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Arbeitsplätze durch Digitalisierung

Feature | 9. Juni 2015 von Paul Baur 0

SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott traf sich mit führenden Vertretern der europäischen Industrie, um die Digitalisierung der europäischen Wirtschaft voranzubringen.

Es waren große, weltweit bekannte Markennamen vertreten: Nestlé, Vodafone, Siemens, Ericsson und natürlich SAP. Am 1. Juni, trafen sich Bundeskanzlerin Merkel, Frankreichs Präsident Hollande und EU-Kommissionspräsident Juncker mit zwanzig Vorstandsvorsitzenden europäischer Spitzenunternehmen in Berlin.

Unter ihnen war auch SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott, der mit Nachdruck dafür plädierte, eine Kultur des Unternehmertums in Europa zu fördern. Bill besuchte die Abendveranstaltung im Rahmen eines regelmäßigen Treffens des European Round Table of Industrialists (ERT) mit hochrangigen Politikern. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Frage, wie die Digitalisierung das Wachstum fördern, die Wettbewerbsfähigkeit Europas stärken und Arbeitsplätze schaffen kann – vor allem für die Jugend. Die Förderung von Start-ups und Kleinunternehmen wird dabei als ein Weg angesehen, um der hohen Jugendarbeitslosigkeit in vielen der größten Volkswirtschaften der EU zu begegnen.

Andreas Tegge, Head of Government Relations bei SAP, erklärt: „Dies ist das erste Mal, dass sich Vorstandsvorsitzende aus verschiedenen Branchen mit Spitzenpolitikern trafen, um eine gemeinsame Agenda für die Digitalisierung der europäischen Wirtschaft zu diskutieren und zu vereinbaren.“ McDermott tritt glaubwürdig und offen für eine stärkere private und staatliche Unterstützung von unternehmerischen Initiativen in Europa ein und sprach auch bei einem persönlichen Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel und François Hollande über dieses Thema.

Einige EU-Mitgliedstaaten, vor allem Frankreich und Deutschland, sowie die Europäische Kommission bieten Finanzierungsmöglichkeiten oder haben politische Programme für Start-up-Unternehmen ins Leben gerufen. Aufgrund dieser Unterstützung entstehen mittlerweile viel versprechende Start-up-Ökosysteme, besonders in Großstädten wie Berlin, Paris oder London. Allerdings haben diese Ökosysteme nicht die Größenordnung von Silicon Valley.

McDermott vertrat den Standpunkt, dass Europa nur dann eine globale Führungsrolle in der digitalen Wirtschaft einnehmen werde, wenn es gelänge, entsprechend qualifizierte Arbeitskräfte auszubilden und eine dynamische Gründerszene in der Digitalwirtschaft zu unterstützen. Zurzeit kommen aber die meisten Jungunternehmer aus den USA und China. Was braucht Europa also, um eine moderne Gründerkultur entstehen zu lassen? Genau darin liegt die Herausforderung für die Mitglieder des ERT. Sie müssen sich mit verschiedenen Fragen auseinandersetzen, etwa mit welchen Programmen man Start-up-Unternehmen finanziell fördern kann, wie sich das damit verbundene Risiko verringern lässt oder welche Infrastruktur benötigt wird. Als Beispiel für eine Initiative der SAP nannte McDermott das SAP HANA Startup Focus Program. Im Rahmen dieses Programms entwickeln derzeit mehr als 1.600 junge Unternehmen neue Geschäftsmodelle auf Basis von SAP-Technologie.

Bei der Veranstaltung in Berlin vereinbarten der ERT und EU-Politiker, ihre Kräfte zu bündeln, um Hindernisse für Start-ups aus dem Weg zu räumen und ein lebendiges digitales Ökosystem in Europa zu schaffen. SAP hat zugesagt, hierbei eine führende Rolle einzunehmen.

Über den ERT

Der 1983 gegründete European Round Table of Industrialists (ERT) ist ein Forum aus aktuell 53 Wirtschaftsführern großer europäischer Unternehmen. Die Unternehmen repräsentieren unterschiedliche Wirtschaftszweige sowie 18 europäische Länder. Damit sind im ERT Konzerne mit europaweit insgesamt rund 6,8 Millionen Mitarbeitern und einem Gesamtumsatz von über 1,3 Billionen Euro vertreten. Der ERT investiert über 51 Milliarden Euro jährlich in Forschung und Entwicklung, primär in Europa. Dies entspricht 18 % der gesamten Forschungs- und Entwicklungsausgaben in Europa.

Weiterführende Links

Bildquellen: Sutterstock (Featurebild) und Europäische Kommission (Gruppenbild)

 

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