KAMAX optimiert Lieferkette mit SAP – für eine zukunftsfähige Automobilindustrie

Feature

KAMAX ist ein globaler Anbieter von hochfesten Verbindungselementen, Präzisionsteilen und Baugruppen für die Automobilindustrie. Der Name steht für Innovation – sowohl mit Blick auf die Fertigung als auch auf die Unternehmensabläufe.

Das in Homberg (Ohm) ansässige Unternehmen ist weltweit präsent und erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 1 Milliarde Euro. 4.000 Mitarbeitende betreuen OEMs rund um den Globus.

Mit SAP EWM können Sie Kosten minimieren und einen nachhaltigen, risikoresistenten Lagerbetrieb aufrechterhalten.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, startete KAMAX ein Transformationsprojekt mit dem Ziel, seine Lieferkette durch Digitalisierung und intelligentes Logistikmanagement zu optimieren. Im Rahmen des Projekts implementiert das Unternehmen SAP Extended Warehouse Management (SAP EWM), SAP Transportation Management (SAP TM) und eine umfassende SAP-S/4HANA-Plattform. Ziel ist mehr Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit in der Logistik.

Die Logistik umfassend optimieren

KAMAX wickelt täglich rund 400 Transporte in seinen verschiedenen globalen Werken in zwei Logistikkategorien ab: vorkonfektionierte, eingelagerte Waren sowie ein „Pack-to-Order“-System, bei dem Artikel kurz vor dem Versand verpackt werden. Derzeit arbeiten drei Werke mit SAP S/4HANA und SAP Extended Warehouse Management, ein Pilotwerk ist mit SAP Transportation Management integriert. Weitere Standorte steigen von SAP ERP Central Component (SAP ECC) auf die neue Landschaft um.

Durch die Einführung des modernen Wareneingangs- und Versandprozesses haben sich die Transparenz und Effizienz in der Logistik erheblich verbessert.

„Durch den Einsatz des Unified Package Builder, der echte Daten statt Schätzwerte nutzt, können wir Spediteuren deutlich früher präzise Versandinformationen zur Verfügung stellen“, erklärte Jens Hoidem, Director of IT Business Solutions bei KAMAX. Dies vereinfacht die LKW-Planung und die Kommunikation mit Frachtführern und wirkt sich positiv auf die täglichen Logistikabläufe des Unternehmens aus.

KAMAX arbeitet ausschließlich mit Spediteuren und kooperiert weltweit mit rund 20 Frachtführern. Im Werk, in dem der moderne Wareneingangs- und Versandprozess pilotiert wird, werden etwa 60 Lieferungen pro Tag koordiniert. Das betrifft rund 2.000 Handling Units in fünf bis sechs LKWs. Das Netzwerk sorgt für eine größere Reaktionsfähigkeit, ohne dass dies auf Kosten der Kontrolle geht.

Heute On-Premise, morgen cloudfähig

Aktuell laufen drei KAMAX-Werke auf SAP S/4HANA, die übrigen auf SAP ECC. Alle Systeme sind On-Premise-Systeme und für einen späteren Umstieg in die Cloud vorbereitet.

Durch den modernen Wareneingangs- und Versandprozess in Kombination mit SAP Extended Warehouse Management und SAP Transportation Management haben sich laut Hoidem folgende Prozesse entscheidend verbessert: „Die Versandregistrierung nutzt nun den Unified Package Builder, der auf genauen, echten Daten statt Schätzungen beruht. Das hat die LKW-Planung und die frühzeitige Kommunikation mit unseren Spediteuren erheblich verbessert. Am Pilotwerk betrifft das rund 60 Lieferungen und etwa 2.000 Handling Units pro Tag.“

Über 95 Prozent der Transporte erfolgen per LKW. „Wir sind weltweit in der Nähe unserer OEM-Kunden präsent, um Lieferzeiten und -kosten zu optimieren“, so Hoidem. „Aktuell arbeiten wir weltweit mit etwa 70 bis 80 verschiedenen Spediteuren zusammen und können so unterschiedliche und dynamische Transportanforderungen abdecken.“

Nachhaltigkeit und Prozessautomatisierung

KAMAX verfolgt eine ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie und will bis 2037 klimaneutral sein. Die Einführung von SAP Extended Warehouse Management und SAP Transportation Management unterstützt dieses Ziel. Sie ermöglicht eine bessere Routenplanung, eine effizientere LKW-Auslastung und weniger Leerfahrten.

„Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist, dass wir die CO2-Emissionen durch ein intelligenteres Transportmanagement senken konnten“, erklärt Hoidem.

Das Unternehmen treibt auch die Automatisierung aktiv voran. In China hat KAMAX RFID‑Technologie zusammen mit fahrerlosen Transportsystemen (Automated Guided Vehicles, AGVs) pilotiert, um die Intralogistik zu automatisieren, manuelle Arbeit zu reduzieren und die Produktivität zu erhöhen.

Nexineer, die Digitalsparte von KAMAX, hat ein Operator Cockpit entwickelt, das mit SAP Extended Warehouse Management verknüpft ist. Es ermöglicht eine Echtzeitüberwachung und die automatisierte Steuerung von Fertigungssaufträgen. Mit Lasertechnologie hat KAMAX die Stückzählung automatisiert und im Mai im slowakischen Werk bei 1.200 Behältern rund 40 Arbeitsstunden eingespart.

KAMAX will SAP Extended Warehouse Management, SAP Transportation Management und den modernen Wareneingangs- und Versandprozess in allen sieben Werken einführen. Ziel ist es, die Automatisierung und Digitalisierung der Intralogistik schrittweise zu verbessern. „Wir möchten KI in unser modernes Wareneingangs- und Transportmanagement integrieren und damit Kosten und Kapazitäten weiter optimieren“, erklärte Hoidem.

Neugierig, wie KAMAX seine Lieferkette verschlankt und zukunftsfähig macht? Den kompletten Bericht finden Sie hier.

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