Künstliche Intelligenz (KI) ist heute allgegenwärtig. Aber es kann für Unternehmen schwierig sein, zu verstehen, wie sie die neuesten Innovationen praktisch nutzen können, um sich einen echten, messbaren Wettbewerbsvorsprung zu verschaffen.

Ich sprach über diese Herausforderung mit Dan Newman auf dem Six Five Summit: AI Unleashed 2025, das von The Futurum Group und Moor Insights and Strategy ausgerichtet wurde. Wir sprachen über die Hindernisse, vor denen Führungskräfte stehen, wenn sie überlegen, wo sie generative KI einsetzen sollen, um ihr Unternehmen voranzubringen, und welche besonderen Vorteile SAP Business AI hier bietet.

Aus diesem Gespräch ergaben sich im Wesentlichen vier Schritte, die Ihnen helfen, zum KI-Vorreiter zu werden.

1. Die vielversprechendsten Anwendungsszenarien priorisieren

Konzentrieren Sie sich zunächst auf Bereiche Ihres Unternehmens, in denen Sie mithilfe von KI schnell messbaren Mehrwert erzielen können. KI-Vorreiter beginnen häufig mit Finanzwesen, Personalmanagement, Lieferketten und dem Kundenerlebnis. Wenn Sie Ihre Möglichkeiten prüfen, sollten Sie das Konzept eines „Proof of Concept“, also eines Machbarkeitsnachweises, außer Acht lassen. Entwickeln Sie stattdessen einen „Proof of Value“, indem Sie Ihr Know-how, Ihre Daten und Ideen sowie die Ihres Teams nutzen, um Bereiche zu finden, die stärker von Automatisierung oder KI-Agenten profitieren können. 

Entwickeln, implementieren und verwalten Sie Joule-Agenten und ‑Qualifikationen für Ihr Unternehmen.

Der Begriff „Proof of Value“ wurde übrigens von KI-Pionier Philippe Lalumiere, Vice President of IT bei Cirque du Soleil, geprägt und bezieht sich auf einen KI-Agenten für die Kreditorenbuchhaltung, den sein Team zusammen mit der SAP entworfen hatte. Entscheidend ist, genau festzulegen, welche Ergebnisse für Ihr Unternehmen am wichtigsten sind, und die Anwendungsfälle zu wählen, die schnell den gewünschten Mehrwert belegen.

2. Intelligente Agenten einsetzen, um komplexe Aufgaben zu vereinfachen

KI-Vorreiter nutzen außerdem häufig KI-Agenten, die über Abteilungen und Systeme hinweg arbeiten, um durchgängige Probleme zu lösen. Durch ihre Fähigkeit, ganze Prozesse selbstständig ausführen, unterscheiden sich KI-Agenten auch von einzelnen KI-Fähigkeiten (Skills), wie zum Beispiel der Fähigkeit, eine Nachricht zu schreiben oder eine Excel-Tabelle zu analysieren und anhand dieser Analyse Aktionen anzustoßen. Ein Agent führt dagegen selbständig komplexe, mehrstufige Prozesse durch, um ein messbares Ergebnis zu erzielen. Wir haben kürzlich ein erweitertes Netzwerk von Joule Agents angekündigt, die die autonome Zusammenarbeit zwischen Systemen und Geschäftsbereichen fördern sollen. Dazu gehören unter anderem sofort einsatzfähige Agenten für HR, Finanzwesen, Lieferketten und andere Bereiche. Unternehmen können diese schnell nutzen, um wichtige Workflows zu automatisieren.

KI-Vorreiter wie Ericsson, Team Liquid und Cirque du Soleil erstellen auch individuelle Agenten, die spezielle Möglichkeiten zur Prozessverbesserung nutzen können. Diese können nun mit Joule Studio entwickelt werden. In einem Low-Code-Arbeitsbereich lassen sich hierbei kundenspezifische Agenten mithilfe vordefinierter Fähigkeiten, Modelle und Datenverbindungen erstellen, verknüpfen und verwalten. Dies ermöglicht es, sein Agenten-Netzwerk zu erweitern und genau an die eigenen Anforderungen und den Geschäftskontext anzupassen.

3. KI in tägliche Abläufe integrieren

KI muss nahtlos in die täglichen Arbeitsabläufe Ihrer Teams integriert sein. Außerdem müssen Sie sicherstellen, dass sie in ihrer breiten IT-Landschaft funktioniert. Aufgrund dieser wichtigen Geschäftsanforderungen haben wir Joule als KI-Benutzeroberfläche für natürliche Sprache konzipiert, die direkt in Ihre SAP-Systeme integriert ist. Auch führen wir eine neue Aktionsleiste ein. Joule kann dadurch den Kontext noch besser verstehen und ist noch besser in Drittanbieter-Tools wie ServiceNow und Microsoft Copilot integriert. Der Assistent wartet nicht auf mögliche Anweisungen von Ihnen, sondern verfolgt proaktiv Ihr Verhalten und schlägt hilfreiche Aktionen im entsprechenden Geschäftskontext über verschiedene SAP- und Drittanwendungen hinweg vor. Dies ermöglicht ein reibungsloses Arbeiten, sodass Ihre Teammitglieder nicht zwischen Tools wechseln oder sich auf neue Oberflächen umstellen müssen.

4. Ein Partnernetz mit interoperablen, führenden KI-Tools unterstützen

Um unterschiedliche Tools und Lösungen handhaben zu können, sollte ein offenes, interoperables Partnernetz geschaffen werden. Denn was nützt ein innovatives KI-Tool, wenn es nicht mit Ihren eigenen oder Drittlösungen kommunizieren kann. Deshalb haben wir kürzlich eine engere Integration mit Microsoft Copilot zur Steigerung der Produktivität und Partnerschaften mit Mistral AI und Perplexity für einen flexiblen Zugriff auf führende KI-Modelle angekündigt. Diese und viele andere Partnerschaften helfen Teams dabei, mehrere KI-Funktionen zu kombinieren, vertrauenswürdige Daten über Systeme hinweg bereitzustellen und schneller Ergebnisse zu erzielen, ohne sich um manuelle Verbindungen kümmern zu müssen.

Sind Sie bereit eine Vorreiterrolle einzunehmen? Hier sind die ersten Schritte

Ich möchte Sie ermutigen, im KI-Zeitalter nicht nur den anderen zu folgen, sondern voranzugehen. Wenn Sie dazu bereit sind, können Sie auf unterschiedliche Weise damit anfangen. Befassen Sie sich zunächst eingehender mit diesen Themen, indem Sie sich das gesamte Gespräch vom Six Five Summit ansehen. Und erfahren Sie mehr darüber, wie andere Unternehmen mit KI Innovationen schaffen und was mit SAP Business AI möglich ist.

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Brenda Bown ist Chief Marketing Officer für SAP Enterprise AI Business.