Soley und CERATIZIT, die gemeinsam mit SAP durch Supply & Demand Chain Executive ausgezeichnet wurden und für die Innovation Awards nominiert waren, konnten dank KI beeindruckende Ergebnisse im Bereich Nachhaltigkeit erzielen: eine Realisierungsquote von 87 Prozent bei der Umsetzung von vorgeschlagenen Maßnahmen und einen Anstieg des Gewinns vor Zinsen und Steuern von 10 Prozent.
Die Soley GmbH und ihr Kunde, die CERATIZIT Group, erhielten Anfang des Jahres gemeinsam mit der SAP eine Auszeichnung durch das Magazin Supply & Demand Chain Executive. Die Unternehmen, die auch für die diesjährigen SAP Innovation Awards nominiert waren, verfolgen einen wegweisenden Ansatz zur nachhaltigen Optimierung von Produktportfolios. Mit ihrer innovativen Implementierung der Soley Product Mining Platform sowie SAP-Technologien für Supply Chain Management (SCM) stellten sie unter Beweis, dass Nachhaltigkeit und Rentabilität Hand in Hand gehen können.
Verwaltung komplexer Produktportfolios in großem Maßstab
Die CERATIZIT Group, ein führender Anbieter von Hartstofflösungen für Zerspanung und Verschleißschutz, sah sich mit einem schwierigen Thema konfrontiert, das viele moderne Fertigungsunternehmen nur allzu gut kennen: die Verwaltung eines komplexen Produktportfolios mit über 65.000 Produkten. Die für Zerspanungswerkzeuge zuständige Sparte des Unternehmens benötigte eine Lösung, um wirtschaftliche und ökologische Ziele umzusetzen und gleichzeitig Wettbewerbsvorteile aufrechtzuerhalten.
Klaus Lupfer, Product Lifecycle Manager bei der CERATIZIT Deutschland GmbH, beschreibt die Motivation des Unternehmens: „Bei der Partnerschaft mit Soley war uns die wirtschaftlichen Sicht auf das Produktportfolio ebenso wichtig wie der ökologische Aspekt. Als Unternehmen, das seit Jahren um Nachhaltigkeit bemüht ist, freuen wir uns besonders über die Chancen, die sich uns durch die Ausweitung der Daten zum CO₂-Fußabdruck von Produkten bieten.“
Eine Herausforderung stellte dabei nicht nur die Größe des Produktportfolios dar, sondern auch die mangelnde Transparenz hinsichtlich der Kennzahlen für Produktperformance und Nachhaltigkeit. Mitarbeitende verbrachten viel Zeit damit, Berichte zu erstellen, anstatt strategische Entscheidungen zu treffen. Außerdem erschwerten fehlende Einblicke bezüglich Materialien und Lieferanten eine effiziente Ausgliederung von energieintensiven Produkten.
KI-gestützte Produktportfolioanalyse
Die in München ansässige Soley GmbH, die an einem ehemaligen SAP.iO-Accelerator-Programm für Start-ups zur Förderung und Integration innovativer Lösungen in das SAP-Ökosystem teilgenommen hatte, entwickelte einen innovativen Ansatz, um diese Problematik anzugehen. Die Soley Product Mining Platform, die im Rahmen der Erweiterungs- und Add-on-Lösungen von SAP verfügbar ist, umfasst drei innovative Kernfunktionen auf Basis künstlicher Intelligenz (KI), die schnellere, intelligentere und fundiertere Geschäftsentscheidungen ermöglichen, damit aus komplexen Produktdaten aussagekräftige Erkenntnisse gezogen werden können:
- Der AI Advisor nutzt generative KI, um präzise Handlungsempfehlungen zu geben – beispielsweise Vorschläge dazu, welche Produkte aus dem Sortiment genommen werden sollten, um den CO₂-Fußabdruck zu minimieren, ohne dabei die Margen zu beeinträchtigen.
- Darüber hinaus steht mit dem AI Assistant eine intuitive Benutzeroberfläche bereit, die natürliche Sprache nutzt und es Nutzern ohne umfassende technische Kenntnisse ermöglicht, mühelos mit Soley zu interagieren.
- Zudem analysiert der AI Detective Daten, um verborgene Abhängigkeiten aufzudecken und strategische Chancen zu identifizieren, etwa um herauszufinden, welche Konfigurationsoptionen entfernt werden sollten, um sowohl die Rentabilität als auch die Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern.
Die Soley Product Mining Platform zieht Daten aus SAP S/4HANA und SAP Business Warehouse und verwendet dabei die SAP Business Technology Platform als Serviceschicht. SAP Datasphere konsolidiert SAP-Daten und -Analysen, während SAP Analytics Cloud die Analysen bereitstellt, die den Kern des KI-Modells bilden. Diese technische Architektur ermöglicht eine intelligente Datenextraktion und -transformation über SAP Databricks, während umfangreiche Diagrammanalysen komplexe Abhängigkeitsanalysen erlauben.
„Mit diesen SAP-Lösungen setzen wir neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit in der Hightech- und Fertigungsindustrie“, betont Ephraim Triemer, Gesellschafter und Advisor Enterprise Accounts bei Soley. „Zum ersten Mal können unsere Kunden die Berichterstattung über Umwelt, Soziales und Unternehmensführung hinaus ausweiten und konkrete Maßnahmen ergreifen. Sie können für mehr Nachhaltigkeit sorgen und gleichzeitig die Rentabilität im Blick behalten.“
Nahtlose SAP-Integration schafft Mehrwert
Indem Daten zur CO₂-Bilanz der Produkte von CERATIZIT mit Finanzkennzahlen kombiniert werden, kann die Soley Product Mining Platform einen digitalen Zwilling erstellen, der Chancen ermittelt, Risiken identifiziert und Produkthierarchien, Stücklisten und den CO₂-Fußabdruck analysiert. Und mithilfe von KI sorgen die Entwickler von Soley zudem dafür, dass die Funktionen der Plattform Entscheidungen und Ergebnisse ermöglichen, die sowohl die Rentabilität als auch den Umweltschutz verbessern.
Dominik Metzger, der Anfang des Jahres zum President und Chief Product Officer von SAP Supply Chain Management ernannt wurde, betont, wie wichtig für ihn der Fokus auf Resilienz, Nachhaltigkeit und intelligente Automatisierung ist:
„Mein größtes Anliegen ist es, dass wir Kunden nicht nur beim Umgang mit Störungen unterstützen, sondern sie auch in die Lage versetzen, vorausschauend zu planen und zu handeln … Wir erreichen dies, indem wir KI, generative KI, Echtzeitdaten und vorausschauende Analysen mit der Leistungsfähigkeit von SAP-Technologie vereinen. Unsere Vision ist es, eine autonome Lieferkette aufzubauen, die vernetzt und kontextbezogen ist und die es ermöglicht, zusammenzuarbeiten.“
SAP SCM treibt Transformation voran
Die Analyse lieferte beeindruckende und messbare Ergebnisse und stellte das Potenzial von KI-gesteuerten Analysen in Kombination mit SAP-Technologien unter Beweis. CERATIZIT stellt eine Realisierungsquote von 87 Prozent bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen fest, was die Nachhaltigkeit in Bezug auf die Produkte fördert und die Lieferkette weiter optimiert. Gleichzeitig erzielte das Unternehmen eine Reduzierung von über 30 Prozent bei Produkten mit einer negativen CO₂-Bilanz, die nicht mehr benötigt wurden, und schaffte vollständige Transparenz bei Nachhaltigkeitsdaten über alle Elemente, Produktgruppen und Aggregationsebenen hinweg.
Alexander Springer, CEO der Soley GmbH, erklärt, was dies für eine strategische Bedeutung hat: „Wenn Sie wissen, welche Produkte am wichtigsten für den Gesamterfolg Ihres Unternehmens sind, können Sie sich darauf konzentrieren, die Wertschöpfungskette für diese Produkte zu sichern, und proaktive Schritte unternehmen, um potenzielle Lieferrisiken zu vermeiden.“
Ein Modell für eine nachhaltige digitale Transformation
Die erfolgreiche Partnerschaft von CERATIZIT, Soley und SAP zeigt, wie moderne Unternehmen durch den intelligenten Einsatz von Daten und KI sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Ziele umsetzen können. Die Kombination aus bewährten SAP-Technologien und innovativen Analyselösungen schafft messbaren Mehrwert für Unternehmen jeder Größe. Für andere SAP-Kunden und -Partner demonstriert dieses Beispiel, dass Nachhaltigkeit und Rentabilität einander nicht ausschließen müssen, denn mit den richtigen Technologien und Partnern können beide Ziele gleichzeitig erreicht werden.
Erfahren Sie mehr von Dominik Metzger über die neuesten Entwicklungen im SAP Supply Chain Management.
Die Soley Product Mining Platform ist im SAP Store unter store.sap.com verfügbar.


