. Vielleicht ist ein neues Modell besser oder kosteneffizienter oder ein bestimmtes Modell ist in Ihrem Land nicht verfügbar. Unabhängig von den Gründen sollte ein Modellwechsel nicht schwierig sein.

Der Prompt Optimizer von SAP automatisiert den gesamten Prozess. Bei der Wahl eines neues Modell werden alle Prompts automatisch mithilfe von öffentlichen Benchmarks in optimierte Prompts für die neuesten Modelle umgewandelt. Dadurch kann der Zeitaufwand für den Modellwechsel von mehreren Tagen auf wenige Minuten verringert werden. Die Verarbeitung erfolgt vollständig im Hintergrund.

Mit dem Prompt Optimizer können SAP-Kunden nun ohne kostspielige Verzögerungen zu den besten KI-Modellen für ihre jeweiligen Anwendungsfälle wechseln, sobald diese verfügbar sind. Er schafft die Grundlage für eine Zukunft, in der Unternehmen mehrere Modelle nutzen und Anwendungen von spezifischen Modellen entkoppelt sind. So können Kunden jederzeit auf das Modell zurückgreifen, das für den jeweiligen Zweck am besten geeignet ist.

Wir möchten Unternehmen eine nahtlose Nutzung von KI-Funktionen ermöglichen, ohne von einem bestimmten Modell abhängig zu sein, um die Flexibilität zu erhöhen und die Entwicklung innovativer KI-Lösungen zu fördern. Kunden können sich nun zu einem Early-Access-Programm mit begrenzter Teilnehmerzahl anmelden. Der Prompt Optimizer wird voraussichtlich im Laufe des Jahres allgemein verfügbar sein.

SAP Document AI

Diese und viele weitere Lösungen, die wir auf der SAP Sapphire 2025 angekündigt haben, unterstreichen unser Ziel, kontinuierliche Innovationen bereitzustellen und Feedback unserer Kunden einzuholen, um ihren sich ändernden Anforderungen gerecht zu werden. Ein Beispiel dafür sind Papierdokumente: Jedes Jahr werden Milliarden von Dokumenten in SAP-Systeme eingescannt. Das manuelle Extrahieren relevanter Informationen aus Dokumenten ist kostspielig, fehleranfällig und ineffizient. Es freut mich deshalb, Ihnen die Lösung SAP Document AI, vormals Document Information Extraction, vorstellen zu dürfen, die direkt in SAP-Anwendungen integriert ist.

SAP Document AI kann strukturierte und unstrukturierte Daten aus Geschäftsdokumenten nahtlos verarbeiten, extrahieren und verstehen sowie die Dokumentenverarbeitung automatisieren. Mit SAP Document AI lässt sich der manuelle Aufwand deutlich reduzieren und Fehler können minimiert werden. Kunden wie die belgische Designmarke Serax konnten mit SAP Document AI ihren manuellen Aufwand bereits um 33 Prozent verringern.

SAP Document AI baut auf den erfolgreichen Basis- und Premium-Editionen von Document Information Extraction auf. Die bewährten Funktionen wurden beibehalten, während zugleich die Effizienz der Lösung verbessert wurde. Im Laufe des Jahres soll außerdem die Premium Plus-Edition mit erweitertem Funktionsumfang auf den Markt kommen, die sich direkt und nahtlos in das gesamte SAP-Portfolio integrieren lässt. Weitere Einzelheiten dazu finden Sie im Blog-Artikel „SAP Document AI: The Road Map for Seamless Document Processing in SAP Business Suite“.

Unser Ziel ist es, unsere Produkte kontinuierlich weiterzuentwickeln. Das gilt auch für SAP Document AI. Die Einführung von sofortigem Lernen soll es Kunden deshalb ermöglichen, bereits unmittelbar nach der Implementierung von SAP Document AI eine hohe Genauigkeit zu erzielen. Wir streben dabei einen Wert von 100 Prozent an. Angenommen, SAP Document AI extrahiert Informationen aufgrund fehlerhafter Formatierungen falsch aus einem Dokument. In diesem Fall müssen Kunden sich einfach nur in der Lösung anmelden und den Fehler einmalig korrigieren, damit das System lernt und zukünftige Fehler dieser Art vermeidet. Bislang musste die Lösung dafür unter hohem Zeitaufwand mit einer Vielzahl von Dokumenten neu trainiert werden. In diesem Demo-Video erhalten Sie einen Eindruck davon, wie sofortiges Lernen in SAP Document AI und SAP Cloud ERP funktioniert.

Weitere KI-Innovationen, die in Zusammenarbeit mit Partnern entwickelt wurden

  • Cohere: Die SAP baut ihre Partnerschaft mit Cohere aus, um sichere generative KI-Modelle für Unternehmen im SAP-Ökosystem bereitzustellen. Den Anfang macht dabei das Cohere-Modell Rerank; die Unterstützung der Modelle Command und Embed ist ebenfalls geplant. Diese Modelle sollen zusätzlich zu weiteren führenden KI-Modellen von SAP und Drittanbietern im Generative AI Hub in SAP AI Core zur Verfügung stehen. Damit sollen Kunden mehr Wahlmöglichkeiten bei der Entwicklung von KI-gestützten Lösungen erhalten, die auf ihre individuellen Geschäftsanforderungen zugeschnitten sind.
  • Vianai Systems, Inc.: hila von Vianai ist eine innovative, dialogorientierte Analyseanwendung auf Basis von generativer KI, die Führungskräfte aus verschiedenen Geschäftsbereichen bei ihrer Arbeit unterstützen soll. Sie richtet sich derzeit insbesondere an die Abteilung des Finanzvorstands und ermöglicht die direkte Analyse von Daten aus Transaktionssystemen. Im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit Vianai untersuchen wir, wie hila bereits vorhandene Plattformen wie Joule und die Funktion „Just Ask“ in SAP Business Data Cloud ergänzen könnte, indem zukünftig präzisere Abfragen für Drittsysteme ermöglicht werden. Wir sehen vielversprechende Möglichkeiten, gemeinsam neue Innovationen im Bereich dialogorientierte Analyselösungen voranzutreiben, und werden Sie über das transformative Potenzial dieser Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Erfahren Sie hier mehr über die Zusammenarbeit mit Vianai.
  • AWS: SAP und AWS haben den Start eines Programms für gemeinschaftliche Innovationen im Bereich KI angekündigt, das Partner bei der Entwicklung von Anwendungen mit generativer KI unterstützen soll. Dadurch erhalten Kunden direkten Zugang zu innovativen Lösungen, mit denen sie komplexe Herausforderungen im Unternehmen, in der Logistik und in ihrer Lieferkette bewältigen können. Das Programm umfasst auch einen Fonds in Form von technischen AWS- und SAP-Ressourcen, Fachwissen und Guthaben, damit Kunden und Partner Amazon Bedrock über die SAP BTP für die Entwicklung, das Testen und die Bereitstellung branchenspezifischer Lösungen für generative KI nutzen können. Beispiele hierfür sind die Prognose der Auswirkungen von Extremwetterereignissen auf Betriebsabläufe sowie die Planung entsprechender Maßnahmen oder die Verbesserung der Genauigkeit von Finanzausblicken. Das Programm unterstreicht die gemeinsame Vision beider Unternehmen, Kunden bei der Entwicklung und Implementierung praxisbezogener, sicherer Anwendungen für generative KI zu unterstützen, mit denen sich wichtige Herausforderungen im Geschäftsalltag bewältigen lassen. Informieren Sie sich hier ausführlich über die gemeinsame Innovation mit AWS.

Investitionen in KI-Unternehmen

Der extern verwaltete SAP.iO Fund hat in Nova Intelligence investiert. Nova Intelligence entwickelt durchgängige KI-Coding-Agenten, die ältere SAP-ABAP-Eigenentwicklungen von Kunden analysieren und verstehen können und daraus moderne, cloudfähige Anwendungen machen. Die KI-Agenten testen und optimieren den generierten Code wiederholt, bis ein erfolgreiches Ergebnis erzielt wird. Die von Nova Intelligence entwickelten speziellen KI-Agenten unterstützen die Modernisierung von kundenspezifischen Altanwendungen.

Neue SAP-Business-AI-Funktionen für das Portfolio SAP Sustainability

Das Portfolio SAP Sustainability wird um neue KI-Funktionen ergänzt, mit denen Kunden Daten aufbereiten, Prozesse automatisieren und ihr Know-how vertiefen können. Mit diesen Innovationen können Unternehmen ihre Prozesse für die Einhaltung von Vorschriften zum Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz sowie für die Produktkonformität vereinfachen, das Risiko- und Kostenmanagement optimieren und Nachhaltigkeitsziele unterstützen. Die Beta-Version wird im August 2025 zur Verfügung stehen. Zu den neuen KI-Funktionen gehören:

  • KI-gestützte Verwaltung von Genehmigungen in SAP S/4HANA für EHS: Automatisiert und vereinfacht die Verwaltung von Genehmigungen, extrahiert wichtige Daten und schlägt Folgeaufgaben vor
  • KI-gestützte Meldung von Sicherheitsbeobachtungen mit Joule in SAP S/4HANA für EHS: Ermöglicht ein nahtloses Melden von Sicherheitsvorfällen über eine Dialogoberfläche
  • KI-gestützte Erstellung von Betriebsanweisungen in SAP S/4HANA für EHS: Unterbreitet auf der Grundlage von Risikobewertungen Vorschläge für Betriebsanweisungen
  • KI-gestützte Verarbeitung von Konformitätsinformationen in SAP S/4HANA für Produktkonformität: Automatisiert die Datenextraktion und -zuordnung aus Konformitätserklärungen und Zertifikaten

Diese Funktionen werden im neuen Paket Joule Premium für Supply Chain Management zur Verfügung stehen und bereits vorhandene KI-Funktionen ergänzen. Hierzu gehören:

  • KI-gestützte Erstellung von ESG-Berichten in SAP Sustainability Control Tower
  • KI-gestützte Zuordnung von Emissionsfaktoren in SAP Sustainability Footprint Management
  • KI-gestützte Analyse von Lieferantenerklärungen für SAP Green Token

Durch Kombination bestehender und neuer KI-Funktionen hilft SAP Business AI Kunden dabei, ihre Kosten zu senken, Risiken zu mindern und ihre Leistung in den Bereichen Berichterstattung, Steuerung von CO2-Emissionen, Kreislaufwirtschaft und Compliance zu verbessern.

Weiterentwicklung von SAP Business AI 2025

Auf der SAP Sapphire haben wir viele spannende Neuerungen vorgestellt. Diese Innovationen bieten Mehrwert für unsere Kunden, doch für die zweite Jahreshälfte 2025 haben wir noch mehr geplant. Wir werden weitere KI-Szenarien für unsere Kunden bereitstellen – von neuen Joule-Agenten bis hin zu Lösungen, die wir im Rahmen offener Partnerschaften entwickeln und von denen Unternehmen im schnelllebigen KI-Zeitalter profitieren können.

Weitere Informationen darüber, wie SAP Business AI Innovationen ermöglicht, erhalten Sie in der Aufzeichnung der Keynote der SAP Sapphire, dem Innovation Guide 2025 und auf unserer Website zu SAP Business AI auf sap.com.


Philipp Herzig ist CTO und Chief AI Officer sowie Mitglied des erweiterten Vorstands der SAP SE.

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