Heutzutage besteht eine große Kluft zwischen den digitalen Fähigkeiten junger Menschen und den Anforderungen von Arbeitgebern. Dies ist eine große Herausforderung, die zu hoher Jugendarbeitslosigkeit beiträgt, besonders im globalen Süden. Diese Herausforderung will SAP mit ihrer Initiative SAP Educate to Employ angehen. Ziel des Programms ist es, jungen Menschen Fähigkeiten für die digitale Wirtschaft zu vermitteln. Es ist digital über den Youth Agency Marketplace (YOMA), eine öffentlich-private Plattform für junge Menschen von UNICEF Generation Unlimited, zugänglich.

Knapp 90 Prozent der weltweit 1,8 Milliarden jungen Menschen zwischen 10 und 24 Jahren leben in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Schätzungsweise 22 Prozent haben weder Arbeit, noch sind sie in Schulen oder in Ausbildung.

Weltweit sind junge Menschen dreimal so häufig arbeitslos wie Erwachsene. Edmond Shange gehört zu den vielen, die nach der Schule Probleme hatten, sich auf dem Arbeitsmarkt zurechtzufinden. „In Südafrika gibt es nicht viele Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, erklärt der 27-Jährige.

Kopien eines Lebenslaufs zu machen und sie bei potenziellen Arbeitgebern abzugeben, kostet Geld. Das fehlt vielen arbeitslosen Jugendlichen in Südafrika. Trotzdem stünden laut Shange oft bis zu 300 junge Menschen in der Schlange, um ihre Unterlagen abzugeben. „Es gab für mich bei der Bewerbung um Jobs viele Herausforderungen“, sagte Shange. „Für junge Leute wie mich ist es sehr hart.“

Shange ist kein Einzelfall. „In Afrika sind über 70 Prozent der Bevölkerung junge Menschen. Jedes Jahr kommen weitere 4 Millionen auf den Arbeitsmarkt und konkurrieren um weniger als eine halbe Million neuer Arbeitsplätze“, sagt Nadi Albino, stellvertretende Direktorin bei Generation Unlimited der UNICEF.

How SAP And UNICEF Help Tackle Global Youth Unemployment

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How SAP And UNICEF Help Tackle Global Youth Unemployment
Video von Rana Hamzakadi und Matt Dillman

Die Jugendarbeitslosigkeit und fehlende digitale Fähigkeiten sind ein weitweites Problem. Besonders betroffen ist der globale Süden. Die globale Weltwirtschaft verändert sich schnell und verlangt zunehmend spezialisierte Kenntnisse. Viele junge Menschen erlernen diese Fähigkeiten jedoch nicht und haben so keine Chance, diese Arbeitsplätze zu bekommen.

Shange wollte seine digitalen Kenntnisse verbessern und stieß auf der Suche nach virtuellen Weiterbildungen auf den Youth Agency Marketplace (YOMA). Die von UNICEF Generation Unlimited unterstützte öffentlich-private Plattform bietet jungen Menschen Möglichkeiten zu lernen, Geld zu verdienen und sich sozial zu engagieren. Auf seinem Weg zur Beschäftigung lernte Shange SAP Educate to Employ kennen. Die Initiative wird bei YOMA über den Implementierungspartner Umuzi angeboten. Der Lehrplan für SAP Educate to Employ umfasst 700 Stunden gezieltes Training. Vermittelt werden Soft Skills und technisches Fachwissen.

Nach Abschluss des Kurses fühlte sich Shang viel sicherer, was seine Kenntnisse und Fähigkeiten anging. Und somit gelang es ihm, ein Praktikum als Softwareentwickler bei einem Gaming-Start-up am Tshimologong Precinct der Wits University zu ergattern.

Ob junge Menschen Bildung erhalten, in Ausbildung sind oder eine Arbeit haben, hat große Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden. Und es ist ausschlaggebend dafür, ob sie einen Beitrag zu künftigem Wirtschaftswachstum und der Entwicklung ihres Landes leisten und sich für soziopolitische Stabilität einsetzen können. Leider tun die meisten traditionellen Bildungssysteme wenig dafür, die sich abzeichnende Lücke bei den digitalen Kenntnissen junger Menschen zu schließen.

Diese Erkenntnis war einer der Auslöser, warum SAP die Initiative SAP Educate to Employ ins Leben rief.

„SAP Educate to Employ wurde geschaffen, um junge Menschen zu unterstützen, die weder eine Ausbildung noch eine Beschäftigung haben. Wir bieten ihnen Training, Zertifizierung und Hilfestellung, damit sie Jobs im SAP-Partnernetz erreichen können“, erklärt Eugene Ho, der bei SAP die globalen CSR-Qualifizierungsprogramme für benachteiligte junge Menschen verantwortet. „Durch den maßgeschneiderten Lehrplan konnte die Initiative Kandidatinnen und Kandidaten, die lediglich einen Schulabschluss haben, erfolgreich unterstützen.“

„Die Initiative SAP Educate to Employ stellt jungen Menschen die nötigen Tools, Fähigkeiten und Ressourcen bereit, um einen Arbeitsplatz zu finden oder selbst Arbeitsplätze zu schaffen“, ergänzt Albino im Gespräch mit SAP. „Wir müssen wieder sicherstellen, dass Bildungssysteme funktionieren und mit den Entwicklungen in der Welt Schritt halten.“

Um den Anforderungen der IT-Branche gerecht zu werden, wurden die Curricula von SAP Educate to Employ für drei wichtige Rollen innerhalb des SAP-Partnernetzes konzipiert: Consultant Associate, Developer Associate und Support Associate. Das Curriculum umfasst Schulungsinhalte führender Unternehmen und Organisationen wie Coursera, Accenture, EY und SAP Learning.

Den Vorsitz im Board von Generation Unlimited hat Christian Klein, SAP-Vorstandsvorsitzender, inne.

 „Allein die YOMA-Online-Plattform verzeichnete über 600.000 Registrierungen“, sagt Albino. „Die Plattform hat in den letzten zwei Jahren weltweit über 5 Millionen Gelegenheiten ermöglicht, sich weiterzubilden, Geld zu verdienen und sich zu engagieren – eine beeindruckende Erfolgsbilanz. Und jetzt sehen wir langsam, dass die jungen Menschen in Arbeit kommen.“

Shanges Weg mit YOMA und SAP Educate to Employ begann im Wohnzimmer seiner Großmutter. Dort steht die Gemeinschaft im Mittelpunkt. „Ich schaue zu meiner Großmutter auf. Denn sie engagiert sich sehr für die Gemeinschaft“, sagte er. „Ich hoffe, dass ich das auch kann – Menschen im Technologiebereich dabei helfen, mehr Arbeitsplätze für bedürftige Menschen zu schaffen, und kreativ sein.“

Eine feste Vollzeitstelle würde Shange ermöglichen, seine Familie zu ernähren und zu versorgen. Und er könnte weiter anderen in seinem Umfeld helfen, so wie ihm geholfen wurde. In seinem Umfeld gilt Shange bereits als Vorbild.

„Ich möchte, dass junge Leute wissen, dass es möglich ist, einen Job zu bekommen“, sagte er. „Bewerbt euch weiter und verliert nicht die Hoffnung, wenn etwas nicht klappt. Manche Dinge brauchen einfach Zeit. Also gebt euer Bestes und bleibt dran.“

Heute hat die SAP ihre Gründungspartnerschaft mit Generation Unlimited um vier weitere Jahre (2026 bis 2029) verlängert und 2 Millionen US-Dollar zugesagt.


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