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3-D-Druck, Mobility, Wearables

Feature | 11. Januar 2017 von Andreas Schmitz 6

3-D-Druck, Wearables und Mobile sind drei der großen Trends für 2017: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick.

Der Markt für Wearables und 3-D-Druck steht noch am Anfang. Doch zeigen Prognosen diverser Marktforscher großes Wachstumspotenzial. Der Mobile-Sektor scheint hinsichtlich der genutzten Geräte schon gesättigt zu sein. Doch auch hier versprechen Weiterentwicklungen neue Absatzchancen. Der Faktencheck im Einzelnen:

3-D-Druck

Der Markt

Das Geschäft mit 3-D-Druckern boomt. Nach Angaben von Marktforscher Gartner sind 2016 mit über 450.000 Druckern doppelt so viele Geräte verkauft worden wie noch im Vorjahr. Für 2020 erwarten die Marktforscher einen Umsatz zwischen 17 Milliarden Euro (Gartner) und 33,9 Milliarden Euro (IDC). Besonderer Treiber des 3-Drucks ist laut IDC die Automobilbranche (3,8 Mrd. Euro), gefolgt von der Luft- und Raumfahrtindustrie (2,05 Mrd. Euro). Der Geschäftsbereich der Fertigung dominiert mit einem Anteil von 56 Prozent.

IDC: Innerhalb der kommenden drei Jahre wird es möglich sein, intelligente Bauteile zu drucken, die aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden.

Die Trends

Nach Einschätzungen des IDC FutureScape dominieren aktuell drei Trends die Entwicklung:

(I.) 3-D-Druck wird 2018 zum Mainstream etwa für das Drucken von Dokumenten, in der Fertigung und besonders für den Elektronikmarkt. IDC rät produzierenden Unternehmen dazu, sich jetzt darüber Gedanken zu machen, wo 3-D-Druck eingesetzt werden könnte, wie ein Implementierungsplan aussehen und wie eine Umsetzung finanziert werden könnte.

(II.) 2018 wird es zur Bereinigung des Anbietermarktes kommen. 30 Prozent weniger Anbieter von 3-D-Druck werden auf dem Markt zu finden sein. Für produzierende Unternehmen wird es also einfacher, reife Technologien auszuwählen.

(III.) Innerhalb der kommenden drei Jahre wird es möglich sein, intelligente Bauteile zu drucken, die aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden. IDCs Rat: Herausfinden, inwiefern produzierende Unternehmen und deren Kunden diese Smart Parts nutzen können sowie konkrete Tests in Pilotprojekten auf den Weg bringen.

Mobility

Der Markt

Laut der Industrievereinigung der GSM-Mobilfunkanbieter GSMA setzten Mobilfunkbetreiber 2015 1,05 Billionen Euro um. Bis 2020 werden die Umsätze weiter leicht ansteigen auf dann 1,15 Billionen Euro. Bis dahin werden über 5,6 Milliarden Menschen Verträge für Mobilfunkgeräte abgeschlossen haben – 2,6 Milliarden mehr als derzeit. Apple und Samsung zusammen verkaufen jährlich über 500 Millionen Smartphones. Entsprechend profitiert das Ökosystem: IDC geht davon aus, dass im vergangenen Jahr 152 Milliarden Apps installiert wurden, was den Anbietern einen Umsatz von über 32,6 Milliarden Euro beschert hat. Für 2020 erwartet IDC einen jährlichen Umsatz von 54,6 Milliarden Euro durch 210 Milliarden App-Downloads.

IDC: 2017 werden ein Viertel aller Unternehmen Anwendungen für Augmented Reality (AR) auf dem Smartphone testen.

Die Trends

Nach Einschätzungen des IDC FutureScape dominieren aktuell drei Trends die Entwicklung:

(I.) IT-Ausgaben für Mobility-Lösungen in den Unternehmen werden bis 2018 auf 50 Prozent des Gesamtbudgets steigen, erst danach wieder abflachen.

(II.) 2017 werden ein Viertel aller Unternehmen Anwendungen für Augmented Reality (AR) auf dem Smartphone testen. IDC rät, zunächst kleine Schritte auf Basis bestehender Hardware zu machen und sich darüber im Klaren zu sein, dass AR die Geschäftsprozesse ähnlich stark verändern wird wie damals die Einführung eines PCs.

(III.) Immer mehr mobile Endgeräte, die im Unternehmen eingesetzt werden, werden sich künftig kabellos laden lassen. Jedes zweite neue Smartphone und jedes fünfte neue Tablet in Unternehmen werden ab 2019 durch diese Technologie unterstützt.

Und: 2017 wird sich die Übertragungsgeschwindigkeit des Mobilfunks weiter erhöhen. Mit der 5. Generation des Mobilfunks „5 G“ erhöht sich die Datenrate gegenüber der aktuell häufig genutzten 4. Generation (4 G oder LTE) um das Hundertfache auf bis zu 10 Gigabit pro Sekunde. 5 G wird 2017 in jeden zweiten Großunternehmen bereits eine Rolle spielen.

Wearables

Der Markt

Aktuell sind alle elektronischen Produkte, die am Körper getragen werden können, knapp 29 Milliarden Euro wert. In 2018 werden sie über 38 Milliarden Euro, im Jahr 2023 knapp 96 Milliarden Euro und in 2026 über 140 Milliarden Euro wert sein, so Zahlen von IDTechEx Research. Wearables umfassen Smart Watches, Fitness-Tracker, Smart Eyewear wie Google Glass, smarte Kleidung sowie medizinische Geräte. Nach Analysen des Marktforschers Markets and Markets liegt allein der Umsatz mit medizinischen Wearables (zur Diagnose für die Messung von Blutdruck, Puls und Schlafkontrolle, zur Therapie wie bei Diabetes oder im Fitnessbereich) bei derzeit 5,1 Milliarden Euro, für 2021 erwarten die Marktforscher über 11,5 Milliarden US-Dollar.

IDC: 2018 werden Unternehmen zunehmend smarte Arbeitskleidung für ihre Mitarbeiter einsetzen.

Die Trends

Nach Einschätzungen des IDC FutureScape dominieren aktuell drei Trends die Entwicklung:

(I.) Unternehmen werden 2017 den Einsatz von Smartwatches im Unternehmen pilotieren, beispielsweise um an Termine zu erinnern, also so genannte Zeit-sensitive Daten einzusetzen. Vorteil: Der Blick auf die Uhr ist diskreter als das Herauskramen eines Smartphones. Für die IT bedeutet das, dass eine Smartwatch-Plattform her muss, die die Geräte überwacht, und die Vernetzung gewährleistet sein muss.

(II.) 2018 werden Unternehmen zunehmend smarte Arbeitskleidung für ihre Mitarbeiter einsetzen. Es geht ihnen dabei zum einen um eine bessere Produktivität sowie darum, Gesundheitsparameter ihrer Mitarbeiter zu überwachen und so Kosten für krankheitsbedingte Ausfälle zu minimieren – allerdings nur, sofern dies die Datenschutzvorschriften erlauben.

(III.) Ab 2019 werden Unternehmen zunehmend am Ohr befestigte Geräte als Piloten einsetzen, die ohnehin schon viele Menschen in Verbindung mit ihrem Smartphone einsetzen und nicht die Hände zur Benutzung erfordern. Entsprechende „Devices“ können die Körpertemperatur und den Herzschlag messen, den Standort lokalisieren, aber auch als digitale Assistenten dazu beitragen, Mitarbeiter zu unterstützen, die direkt mit Kunden zu tun haben.

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