Bessere Geschäfte dank integriertem Online-Shop

Feature | 9. März 2005 von admin 0

Bei mittelständischen Firmen steigt die Bereitschaft, in E-Business-Projekte zu investieren. Zu diesem Kernergebnis kommt die im April 2004 veröffentlichte Studie „Internet und E-Business im Mittelstand“, die das Unternehmermagazin „impulse“ gemeinsam mit IBM durchführte. Für Wilfried Beeck, Gründer und CEO des SAP Solution Partners ePages, kommt diese Entwicklung keineswegs überraschend, denn „durch die rasante Verbreitung von DSL-Tarifen ist das Internet heute ein allzeit verfügbares Medium, dessen Nutzung sowohl im Business- als auch im Konsumerbereich zur Normalität geworden ist. eBay, Google und neuerdings auch Produktportale wie Kelkoo tun ein Übriges, um den Käufern Orientierung zu geben. Da verwundert es nicht, dass der Druck zu Investitionen heute mehr denn je von der Kundenseite kommt.“ Mittelständische Unternehmen können zudem mit E-Business auch ihre Geschäftsprozesse verbessern, weil dadurch Lieferzeiten verkürzt werden sowie Vertriebs-, Beschaffungs-, Lager- und Organisationskosten sinken. Das sorgt für mehr Produktivität, „was eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit und damit eine gestärkte Position am Markt nach sich zieht“, führt Wilfried Beeck weiter aus. Das gilt vor allem für mittelständische Unternehmen wie Einzel- und Versandhändler sowie für Hersteller von Konsum- und Investitionsgütern, die ihre Produkte an Endkunden (B2C) oder Geschäftskunden (B2B) jetzt online vertreiben.

E-Business-Potenziale voll ausschöpfen

„Allerdings schöpfen Mittelständler die Möglichkeiten des Online-Handels erst dann voll aus, wenn sie ihre Online-Aktivitäten komplett in die Prozesse der Warenwirtschaft einbinden“, fügt Beeck hinzu. Der SAP Solution Partner ePages hat deshalb seine speziell für mittelständische Firmen entwickelte E-Business-Lösung Merchant Edition mit SAP Business One verbunden. „So können Unternehmen problemlos Daten zu Preisen, zum Produkt, zu Lagerbeständen und Kunden zwischen beiden Systemen in Echtzeit austauschen und in der SAP-Mittelstandslösung zentral verwalten“, verdeutlicht der CEO.
Online-Bestellungen aus der ePages-Lösung werden automatisch an SAP Business One übergeben. Dort wird – ebenfalls automatisch – ein neuer Auftrag generiert, der anschließend von einem Vertriebsmitarbeiter weiterbearbeitet werden kann. Sämtliche betriebswirtschaftliche Prozesse, von der Bestellannahme bis zur Rechnungslegung, sowie Informationen zu Produkt-, Kunden- und Lagerdaten werden zentral in SAP Business One verwaltet. Die ePages-Merchant-Produktlinie bietet einige interessante Möglichkeiten, über den eigenen Online-Shop hinaus noch weitere Vertriebskanäle zu nutzen, darunter eBay-, Kelkoo- und Pangora-Shopping-Portale. Auch Aufträge, die über diese Vertriebsschienen eingehen, können bequem über die SAP-Mittelstandslösung abgewickelt werden.
Die Integration eröffnet vor allem Händlern, die zusätzlich zum Online-Kanal noch herkömmliche Vertriebskanäle nutzen (etwa per Fax oder Telefon), erhebliche Einsparpotenziale, denn sie bedienen alle Kanäle aus dem SAP-System heraus. „Gerade für kleinere und mittlere Handelsunternehmen, egal ob B2C- oder B2B-orientiert, bringt die Verbindung beider Systeme nachweisbare Vorteile, um ihre meist begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen so effizient wie möglich einzusetzen und sich nicht mit aufwändigen Individual-Entwicklungen zu belasten“, bekräftigt Beeck.

Prozesse durchgängig verbessern

Die „ePages E-Commerce Solution for SAP Business One“ besteht aus zwei Komponenten: einem Add-On für SAP Business One und einer Cartridge, die dem ePages-Shop hinzugefügt wird. Ist das Add-On installiert, wird das Menü in SAP Business One um den Punkt „ePages“ erweitert. Hier können nun Einstellungen für Artikeldaten und Geschäftspartner vorgenommen sowie ein erstmaliger Import bestehender Artikel, Bestellungen und Produkte aus dem ePages-Shop angestoßen werden. Für die Kommunikation werden Web Services genutzt. Die Cartridge, die in die ePages-Software installiert wird, kommuniziert ebenfalls via Web Services mit SAP Business One.
Wie diese Verbindung für schlankere Prozesse sorgt, lässt sich anhand von zwei Beispielen darstellen: Legt ein Händler in SAP Business One ein neues Produkt an, werden diese Daten in den Merchant-Shop übertragen und im vorher definierten Katalog angezeigt. „Manuell ausgeführt würde dies viel Zeit in Anspruch nehmen. Dank der Integration läuft der Prozess nun automatisch innerhalb von Sekunden ab“, wie Wilfried Beeck bemerkt. Ändert oder aktualisiert ein Händler die Preise in der SAP-Mittelstandssoftware, werden diese automatisch in die Shop-Software von ePages übermittelt. Das reduziert den Pflegeaufwand für die Produktdaten erheblich, da sie nur einmal angelegt oder geändert werden. Beide Systeme nutzen damit die jeweils aktuellsten Daten. Ob nur ein bestimmtes Produkt aktualisiert wird oder mehrere Artikel, liegt in der Hand des Nutzers.
Gleiches – nur in umgekehrter Richtung – geschieht, wenn ein Kunde im Online-Shop ein Produkt auswählt, es in den Warenkorb legt und dann die Bestellung auslöst. Diese wird ins SAP-System übertragen, als Auftrag angezeigt und dort weiterbearbeitet. Dabei wird gleichzeitig der Lagerbestand im SAP-System aktualisiert, und die relevanten Informationen werden wiederum an die E-Business-Software übergeben und angezeigt. Die Kunden erhalten somit verlässliche Informationen über die Lieferfähigkeit und -dauer (zum Beispiel „am Lager“, „lieferbar innerhalb einer Woche“ etc.) des von ihnen bestellten Produkts. Der Nutzer kann wählen, ob der Datenaustausch in Echtzeit stattfindet, einmalig zu Beginn jeder Session oder global zwischengespeichert wird. Ein Beispiel: Während die Angabe der Produktverfügbarkeit nur in Echtzeit wirklich sinnvoll ist, genügt es meistens, die Preisdaten einmalig am Anfang einer Session zu übermitteln. Konfigurationsdaten müssen dagegen nur selten ausgetauscht werden. „Der automatisierte Datenaustausch zwischen der SAP-Lösung und dem ePages-Shop senkt den administrativen Aufwand, um Bestellungen zu bearbeiten, und damit selbstverständlich auch die Kosten“, so ePages-Gründer Beeck.
Er beschreibt noch einen weiteren Vorteil der zentralen Datenhaltung im SAP-System: Registriert sich ein neuer Kunde im Online-Geschäft und löst eine Bestellung aus, wird er in SAP Business One automatisch als Kunde beziehungsweise Geschäftspartner angelegt und seine Stammdaten in der Geschäftssoftware hinterlegt. Das ermöglicht einem Händler einerseits, seine Kundendaten optimal zu verwalten, andererseits kann er die hinterlegten Kundeninformationen – unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Bestimmungen – im Rahmen von Marketingmaßnahmen (wie beispielsweise Mailingaktionen) zusätzlich nutzen.

Integrierte Gesamtlösung für mittelständische Unternehmen

Laut ePages erfüllt die Verbindung zwischen Merchant Edition und der SAP-Mittelstandslösung wichtige Forderungen kleiner und mittelständischer Firmen an eine integrierte Gesamtlösung, die bei überschaubaren und kalkulierbaren Kosten schnell zu implementieren ist. Die Einführung der ePages-Software hängt von den jeweils benutzerspezifischen Anforderungen des Kunden ab, wobei laut Beeck eine Standard-Installation drei bis vier Tage dauert. An Systemvoraussetzungen benötigen mittelständische Unternehmen entweder Microsoft Windows 2000 (mit Service Pack 3) oder Windows Server 2003, einen Intel-Pentium-III-Prozessor oder höher sowie mindestens 512 MB RAM. Hinzu kommt eine konfigurierte und sichere Datenübertragung via TCP/IP (Transmission Control Protocol over Internet Protocol) mit einem DNS-Eintrag inklusive Web Server (zum Beispiel Apache) und Browser. Eine Mindest-Userzahl gibt es nicht. Auch die über die E-Business-Software abzuwickelnde Anzahl von Produkten, Transaktionen und Kunden ist unbegrenzt.
Der Jenaer E-Commerce-Spezialist bietet die Einstiegslösung, die aus einer ePages 4.5 Merchant Edition und der „ePages E-Commerce Solution for SAP Business One 2004“ besteht, bereits ab einem „sehr interessanten und vor allem mittelstandsgerechten“ Preis von 2.500 Euro an. Diese Version wird ab Ende März 2005 verfügbar sein, um zunächst Bestandskunden zu bedienen. Mitte des zweiten Quartals 2005 wird die Integration auch für das neueste ePages-Produkt – der ePages 5 Merchant-Linie – bereitgestellt. „Damit erleichtern wir mittelständischen Unternehmen nicht nur den einfachen Einstieg in den elektronischen Handel. Sie erhalten zudem mit der Verbindung von SAP Business One und der ePages-Lösung eine kostengünstige, integrierte und ausgereifte Gesamtlösung, die die Wettbewerbsfähigkeit des Kunden nachhaltig steigert“, stellt Wilfried Beeck abschließend fest.

Weitere Informationen:

www.epages.de

Dr. Andreas Schaffry

Dr. Andreas Schaffry

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