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Automobilbranche: Strategische IT-Innovationen schaffen Vorteile

Feature | 8. April 2013 von Anja Paschke-Hess 0

Mit vordefinierten Business Solutions unterstützt Mieschke Hofmann und Partner (MHP) zahlreiche Unternehmen der Automobilbranche sowie angrenzender Bereiche. Für den Kunden liegt der größte Mehrwert dieses Angebots in der Kombination aus Beratungsdienstleistungen und Softwarekomponenten, Templates sowie anderen Dokumenten, erläutert Carsten Weber. Er leitet bei der Porsche-Tochter MHP den Geschäftsbereich Business Solutions.
Mieschke Hofmann und Partner bietet den Anwendern sogenannte Business Solutions an. Können Sie uns das Konzept erklären?

Weber: Wir bieten vordefinierte Lösungen, in denen wir unser Beratungs-Know-how mit Softwarekomponenten, Templates und anderen Dokumenten kombinieren und die wir ausgehend von unserer Praxiserfahrung entwickeln. Diese Lösungen decken komplette Prozesse, Teilprozesse, Branchenspezifika oder Businessplattformen ab. Wir sehen uns als Prozesslieferant. Unser Ziel ist daher, bei unseren Kunden durchgehend ideale Abläufe zu verwirklichen.

MHP berät und betreut vor allem Unternehmen aus der Automobilbranche. Inwieweit spielt das bei der Entwicklung der Business Solutions eine Rolle?

Weber: Traditionell sind Automotive-Unternehmen Vorreiter, wenn es darum geht, innovative Geschäftsprozesse zu etablieren und neue Technologien zu nutzen. Ein Beispiel dafür sind die Just-in-time-(JIT)- und Just-in-sequence-(JIS)-Prinzipien. Der Grund für diese hohe Innovationsbereitschaft ist der enorme Druck im globalen Wettbewerb, der es erforderlich macht, sämtliche Abläufe stetig zu verbessern. Unsere Kunden erwarten von uns als Beratung deshalb, dass wir ihnen mit strategischen Innovationen immer wieder Vorteile verschaffen – und zwar entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Aus dieser Situation entstehen unsere Lösungen, die damit per se einen Innovationscharakter besitzen. Ansätze, die wir zunächst im automobilen Umfeld entwickeln, übertragen wir dann mithilfe unserer Lösungen auch auf andere Branchen.

Sie betonen ausdrücklich die Kombination aus Beratung und Software. Weshalb ist das so entscheidend?

Weber: Der ideale Prozess ist das Ziel, Software ist dabei lediglich Mittel zum Zweck. Nur Software anzubieten greift zu kurz. Denn was nützt etwa eine JIT-/JIS-Lösung, wenn die Produktions- und Logistikabläufe im Unternehmen nicht entsprechend angepasst und optimiert wurden? Unsere vordefinierten Lösungen legen den Fokus auf die entscheidenden Themen. Für den Kunden schnüren wir dann die passenden Pakete. Im Consulting kann es sich beispielsweise um eine Management- und Prozessberatung oder eine IT-Beratung samt Systemintegration handeln. Bei den Softwarekomponenten etwa bieten wir MHP-Add-ons oder mobile Anwendungen an.

Was heißt das konkret?

Weber: Bevor wir zum Beispiel unsere Lösung für das Lieferantenmanagement einführen, legen wir gemeinsam mit dem Kunden seine strategischen Ziele fest. Das können eine höhere Lieferqualität oder sinkende Beschaffungskosten sein. Gerade in der Automotive-Branche sind das extrem wichtige Themen. Als Nächstes prüfen wir im Rahmen einer Prozessberatung, welche Abläufe diese Punkte beeinflussen, wie sie definiert, dokumentiert und realisiert sind. Wichtig ist hier auch, auf welche Weise die Prozesse bislang durch Standardsoftware unterstützt werden. So identifizieren wir Optimierungspotenziale – beispielsweise bei der systematischen Leistungsbewertung von Lieferanten. Im letzten Schritt wird dann vielleicht ein neuer Prozess eingeführt, das bestehende System angepasst oder ein zusätzliches MHP-Add-on implementiert – das kommt ganz auf die Situation an. Und weil Technologie und Dokumentation standardisiert sind, können wir ein solches Projekt in vergleichsweise kurzer Zeit realisieren.

Eine Business Solution schnell einzuführen ist eine Sache. Sie langfristig nutzen zu können eine andere. Wie sieht es mit der Investitionssicherheit aus?

Weber: Anwender, die heute Lösungen von MHP einführen, haben die Sicherheit, dass sie diese über Jahre hinweg nutzen können. Wir stellen sicher, dass unsere Softwarekomponenten stets auch mit den neuesten Softwarereleases von SAP einwandfrei zusammenarbeiten. Natürlich entwickeln wir unsere Lösungen ständig weiter und passen sie an veränderte Rahmenbedingungen und Prozesse an.

Für welche Bereiche bietet MHP bereits Lösungen an?

Weber: Wir haben mittlerweile 25 Business Solutions für eine ganze Reihe von Einsatzgebieten entwickelt. Das reicht von Product Lifecycle Management (PLM) bis zu technologischen Zusatzfunktionen wie einer Software zur Überwachung des elektronischen Datenaustausches durch den Fachbereich. Ziel ist es, für sämtliche Bereiche funktionale Erweiterungen zu entwickeln, die unseren Kunden einen Mehrwert bringen. Das war zum Beispiel im JIT-/JIS-Bereich der Fall. Dort haben wir als Ergänzung zur Standardlösung von SAP für einen  großen Zulieferer zusätzlich ein Notfallsystem entwickelt. Das System ist dezentral an den verschiedenen Standorten implementiert und springt ein, wenn die zentrale Lösung nicht erreichbar ist. Sämtliche Prozess- und IT-Aspekte dieses Projekts haben wir anschließend zu einer Business Solution verdichtet.

Zum Schluss noch ein Ausblick auf die nächsten Monate: Welche neuen Produkte sind geplant?

Weber: Zum einen bringen wir einige neue Versionen bestehender Lösungen auf den Markt. So zum Beispiel die Version 8.0 unserer Lieferantenbeurteilung, in der wir unter anderem zusätzliche Logistik- und Qualitätskennzahlen ergänzt haben. Zum anderen wird es zum Beispiel für den PLM-Bereich ein Angebot von uns geben, mit dem wir die Prozess- und Datenintegration zwischen PTC Windchill und SAP ERP unterstützen.

Weitere Informationen:
Hier mehr über die Lösungen von Mieschke Hofmann und Partner erfahren.
Interessenten können hier per E-Mail Kontakt mit Carsten Weber von MHP aufnehmen – oder Sie rufen ihn einfach an: +49 151 2030-1264.

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