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SAP-Vorstand Bernd Leukert: “Software ist Strategie und erfolgsentscheidend für jedes Unternehmen.“

Feature | 18. Mai 2017 von Susan Galer 11

Bernd Leukert, SAP-Vorstandsmitglied für den Bereich Produkte und Innovation, schwor seine Zuhörer auf die Veränderungen in der digitalen Wirtschaft ein. Früher habe die Strategie die Software diktiert – heute habe sich das Blatt gewendet und die Software sei die Strategie und erfolgsentscheidend für jedes Unternehmen.

Die SAP baue Hindernisse ab, die Innovationen im Wege stünden, so Leukert. Möglich werde dies durch ihre offene, integrierte und sichere IT-Architektur mit SAP HANA als stabilem Kernsystem, bewährten Cloud-Anwendungen auf Basis von SAP S/4HANA und dem neuen SAP-Leonardo-Portfolio, mit dem sich Menschen, Objekte und Prozesse intelligent vernetzen ließen.

„Unsere Innovationskraft beruht auf einem modularen System offener Best-in-Class-Anwendungen in der Cloud. SAP Leonardo ist der Motor für digitale Innovationen der neuen Generation, mit dem Sie Innovationen in großem Stil schnell umsetzen, völlig neue Prozesse gestalten und Ihr Geschäft von Grund auf neu ausrichten können“, erklärte Leukert. „Alles ist vollständig miteinander integriert, wie nur die SAP es Ihnen bieten kann. In dieser neuen digitalen Welt wird IT-Technologie zum zentralen und entscheidenden Faktor für unsere Wirtschaft, Ihr Unternehmen und die Gesellschaft. Lassen Sie uns gemeinsam innovativ und erfolgreich sein!“

Vor großem Publikum demonstrierte Leukert, wie die SAP das System der Offenheit umsetzt und so schnellere Innovationen und Mehrwert für Kunden ermöglicht.

„Offenheit ist das entscheidende Element, das alles verändert und neue Möglichkeiten für Unternehmen schafft“, erklärte er. „Wenn jeder Teil des Unternehmens offen ist, lassen sich Geschäftsprozesse auf eine völlig neue Ebene heben. Sie können Daten aus jedem Bereich heranziehen und daraus Erkenntnisse für andere Bereiche ableiten – beispielsweise Verkehrs- und andere Daten für die Logistik, Machine-Learning-Daten für Wartungspläne und Daten aus sozialen Medien für Ihre Kundenprofile.“

Schneller Zugriff auf Daten birgt großes Potenzial

Leukert hob in seiner Rede hervor, wie wichtig Cloud Computing sei, um die Chancen der Digitalisierung optimal zu nutzen. Mit einer Reihe von Erfolgsbeispielen illustrierte er die zentrale Rolle der SAP als Innovationstreiber.

„Jetzt ist es an der Zeit, ERP-Systeme in der Cloud zu nutzen. SAP S/4HANA ist ein modernes System, das stets auf dem neuesten Stand bleibt und mit Ihrem Unternehmen wächst“, führte Leukert aus. „Es agiert autonom und intelligent und erlaubt somit schnellere Innovationen. Über Programmierschnittstellen in einer Microservices-Architektur ermöglichen wir außerdem offene Cloud-Anwendungen, um eine nahtlose Konnektivität zwischen Geschäftsprozessen zu gewährleisten. Wir haben Innovationen für maschinelles Lernen entwickelt, die das Potenzial haben, ganze Branchen zu verändern – beispielsweise bei der Rechnungsprüfung oder in Form des digitalen Assistenten SAP CoPilot, der Informationen zum Geschäftskontext von Benutzern erfasst. Tausende von Partnerunternehmen verwenden bereits die SAP Cloud Platform zur Entwicklung innovativer Geschäftsanwendungen, die aus Big Data Erkenntnisse für Geschäftsentscheidungen in Echtzeit ableiten.“

Bernd Leukert begrüßte Diane Bryant auf der Bühne, Group President der Data Center Group bei Intel. Bryant prognostizierte, dass mit dem Intel-Xeon-Prozessor der nächsten Generation SAP-HANA-Workloads um 60 Prozent schneller verarbeitet werden könnten. Diane Green, Senior Vice President von Google Cloud und Aufsichtsratsmitglied bei Alphabet Inc., berichtete von den Ergebnissen der Partnerschaft zwischen Google und SAP. Einer der ersten gemeinsamen Kunden sei Sovanta, der SAP S/4 HANA auf der Google Cloud Platform nutze.

Eine völlig neue Sicht auf die Dinge bot Dr. Wladimir Klitschko. Der Unternehmer und Initiator des Challenge Managements erinnerte das Publikum daran, dass der Mensch im Mittelpunkt stehen solle und es möglich sei, aus einer Herausforderung positive Ergebnisse zu erzielen.

„Das ist nicht so einfach – wir müssen uns und unsere Geschäftsprozesse an die digitalisierte Welt anpassen“, betonte der ehemalige Boxweltmeister. „Man muss ein Ziel vor Augen haben und verstehen, was passiert, wenn man sich der Herausforderung nicht stellt. Stellen Sie sich nur mal vor, wie erfolgreich Sie sein werden, wenn Sie Ihr Ziel beharrlich verfolgen und am Ende auch erreichen. Nur wer etwas wirklich gerne und mit Leidenschaft tut, wird alles daran setzen, sein Ziel zu erreichen.“

SAP Transformation Navigator bietet einen Fahrplan in die Cloud

Leukert bekräftigte erneut, dass die SAP sich Empathie auf die Fahne geschrieben habe, um noch besser auf die Wünsche der Kunden einzugehen. So wolle die SAP durch Innovationen gezielt das Kundenerlebnis verbessern. Ein Paradebeispiel sei die Einführung des SAP Transformation Navigator, der Antworten auf die wichtigsten Fragen liefere, wie Kunden am schnellsten in die Cloud umsteigen könnten. Ausgehend von der aktuellen SAP-Systemlandschaft und den individuellen Anforderungen des Kunden gebe das neue Tool Empfehlungen zu Produkten und Lizenzen und biete Services sowie einen kompletten Fahrplan in die Cloud.

Maschinelles Lernen verändert ganze Branchen

Anhand von zwei eindrucksvollen Demonstrationen zeigte Ian Kimbell, was SAP Leonardo alles leisten kann. Die erste veranschaulichte, wie ein Mietservice für Elektrowerkzeuge mit SAP Leonardo sein Geschäftsmodell komplett veränderte. Kimbell schaltete eine vernetzte Bohrmaschine ein, die live digitale Daten von ihren Sensoren empfängt und analysiert. Das Unternehmen kann so seine Wartung besser organisieren, die Lebensdauer seiner Geräte verlängern und seine Kunden mit personalisierten Services besser bedienen. Bei der zweiten Demo wurden virtuelle Windräder auf die Bühne projiziert, die über SAP CoPilot Echtzeitdaten abrufen. Dadurch kann man direkt sehen, wo es Probleme gibt und über SAP S/4HANA passende Techniker für die Reparatur finden und beauftragen.

Umstieg leicht gemacht

Sam Yen, Chief Design Officer bei SAP, erklärte, wie Kunden mit SAP Leonardo Services innerhalb von wenigen Wochen ihre Vorstellung in einen Entwurf umsetzen können. Mithilfe von Design-Thinking-Methoden werden zunächst die Anforderungen der Endanwender ermittelt. Über fertige Templates, die das Feedback anhand von Heat Maps grafisch darstellen, können auch Anwender, die keine Entwickler sind, schnell Prototypen erstellen und kontinuierlich Lösungen anpassen.

„Mit SAP Leonardo Services können Sie die Umsetzung Ihrer digitalen Transformation mit SAP erheblich verkürzen“, betonte Yen. „Design Thinking und Leonardo Build bauen die Hürden zwischen Endanwendern und Entwicklern ab und sorgen damit für deutlich niedrige Implementierungskosten.“

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