BASF IT Services führt SAP-Server-Migration erfolgreich durch

Feature | 28. August 2006 von admin 0

Innerhalb von neun Monaten wurden insgesamt 63 SAP-Systeme auf die neuen Hochleistungsserver (Integrity Superdome Server) umgezogen. Dabei wurden Anwendungen mit einer Leistung von 270.000 SAPS auf die neue Server-Plattform eingelesen. Die Einheit SAPS (SAP Application Performance Standard) misst, vergleichbar mit den PS eines Autos, hardwareunabhängig die Leistung von SAP-Anwendungen. Entsprachen demnach die 48 früheren Server-Einheiten der BASF-Gruppe einer ganzen Palette unterschiedlicher Fahrzeugtypen der gleichen Marke, stehen heute vier gleiche, leistungsstarke Modelle der höchsten Typklasse zur Verfügung. Um das System abzusichern, nahm das Projektteam – zeitgleich zu den produktiven Servern – in einem parallelen Rechenzentrum vier weitere Hochleistungs-Server als Reserve in Betrieb.

Technische und logistische Herausforderungen

Insbesondere die Migration von vier Systemen stellte das 40-köpfige Team vor große Herausforderungen, die allesamt erfolgreich und termingerecht gemeistert wurden. Beim Umzug des Business Warehouse (BW)-Systems der BASF-Gruppe musste eine Datenmenge von insgesamt sieben Terabyte innerhalb von nur 48 Stunden von den alten Servern ausgelesen und auf den neuen wieder eingelesen werden. Sieben Terabyte entsprechen rund 11.000 CD-ROMs oder sieben Milliarden gedruckter DIN-A4-Seiten.
Eine technisch besonders schwierige Aufgabe war außerdem die Migration des APO-Systems (Advanced Planner and Optimizer). Bei dieser SAP-Software für Supply Chain Management werden die planungsrelevanten Daten nicht wie bei anderen Anwendungen in Datenbanken gespeichert, sondern im so genannten Live Cache gehalten, um schneller zugreifen zu können. Vor der Migration mussten die Daten daher in einem separaten Schritt in eine reguläre Datenbank überführt werden. Schnell gehen musste es auch beim Umzug des Y 130-Systems, mit dem die Logistik-Center der BASF die Lager- und Transportbewegungen steuern. Genau 24 Stunden hatte das Projektteam Zeit für die Datenmigration, während die Lkw bereits darauf warteten, wieder losfahren zu können.
Die vierte große Herausforderung war die Migration des Logistik-Systems Logibas – mit rund 5500 Usern das anwenderstärkste System innerhalb der BASF-Gruppe. Nachdem der Entschluss gefallen war, die Logibas-Umstellung als Joint Venture mit der Unicode-Migration durchzuführen, wurden beide Vorhaben an nur einem Wochenende durchgeführt. “Insbesondere die vorbildliche Kooperation und Kommunikation zwischen HP und der BASF IT Services haben aus unserer Sicht erheblich zum Erfolg des Projektes beigetragen. Als strategische Partner ergänzen wir uns bestens mit unserem jeweiligen Know-how, so dass wir unseren Kunden gezielt maßgeschneiderte Lösungen anbieten können”, beschreibt Dieter Fenchel, Projektmanager HP Services Consulting & Integration die gelungene Zusammenarbeit zwischen den Partnern.

Infrastruktur vereinfacht, Software vereinheitlicht, Kosten gesenkt

Durch die Migration auf die neuen Hochleistungs-Server von HP konnte die Infrastruktur vereinfacht und die Software vereinheitlicht werden. Von der Hardware über das Operating System und den SAP-Kernel bis hin zu den Datenbanken ist nun alles aus einem Guss. Auch die Release-Stände dieser Komponenten sind nun alle angepasst. “Es war sehr wichtig für uns, dass während jeder Phase der Migration die Nutzer der betroffenen Anwendungen ohne Unterbrechung weiter arbeiten konnten. Dank der guten Organisation des Projektteams ist dies durchweg gelungen. Alle 63 Systeme laufen nun reibungslos auf der neuen Plattform”, sagt Frank Peter, Gruppenleiter für SAP-Technologie bei der BASF AG.
“Die neue, standardisierte Server-Landschaft gewährleistet mehr Leistung und bessere Qualität. Gleichzeitig haben wir für unseren Kunden mit der gelungenen Umstellung die Basis für potentielle Kosteneinsparungen in der Zukunft geschaffen. Selbstverständlich stellen wir unser Know-how auf diesem Gebiet auch Unternehmen aus anderen Branchen zur Verfügung”, sagt Wolfgang Erny, Geschäftsführer der BASF IT Services.

Quelle: BASF IT Services

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