Aufgelesen – IT in der Presse

Feature | 7. Juni 2013 von Nicolas A. Zeitler 0

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Von Demonstrationen gegen die Bebauung einer der letzten Parkanlagen in Istanbul haben sich die Proteste in der Türkei zur grundsätzlichen Kritik am Regierungsstil von Recep Tayyip Erdogan ausgewachsen. Der Premier erweist sich nun nicht gerade als Freund freier Meinungsäußerung im Netz: Wegen angeblich „irreführender“ Botschaften wurden mehr als 20 Twitter-Nutzer festgenommen, berichtet Spiegel Online.

Politisch weniger brisante Nachrichten kommen aus Walldorf: SAP übernimmt den E-Commerce-Spezialisten hybris. Eine sinnvolle Ergänzung im Portfolio für Commerce- und Omnichannel-Lösungen sowie zu den Produkten von Ariba, wie Analysten gegenüber silicon.de urteilen.

Als sinnvolle Ergänzung dürften Bahnfahrer auch die Ankündigung der Deutschen Bahn auffassen: Das Unternehmen baut den W-Lan-Zugang in seinen ICE-Zügen aus. Bisher sind 90 Züge mit drahtlosen Internetzugängen für Reisende ausgerüstet. Bis Jahresende soll es W-Lan in 180 Zügen geben, bis 2015 in allen ICEs. Laut wiwo.de kooperiert die Bahn dabei mit der Deutschen Telekom.

Just die Telekom war unlängst in die Kritik geraten, weil ihre geplante Drosselung von Flatrates der Netzneutralität widerspreche. Diesem Thema hat sich jetzt EU-Kommissarin Neelie Kroes verschrieben. Die EU wolle ein offenes Internet für alle garantieren, sagte die für die Digitale Agenda der Union zuständige Politikerin vor EU-Parlamentariern. Bei genauerem Hinsehen verliere das Versprechen jedoch an Größe, kommentiert ZEIT Online. Die Kommissarin folge nämlich der Argumentation der Deutschen Telekom: Für „innovative Zusatzdienste“ dürfe ein Anbieter auch künftig Bandbreite reservieren, so Kroes.

Wie schwierig es ist, ein durch und durch ethisch korrekt hergestelltes Smartphone auf den Markt zu bringen, zeigt das Projekt einer niederländischen Stiftung. Sie hat jetzt das sogenannte Fairphone in die Produktion gegeben. Ein absolut gerechtes Smartphone zu produzieren, sei wegen der komplexen Lieferkette nahezu unmöglich, berichtet sueddeutsche.de. So stammt das Zinn für das Fairphone aus einer Mine im Kongo, in der auch Kinder arbeiten. Technisch soll das Fairphone mit den Modellen bekannter Hersteller mithalten können.

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