Beschleunigung der Produktionsprozesse

Feature | 29. Oktober 2003 von admin 0

Engpässe und Unzulänglichkeiten in der Beschaffungskette können weit reichende Konsequenzen haben, die unter Umständen verzögerte Produkteinführungen, unzufriedene Kunden und letztlich variable Gewinnspannen nach sich ziehen. Wenn man in diese Gleichung noch die zunehmend unterschiedlichen und wechselnden Bedürfnisse der Kunden einbaut, wird schnell klar, dass kleine und mittelständische Unternehmen, die in diesem Bereich arbeiten, eine schwere Verantwortung tragen. Wenn es um Software-Implementierung geht, ist leicht nachzuvollziehen, warum SMBs nach einem Produkt suchen, das ein Minimum an Störungen im laufenden Geschäftsbetrieb bei einem Maximum an Vorzügen bietet. SAP Best Practices for Industrial Machinery & Components ist eine Kombination aus technischem und industriellem Know-how von SAP und seinen Partnern und bietet vorkonfigurierte Geschäftsszenarien, die die speziellen Bedürfnisse der mittelständischen Maschinen- und Gerätehersteller befriedigen. SAP Best Practices ist bei den sich ständig entwickelnden Geschäftsprozessen immer auf dem neuesten Stand und hilft so den SMBs dabei, ihre Kunden, eigene Beschaffungsketten, Produktlebenszyklen und Serviceprozesse schneller und effizienter zu integrieren und zu verwalten. Gleichzeitig werden die Kosten gesenkt und die Zeit bis zur Markteinführung wird verkürzt.

Neue Reihe von SAP Best Practices

Gemäß den neuen SAP Best Practices verfügt auch SAP Best Practices for Industrial Machinery & Components – V3.46C über die neue, flexible Add-on-Technologie, mit der die Benutzer genau die Szenarien auswählen können, die sie brauchen und die sie dann individuell implementieren. Die mittlerweile bekannte „Building Block“-Technologie ermöglicht es den SAP Business Partnern, vorkonfigurierte Funktionseinheiten oder Building Blocks zu neuen mySAP-All-in-One-Lösungen für SMB-Kunden in der Maschinenbauindustrie zu kombinieren. Kunden können Building Blocks auch verwenden, um ihre bestehenden Szenarien oder Lösungen zu modifizieren. Implementierte Building Blocks können leicht mit Building Blocks aus anderen Szenarien oder auch anderen Versionen von SAP Best Practices kombiniert werden (vorausgesetzt, sie stammen aus derselben Software-Version). Andere neue Funktionen, die in allen neuen Versionen von SAP Best Practices integriert sind, zielen auf eine weitere Vereinfachung der Implementierung ab. Die Organisationsstruktur wurde gestrafft und allgemeiner gehalten. Außerdem wurde die Lokalisierung in den Versionen für die einzelnen Länder vorgenommen, anstatt eine Vielzahl von länderspezifischen Einstellungen in einem Gesamtpaket unterzubringen. So enthält zum Beispiel die seit August 2003 erhältliche US-Version nur den für die Vereinigten Staaten relevanten Business Content. Stammdaten wurden lokalisiert und der Inhalt angepasst, um regionale Unterschiede wie das US-Steuersystem oder Maßeinheiten zu berücksichtigen.

Größere Reichweite

SAP Best Practices for Industrial Machinery & Components – V3.46C wurde um eine Reihe von neuen Geschäfts- sowie erweiterten Szenarien ergänzt, die die am häufigsten auftretenden Anforderungen in der Maschinen- und Teileindustrie erfüllen sollen. Einige neue SAP-R/3-Szenarien werden im bekannten ERP-Bereich (Enterprise Resource Planning) angeboten, ein weiteres CRM-Szenario (Customer Relationship Management) hilft bei der Einrichtung einer kundenorientierteren E-Business-Lösung. Und zum ersten Mal wird ein vorkonfigurierter Business Content im SRM-Bereich (Supplier Relationship Management) und im BW-Bereich (Business Information Warehouse) angeboten.

Gewusst wie

Das neue ERP-Make-to-Order-(MTO)-Sales-Order-Processing-Szenario zeigt die Auftragsbearbeitung bei einem Roboterhersteller, der vorgefertigte Komponenten verwendet sowie Komponenten, die auftragsspezifisch produziert werden. Das Szenario behandelt Geschäftsprozesse wie Materialplanung, Bearbeitung von Anzahlungen, Preisvergleich, Lieferung und Fakturierung. Das zeigt deutlich, wie mit vorkonfigurierten Komponenten und Preisen detaillierte Bestellungen ausgeführt werden können. Eine willkommene Erweiterung der ERP-Szenarien wurde im Service-Processing-Szenario vorgenommen. Dieses Szenario enthält jetzt eine Vorkonfigurierung für die Bearbeitung von Reparaturaufträgen, die im Herstellerwerk ausgeführt werden. Weitere verbesserte Szenarien sind die MTO-Angebotserstellung, die jetzt eine Kreditrahmenprüfung enthält und das Szenario „Make-to-Stock – Production Unrelated To Specific Customer Order“ (Lagerfertigung – Produktion unabhängig von speziellen Kundenbestellungen), das überarbeitet wurde und jetzt auch Fremdbearbeitung und Unterauftragsvergabe enthält.

Auf Bestellung fertigen: ETO – Engineer-to-Order

SAP Best Practices for Industrial Machinery & Components – V3.46C weist zwei neue ERP-Szenarien für den ETO-Ansatz (Engineer-to-Order) auf. Das erste Szenario behandelt die Angebotserstellung, beginnend mit der Erarbeitung eines Angebotsprojektes und dem Einsatz von SAP Easy Cost Planning, um eine ungefähre Berechnung der Kundenanfragen zu erhalten. Alle Aktivitäten in der Vorverkaufsphase und die Zeit, die Mitarbeiter für die Umsetzung dieser Aktivitäten benötigen, werden im SAP Cross Application Time Sheet aufgezeichnet. Auf diese Weise ist es möglich, das gesamte Projekt durch Neukalkulation zu analysieren. Alle weiteren Angebote an den Kunden werden individuell als Versionen des Originals behandelt. So erhält man einen Überblick über alle Angebote zu einer bestimmten Kundenanfrage, und das endgültige Angebot kann als Vorlage für den Auftrag im zweiten ETO-Auftragsbearbeitungsszenario verwendet werden. Dieses Szenario beschreibt die Auftragsbearbeitung für einen bestimmten Maschinen- oder Anlagentyp in einer ETO-Situation. Alle wichtigen Geschäftsprozesse, die mit der Bearbeitung einer Bestellung verbunden sind, werden anschaulich dargestellt: auftragsspezifische Stückliste (BOM), SAP Project System, Vorabbeschaffung von Langläufern, projektspezifische BOM, projektorientierte Produktion, Endmontage mit Vernetzungsfunktion, Lieferung aus Projektbestand und Meilenstein-Fakturierung.

Design als Kundenservice

Um die immer anspruchsvolleren und wechselnden Design- und Engineering-Spezifikationen zu erfüllen, brauchen Maschinen- und Teilehersteller einen flexiblen Ansatz in Bezug auf das Projekt- und Änderungsmanagement. Das neue ERP-Szenario „Product Lifecycle Management – Product Design and Engineering“ macht die wichtigsten Funktionen für das Design und die Konfiguration eines Produktes für den Weiterverkauf in Niederlassungen deutlich. Dazu gehören Projektmanagement, Dokumentenverwaltung, Produktdatenverwaltung mit Änderungsmanagement, Produktkostencontrolling und Austauschbarkeit von Teilen. Diese Funktionen stellen eine hohe Qualität und die schnelle Lieferung von Produkten sicher und führen schließlich zu größerer Kundenzufriedenheit. Die Kundenorientierung ist ebenfalls ein zentrales Thema im neuen CRM-Szenario „Interaction Center – Customer Service“. Das Szenario liefert eine schrittweise Ansicht der typischen Aktivitäten eines Call-Center-Agenten, der mit einem Kunden am Telefon spricht. Mit konstantem Zugriff auf Echtzeit-Kundeninformationen können Call-Center-Agenten Kundendaten während eines Gesprächs aktualisieren. Es lassen sich auch Service-Verträge prüfen, Informationen an den Kunden senden und Serviceanforderungen erzeugen. Die Integration dieser Service-Fähigkeiten kann für die Maschinen- und Teileindustrie auf dem SMB-Markt den entscheidenden Wettbewerbsvorteil bedeuten.

In SAP Best Practices for Industrial Machinery & Components – V3.46C wurden auch zusätzliche Szenarien in den Bereichen Supplier Relationship Management (SRM) und Business Information Warehouse (BW) aufgenommen. Das SRM-Szenario ist vorkonfiguriert, um eine schnelle und störungsfreie Einrichtung Internet-basierter Beschaffungsprozesse für die Anforderung und den Kauf von nicht-produktionsbezogenen Materialien zu ermöglichen. Von der Aufforderung zur Angebotsabgabe an potenzielle Lieferanten über die Auswahl von Verkäufern bis hin zur Einrichtung von Warenkörben und der Ausstellung von Warenempfangsbestätigungen und Rechnungen integriert und automatisiert das Indirect-Procurement-Szenario die gesamte Beschaffungskette. Eine Reihe von neuen BW-Szenarien behandelt die Analyse von Geschäftsbereichen wie Forderungen und Verbindlichkeiten, Einkauf, Produktion, Fertigungsaufträge und Vertrieb. Der vorkonfigurierte Business Content erleichtert das flexible Reporting und die transparente Datenanalyse. Durch weitere Vorkonfigurationen in Form von so genannten InfoCubes, Abfragen, Kennzahlen und weiteren Charakteristika läuft die gesamte BW-Implementierung wie ein Uhrwerk ab.

Bestelldetails

Partner und Kunden können die Standardversion von SAP Best Practices for Industrial Machinery & Components – V3.46C aus dem Software Catalog auf dem SAP Service Marketplace bestellen. Falls nur die Dokumentation gewünscht wird, können Bestellungen über den SAP Knowledge Catalog aufgegeben werden. Aktuell ist jetzt auch eine CD mit der italienischen Dokumentation erhältlich.
Lokalisierte Landesversionen sind auf Anfrage bei den SAP-Best-Practices-Kontaktpersonen in jeder Niederlassung erhältlich. Alle SAP-Best-Practices- Versionen sind für SAP Business Partner und Kunden kostenlos.

Weitere Informationen:

www.service.sap.com/bestpractices (Login erforderlich)

Lindsay Johnson

Lindsay Johnson

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