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BUILD: Programmierkenntnisse nicht nötig

12. Oktober 2016 von Paul Taylor, Claudia Cortes 5

Mit BUILD, dem neuen Anwendungsdesign-Tool von SAP, kann jeder, auch ohne technisches Wissen und Programmieraufwand, Business-Apps entwickeln.

„Sie werden kommen, wenn du es baust.“ – Diesem Motto aus dem 80er-Jahre-Film „Feld der Träume“ mit Kevin Costner folgen Technologen aus allen Bereichen bei der Anwendungsentwicklung noch heute. Aber in der Hard- und Softwarebranche ist allen schon längst klar, dass dies selten so funktioniert.

Cloud-Designtool BUILD: Wie Kevin Costner in “Feld der Träume” sind Technologen davon überzeugt: Sie werden kommen, wenn du es baust.

Benutzerfreundlichkeit könnte bei Unternehmenssoftware besser sein

Fast jede IT-Abteilung besitzt Software, die gar nicht oder kaum genutzt wird. Daher gelingt es vielen Unternehmen nicht, den maximalen Nutzen aus ihren IT-Investitionen zu ziehen. Zu diesem Thema führte beispielsweise das Beratungshaus Sandhill Group und der Verband Technology Services Industry Association (TSIA) unter 159 IT-Einkäufern und Entscheidungsträgern im Bereich Software eine Befragung durch. Sie fanden heraus, dass 72 Prozent aller Unternehmen aufgrund mangelnder Benutzerakzeptanz nicht das volle Potenzial ausschöpfen können.

Eine ähnliche Umfrage ergab, dass bei 57 Prozent aller Softwareanwendungen die Benutzerfreundlichkeit unterdurchschnittlich ist. Die Diskrepanz zwischen der Benutzerfreundlichkeit von Apps für Privatpersonen und Anwendungen für Unternehmen wird durch den Erfolg von App-Marktplätzen von Apple oder Google immer deutlicher spürbar. Dies zeigt sich weiterhin durch die Trends hin zu BYOD (Nutzung privater Geräte, „Bring Your Own Device“) und der Konsumerisierung der IT. Beide Entwicklungen sind in den vergangenen Jahren zunehmend in Unternehmen angekommen.

UX für jedermann mit der SAP HANA Cloud Platform

Als Folge davon verlangen Angestellte nun dieselbe Benutzerfreundlichkeit für Business-Apps. Sam Yen ist Chief Design Officer bei SAP und räumt ein, dass sich die meisten Anbieter von Business- und Cloud-Software darauf noch nicht eingestellt haben.

Tatsächlich hat die Akzeptanz von Platform-as-a-Service(PaaS)-Angeboten wie beispielsweise der SAP HANA Cloud Platform (HCP) zu einer Verbreitung von Apps in Unternehmen geführt, mit denen diese ihre speziellen Anforderungen abdecken. Mit HCP können Unternehmen sehr einfach und effizient Cloud-Anwendungen entwickeln und in Betrieb nehmen. Aber manchmal ist es für Teams schwierig, die Apps so benutzerfreundlich zu gestalten, dass die Akzeptanz gewährleistet werden kann.

Design Thinking bei der Softwareentwicklung entscheidend

Designexperten wie Sam Yen glauben, dass Prinzipien des Design Thinking bei der Softwareanwendungsentwicklung zum Einsatz kommen sollten. So wird von Anfang an sichergestellt, dass die App die Ansprüche der Endbenutzer erfüllt.

Kürzlich gab SAP die allgemeine Verfügbarkeit eines neuen cloudbasierten Toolsets bekannt. Damit können Projektteams, darunter Entwickler, Designer und Experten aus nichttechnischen Bereichen (z. B. Business-Analysten), Apps für ihre Endanwender erstellen. Und das funktioniert, ohne eine einzige Codezeile schreiben zu müssen.

Es heißt BUILD und wurde von Sam Yens Team entwickelt. Dadurch zeigt die SAP, dass sie ihre Kunden auf dem Weg zum digitalen Unternehmen unterstützen möchte und deshalb anwenderfreundlichere und für Kunden relevantere Software anbietet.


Insbesondere das umfangreiche Toolset von BUILD beschleunigt den Anwendungsentwicklungsprozess und ermöglicht Benutzern Folgendes:

  • Gemeinsame Prototypenentwicklung:
    • Die Benutzer können Entwürfe ihrer Ideen hochladen, um einfach interaktive Prototypen zu erstellen.
    • Sie können per Drag-und-Drop Anwendungsprototypen entwerfen und dafür echte Beispieldaten verwenden.
    • Dank eines erzeugten UI5-Codes, der in SAP WebIDE importiert werden kann, kann es mit der Entwicklung schnell losgehen.
  • Zugriff auf eine benutzerdefinierte Prototypengalerie: Der Benutzer kann auf eine umfangreiche Bibliothek mit eingebetteten Entwurfsmustern und echten Beispielen von SAP und der Community zugreifen. Dies ist der Startpunkt für eigene Designs.
  • Erlernen von benutzerzentriertem Design und Design Thinking: Etwas Neues erlernen und viel daraus machen, ist mit den einfach verständlichen Beispielen möglich, die in den Designtools von BUILD integriert sind.
  • Meinungen von Endanwendern: Es ist einfach, Feedback von Endanwendern einzuholen.

Erlernen von benutzerzentriertem Design und Design Thinking

Etwas Neues erlernen und viel daraus machen, ist mit den einfach verständlichen Beispielen möglich, die in den Designtools von BUILD integriert sind.

Business-Analysten und weiteren Experten aus nichttechnischen Bereichen fehlen oft die Tools und das Fachwissen, um benutzerfreundliche Apps zu entwickeln. Zudem kennen sie die Bedürfnisse der Endnutzer oft nicht oder können sie nicht nachvollziehen. Auch finden sie es schwierig, Apps schnell zu überarbeiten. Selbst die BUILD-Entwickler waren überrascht davon, welch große Nachfrage es nach einem Toolset gab, das Projektteams alles bietet, was sie brauchen, um benutzerfreundliche Apps selbst zu entwickeln.

Über 1.200 Unternehmen und 800 Partner meldeten sich für das Beta-Programm von BUILD an und gaben positives Feedback. An diesem Beta-Programm nahmen auch mehr als 3.800 SAP-Mitarbeiter teil. BUILD wird jetzt dafür genutzt, Apps auf Basis von SAP S/4HANA zu entwickeln.

Der bisherige Erfolg von BUILD unterstreicht den neuen Design-Ansatz für Unternehmensanwendungen: Der Benutzer steht im Zentrum des Prozesses – und dabei leistet SAP Pionierarbeit.

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